Der Tod

      Mein herzliches Beileid allen Mitrrauernden hier :sad:
      Auch ich habe schon einige geliebte Menschen verloren, aber am meisten fehlt mir mein Vater :cry:
      Nickyyy - lass dir nichts einreden, wie Fatima schon sagte, du MUSST überhaupt nichts!!!
      Freunde werden für dich da sein, sie werden versuchen dich zu verstehen und dir beistehen, so lange du es brauchst!
      Leider musste ich mir eineinhalb Jahre nach dem Tod meines Vaters von einer "Freundin" sagen lassen, das es mir nichts bringen würde in Selbstmitleid zu versinken :eek:
      Na vielen Dank auch - ich brauche nun mal länger um das zu verarbeiten und ich verstehe nicht, dass man das nicht so hinnehmen kann, auch wenn man es nicht versteht, man könnte es doch zumindest versuchen :confused:
      Ich glaube mittlerweile auch das ich nie darüber hinweg kommen werde, die Gedanken und Bilder sind so präsent als sei es gestern gewesen, dabei sind es am 16. August schon zwei Jahre.
      Ich habe natürlich gelernt damit zu leben und das ist auch gut so, aber es gibt immer und immer wieder Zeiten in denen es mir richtig schlecht geht - ob das vorbei gehen wird :think: ich glaube momentan noch nicht so recht daran.
      Die einzig schöne Erinnerung die ich habe ist der Tag der Beerdigung :smile:
      Es war ein trister, grauer Tag, das Wetter war einfach :sick: und man hätte sich am liebsten unter der Bettdecke verkrochen und das Haus nicht verlassen.
      In dem Moment als der Sarg herunter gelassen wurde, riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor :eek:
      Ich frage mich heute noch oft ob ich das geträumt habe, aber nein, es war wirklich so und das obwohl mein Vater nicht mal gläubig war.
      Es hatte den Anschein als wurde der Himmel geöffnet um ihn zu empfangen, es war wunderschön wenn auch todtraurig, ich hätte mich am liebsten auf den Sarg gelegt und wäre mit ihm gegangen :cry:
      An diesem Punkt lassen auch meine Erinnerungen nach, denn ich bin just in dem Moment am Grab zusammen gebrochen und weiß nur noch das mich irgendwann jemand vom Grab weggezogen hat.
      Bis heute war ich nicht dazu in der Lage auf den Friedhof zu gehen - aber mein Vater ist immer bei mir, in meinem Herzen und ich bin in Gedanken ständig bei ihm :sad:
      Wie auch bei dir, Nickyyy, haben wir oft telefoniert, wenn auch nicht lang, aber alle paar Tage musste das sein.
      Die Telefonate fehlen mir bis heute sehr und dies, da bin ich mir sehr sicher, wird auf ewig der Fall sein.
      Liebe Grüße von Hexe, Speedy und Dosine Diana :biggrin:

      Ehrlich währt am längsten :wink:
      Hallo Nickyy,
      auch ich habe im April diesen Jahres meine Freundin verloren. Sie starb ohne das ich dabei sein durfte. Ich war zwar in ihrer Nähe aber eben nicht bei ihr. Ich hatte das auch hier im Forum geschrieben. Es tat sehr gut, daß ich meine Gefühle hier rauslassen konnte. Mir hat es sehr geholfen. So weißt Du auch, daß es viele Menschen gibt, die deinen Schmerz nachvollziehen können. Auch heute muß ich noch oft weinen, da mir Marianne so sehr fehlt. Ich hätte noch so gerne viel Zeit mit ihr verbracht. Wir waren fast 20 Jahre befreundet. Sie fehlt mir so sehr. Daher kann ich es sehr gut nachvollziehen, daß Du deinen Opa so sehr vermisst. Es tut eben weh wenn ein geliebter Mensch uns verlässt. Er wird aber immer bei Dir sein. In deinem Herzen wird er weiterleben. Dein Opa wird dich jetzt als dein Engel duch dein Leben begleiten. Als ich vor ein paar Tagen im Wald war, kam ein weißer Schmetterling zu mir geflogen. Ich mußte gleich an Marianne denken. Da ich mit den Hunden jeden Tag in den Wald gehe und mir mitlerweile der weiße Schmertterling jeden Tag begegnet, habe ich beschlossen das es vielleicht Marianne ist die mich auf meinen Spaziergängen begleitet. Wir waren so oft in diesem Wald und haben so viel Spaß zusammen gehabt. Vielleicht hilft Dir diese kleine Geschichte ein wenig. Du hast alles Recht der Welt um deinen Opa zu trauern. Und Du kannst Dir jede Zeit der Welt dafür lassen. Ich drück Dich mal ganz lieb. Vielleicht kommt dein Opa auch mal als Schmetterling zu Dir.
      Liebe Grüsse von Zeljka
      Auch von mir mein herzliches Beileid. Die Geschichten hier sind wirklich schlimm!

