Ich weiß nichtmehr weiter...

      Ich weiß nichtmehr weiter...

      Hey, schön, dass ihr reinschaut...

      Irgendwie ist doch in letzter Zeit alles nurnoch Scheiße... Ich weiß auch bald echt nichtmehr weiter und habe das Gefühl, dass ich einfach nichtmehr kann... Mit jungen 17 Jahren....

      Ok.. Alles fing eigentlich vor ca. 1 Jahr an... Am 12.6.2oo5 habe ich mich von meinem Ex Enrico getrennt... War ne richtige Scheiße... Ich habs bis jetzt immer bereut, obwohl er mir sagte, er hatte auch schon über Schluss machen nachgedacht und es würde nix mehr mit uns. Jedenfalls bin ich bis heute nicht über ihn hinweg. Auf eine Weise liebe ich ihn immer noch, und irgendwie fühlt es sich an, als würde das nie aufhören...
      In den Monaten nach der Trennung hatte ich Depressionen. Habe alles total schleifen lassen, Schule geschwänzt und solche Sachen... :-| Naja....

      Als es dann dieses Jahr etwas besser wurde... So als es auf den Sommer zuging, kam der nächste Schicksalsschlag, und der Oberhammer. Mein Dad starb mit 57 Jahren an seinem 3. Herzinfarkt... Es war wie im Traum, die ersten Tage konnte ich es einfach garnicht fassen, dass das wirklich WAHR sein sollte... Meine Eltern lebten getrennt... Jedoch war mir meine Mutter, mit der ich noch zusammenlebe auch keine große Hilfe. Sie sagte einige Tage nach seinem Tod: "Wäre er nicht schon weg würde ich ihn umbringen".. Sehr einfühlsam... Sie hat auch nie gefragt, wie es mir damit geht oder soetwas... Da kam NIE etwas.. Naja, so ist sie eben....

      Tja.. Scheiße alles... Geerbt haben wir 3 Häuser und massig Schulden. Erbe ausschlagen konnten und wollten wir nicht, weil dann unser Haus und Grundstück weggewesen wäre...

      Trotzdem habe ich meinen erweiterten Realschulabschluss geschafft und hatte dann erstmal Ferien, in denen ich meinen Führerschein gemacht habe (immerhin etwas).

      Was mich jedoch sehr belastet: Ich habe keine Freunde.... Alle, denen ich das erzähle meinen immer, das seie Quatsch, jeder Mensch hätte Freunde... Aber nein... Ich habe keine. Ich habe einige Bekannte, aber Freundschaft ist/wäre für mich mehr...
      Freundschaft bedeutet viel unternehmen, immer für den anderen da sein etc etc... Aber soetwas gibts nicht in meinem Leben. Niemand, den ich mal anrufen könnte oder sowas.... ;(

      In meinen 8 Wochen Sommerferien habe ich so gut wie nichts gemacht außer dem Führerschein. Habe nur zuhause gesessen, meine Tiere versorgt und sonst echt nicht viel...

      Seit ca. 2 Wochen ist hier wieder Schule. Meine neue Klasse ist wirklich ganz ok, aber Freunde habe ich trotzdem keine (Kann man ja nach so kurzer Zeit auch nicht erwarten). Die Aufgaben in der 11. Klasse sind schon schwerer und ich muss mich mehr anstrengen. Letzte Woche war ich richtig gestresst und verzweifelt...

      Ansonsten... Mit Männern habe ich auch absolut kein Glück. Entweder, diejenigen, die ich will, wollen mich nicht, oder ich werde verarscht.... :(

      Tja... Was sonst.. Ich habe irgendwie überhauptkein Selbstbewusstsein mehr. Ich fühle mich total scheiße, ich weiß GARNICHTS mehr, nichtmal ob ich überhaupt noch mein Abi machen will... Ich habe keine Ahnung, wie ich mein Leben wieder auf die Reihe kriegen soll und was meine Ziele sind.... :roll:

      Vielleicht kann mir ja hier irgendwer einen Rat geben und mir helfen..... Ich fühle mich so leer und allein und schwach.... ;(

      Steffy
      Hallo Steffy,

      das ist alles wirklich hart wie du das beschreibst und man kann rauslesen, dass es nicht nur eine "Teeny-Krise" ist.
      Was ich dir dazu schreiben möchte ist, dass ich selbst mal in so einer Situation war. Ich hatte eine teils wirklich schlimme Kindheit, keiner meiner Elternteile ist verstorben wie bei dir (Herzliches Beileid!!!!!!!!für dich), aber ich musste einiges miterleben, was ich nicht mal hier schreiben möchte. Aufgrund dessen habe ich genau wie du die Schule vernachlässigt, meine "Freunde" haben mich im Stich im gelassen und Jugns haben sich eh nicht für mich interessiert, denn Selbstvertrauen hatte ich auch gar keins.
      Ich war so verzweifelt, dass ich kurz davor alles zu beenden.