      Wie manche von euch wissen, starb meine Oma auch mehr oder weniger plötzlich am letzten Weihnachten. Damit hat keiner von uns gerechnet. Sie verblutete praktisch. Sie wohnte allein, mein Opa starb vor 12 Jahren, niemand hat also früh genug gemerkt das sie in ihrem Badezimmer langsam stirbt. Eine Bekannte von ihr versuchte sie immer anzurufen, machte sich am Abend Sorgen und fuhr hin. Sie hat sie so gefunden und rief den Notarzt. Sie standen eine halbe Stunde vor ihrem Haus und reanimierten sie. Im KH angekommen brauchten sie nochmal 10 min. um sie wieder zu beleben. Am Abend rief ich meine Mutter an, wie immer und ich hörte an ihrer Stimme, das was schlimmes passiert ist. Sie wollte gleich wieder auflegen, die Leitung frei halten für die Ärzte. Also rief ich bei meinem Bruder an und sie sagte, mit Oma sei was schlimmes passiert. Das war am Abend des 23.12.05. Am nächsten Tag wollte sie gleich früh infahren, wir hofften, das Oma wenigstens noch die Nacht durch hält, damit sich wenigstens ihre Töchter verabschieden können. Meine Mutter kam zu spät an, sie war am 24.12. um 15.10 Uhr an den Blutungen gestorben.

      Nein, drüber weg gekommen bin ich bis heute nicht, die Beerdigung werde ich nie vergessen, die war verdammt schmerzhaft. Diese zwei Tage im Krankenhaus auch nicht. Ich habe ihre Todesanzeige eingerahmt und ein Bild von ihr, was mir immer wieder klar macht, das sie wirklich nicht mehr da ist. Es ist nach wie vor unvorstellbar und sehr sehr schmerzhaft. Ich denke sehr oft an sie und ab und zu kommen ganz plötzlich noch zwei drei Tränen. Einfach so, beim Wäsche aufhängen oder so.
      Im Nachhinein macht man sich Vorwürfe. Ich habe ihr zum Beispiel nie gesagt das ich sie sehr lieb habe und so.

      Aber auch die Umstände trösten ein wenig. Meine Oma war sehr gläubig, der Gedanke, das sie genau an Heiligabend gestorben ist, ist für sie sehr schön, als hätte sie genau auf diesen heiligen Tag gewartet. Bei der Beerdigung, als der Gottesdienst war und der Sarg direkt vor uns in der Kapelle stand, brach die Wolkendecke und die Sonne schien durch die Fensterscheiben. Sie schien dann den ganzen Tag. Als ob ihre Seele durch die Wolken in den Himmel ging.
      REX ist mit 14 Jahren am 12.09.2008 unerwartet eingeschläfert worden. Ruhe in Frieden mein Süßer!! Schade das ich mich nicht mehr von dir verabschieden konnte!!! :cry: :cry:
      Es ist schön zu wissen, dass einige ähnlich fühlen wie ich. In meinem Freundeskreis ist das so, dass die Meisten nicht wissen, wie sehr ich Opa geliebt habe und liebe. Nur eine Freundin sagte mir vor 2 Tagen, dass ich mich seit Opas Tod verändert hätte, trauriger geworden wäre. Und sie akzeptiert das auch, sie hat vor einiger Zeit durch einen tragischen Unfall ihren Onkel verloren. Sie war auch die einzige am Beerdigungstag die ich dabei haben wollte. Ich möchte Euch mal ein Lied nennen, welches mir unglaublich geholfen hat. Es ist von einer Band, der man solches nicht zutraut. Aber jedes Wort, jede Zeile, passt auf das was ich denke. Es ist von den Toten Hosen, Campino hat das Lied geschrieben als seine Mutter verstarb. Es ist wunderschön. "Nur zu Besuch" heisst es. Wer es haben will kann sich ja bei mir per ICQ oder PN melden. Dass ich Opa als Schmetterling oder ähnliches wiedersehe, glaube ich nicht. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und er war es auch. Ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden. Nicht als Menschen, aber unsere Seelen werden im Himmel irgendwann für immer zusammensein und dort wird es keine Trauer und keine Tränen geben, nur ewiges Glück und Beisammensein. Und das ist mein einziger wirklicher Trost. Auf dieser Erde, solange ich lebe, werde ich darüber nicht hinwegkommen. Aber ich will es auch gar nicht. Welch ein großes Glück ist es doch so zu lieben und geliebt zu werden.