      Ich schriebe dir diese sehr perönlichen sachen, um die Mut zu machen, denn glaub mir, es wird besser. Ich habe mich zusammen gerissen, was schwer war, habe mein Abi gemacht und schluss endlich wirkliche Freunde gefunden und einen Mann, der zu mir passt. Manche Dinge in meiner Familie sind immer noch nicht leicht, aber es geht mir heute gut und ich habe Lebensfreude.

      Bitte, ich weiss wie anstrengend das ist, gib dich nicht auf, setz dir ein Ziel nach dem aneren, als erstes nimmst du jetzt das Abi in Arbeit, denn das ist wichtig und Freunde werden von ganz alleine dazu gekommen, suchen bringt eh nichts, du wirst die richtigen leute treffen, glaub mir!!!!
      Mit deinem Ex, da kann ich dir nur raten deine Gdeanken auf etwas anderes wie die Schule zu lenken!

      Ich weiss, das hört sich alles so larifari daher gesagt an , aber das ist echt nicht, ich habe es genauso gemacht und nach und nach hat alles geklappt!

      Ich drücke dich von hier aus einfach mal ganz doll, sende dir einen Bündel Kraft zu und denk immer daran, du bist was besonderes, denn jemand der mit 17 Jahren solche Gefühle formulieren kann und trotzdem so stark ist,hat meinen Respekt verdient halt durch!!!!

      Ganz liebe Grüsse und sorry für den langen Text!
      Sarah
      Ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt.Von außen wurd' ich hart wie Stein, und doch hat man mich oft verletzt. Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben. Erst dann, wenn ich`s nicht mehr spüren kann,
      weiß ich, es ist für mich zu spät, zu spät, zu spät.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Terence“ ()

      Hm, hast du schon mal über eine Therapie nachgedacht?

      Wenn die jemand Ratschläge geben kann, dann geht bestimmt vieles leichter.
      Du darfst diesen Tipp nicht negativ werten, denn er soll dir eine Chance bieten und dich nicht verspotten oder sowas!
      Die einzige, die sich über einen Muskelkater freut, ist die Katze.
      Ich glaube dass sehr viele Menschen schon in Deiner Situation waren. Zum Thema Ex und Männer muss ich Dir ehrlich sagen dass das in Deinem Alter wohl auch das geringste Übel sein dürfte. Ich hatte mit 17 meinen ersten Freund. Gut, heute, knapp 10 Jahre später, läuft das eh alles etwas anders und früher. Aber über Männer bzw in Deinem Fall eher Jungs würd ich mir keine Gedanken machen. Das bzw die kommen irgendwann von ganz alleine.
      Das was Dir mit Deinem Vater passiert ist passierte mir im Mai mit meinem Opa. Es macht mich heute noch unendlich traurig und es vergeht kein Tag wo ich nicht mit einem weinenden Auge an ihn denke. Und wie schnell das alles ging, kaum Zeit zum Abschied nehmen. Einen Vater habe ich nicht, nie gehabt und meine Mutter hat nicht realisiert wie sehr Opa mir fehlt und was er mir zu Lebzeiten bedeutet hat. Aber ich weiß dass wir uns irgendwann wiedersehen, natürlich nicht in diesem Leben. Dass er im Himmel sitzt, auf mich aufpasst und bis wir uns wiedersehen begleitet er mich ganz fest im Herzen. Gehts Dir nicht mit Deinem Papa auch so? Wahre Liebe geht über den körperlichen Tod hinaus, auch wenn er in dem Leben hier ein großes Loch gerissen hat.
      Freunde, ja, das ist ein Thema für sich. Ich kann Dir sagen dass ich 24 Jahre alt werden musste um endlich 2 gute Freunde zu finden. Das sind für mich Menschen für die ich nachts um 3 1000 KM weit fahren würde um ihnen zu helfen und umgekehrt. Ich dachte auch vorher schon öfters mal ich hätte Freunde, aber in wirklich schwierigen Lebenssituationen kristallisiert sich heraus wer ein echter Freund ist. Du wirst schon noch einen guten Freund/eine gute Freundin finden. Aber wann, das weiß keiner.

      Ob Du wirklich eine Therapie brauchst oder so, hm das kann ich nicht beurteilen. Ich glaube das kommt auf die Willens- und Überlebenskraft an die man in sich trägt. Die entscheidet darüber wieviele Schicksalsschläge man ertragen kann und wieviele schwere Päckchen man tragen kann bis man wirklich Hilfe braucht.

      Lg, Nicky


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.