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      Meine Güte, was für traurige Geschichten..... Als ich den Thread gesehen habe traute ich mich erst gar nicht ihn zu öffnen.... Bei so vielen traurigen Schicksalen sind mir gerade beim lesen die Tränen gekommen... :cry:

      Ziemlich genau vor 2 Jahren, ich war auf der Arbeit, bekam ich einen Anruf meiner Schwester.... "Papa ist im Krankenhaus! Verdacht auf Schlaganfall!" Ich konnte dann sofort gehen und ins Krankenhaus fahren. Der Verdacht bestätigte sich und nach den Untersuchungen stand fest, es ist ein Schlaganfall. Es war aber nur ein leichter und so atmeten wir alle erst einmal auf. Nach 2-3 Tagen konnte er auch wieder besser sprechen, seinen linken Arm benutzen und wir dachten "alles wird gut".
      Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die Mutter meines Vaters im Alter von 54 Jahren an einem Schlaganfall gestorben ist. Sie hatte erst einen leichten und 7 Tage später einen starken.... Dieser war dann ihr Ende.
      Tja, da lag mein Vater nun. Jeden Tag bin ich nach der Arbeit zu ihm gefahren und es ging ihm täglich etwas besser.... Er selber hatte panische Angst noch einen 2. Schlaganfall zu bekommen (wegen seiner Mutter) aber wir versuchten alle ihm Mut zu machen.
      Es war Pfingstmontag und der 6. Tag nach dem Schlaganfall, das Wetter war schön und wir hatten uns alle zum Mittagessen bei meiner Mutter getroffen. Anschließend wollten wir meinen Vater im Krankenhaus besuchen fahren. Wir saßen gerade alle im Garten und schleckten noch ein Eis als das Telefon klingelte.....
      Es war das Krankenhaus...."Bitte kommen sie sofort!"
      Wir also alle in die Autos und ab zum Krankenhaus gerast. Mein Vater lag auf der Intensivstation und war nicht mehr ansprechbar.... Eine Ärztin berichtete uns, dass er einen 2. Schlaganfall gehabt habe, einen sehr starken und es wohl keine Rettung mehr für ihn geben würde..... Ich war wie gelähmt und konnte nur noch weinen....
      4 Tage hat er dann noch "durchgehalten" und ist gestorben.... :cry:
      An die kommenden Tage kann ich mich nur noch schemenhaft erinnern..... Es musste viel geregelt und organisiert werden und wir Kinder haben unserer Mutter das meiste davon abgenommen. Aber alles Geschah wie in einem Film wenn ich mich heute daran erinnere. Ich stand komplett neben mir und bin ständig in Tränen ausgebrochen. Das konnte doch alles gar nicht sein?! Mein Papa doch nicht?! Er war doch erst 63 Jahre alt!!!! Und ich doch erst 27 Jahre! Eltern sterben doch erst wenn die Kinder älter sind?!
      Die ersten 6 Monate danach bin ich ständig in Tränen ausgebrochen, bei jeder Gelegenheit. Inzwischen geht es mir gut, ich vermisse ihn zwar wahnsinnig aber ich glaube ich kann damit heute relativ gut umgehen. Jedenfalls so lange bis dieses Thema nicht angesprochen wird...oder ich so traurige ähnliche Schicksale höre oder lese....
      So, bevor ich mich jetzt hier noch depressiv schreibe höre ich lieber auf! Die Sonne scheint und es ist ein schöner Tag! Ich drück euch alle mal ganz dolle!
      Liebe Grüße,
      Tanja
      Mein herzliches Beileid

      also ich kenn das auch mein opa war auch mein ein und alles aber ich habe mich an meinen katzen und später an meinen kindern wieder und immer wieder hochgezogen und abend wird es dann immer wieder schwer denn vor kurzen ist der opa meines mannes verstoprben und nun sind wir beide abends so geknickt sonst hat er mich immer aufgebaut nun müssen wir es zusammen durchstehn und glaub mir so wirst du deinen opa nie vergessen aber behalte ihn immer in guter erinnerung denn solche erinnerungen kann dir keiner nehmen mir wurde früher immer gesagt als mein kleiner bruder verstorben war als ich 10 war das der hellste stern am himmel mein bruder sei und so hatte ich jeden abend zum himmel hochgeschaut und habe mich gefreut ihn zu sehen gut das klappt heute nicht mehr sio gut wie früher aber vieleicht hilft es dir
      Geht Ihr eigentlich oft auf den Friedhof? Ich war seit der Beerdigung noch nicht einmal da. Habe Angst dass dann alles wieder aufsteigt und ich wieder so entsetzlich traurig werde.


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      Wie ich bereits sagte, war auch ich seit der Beerdigung meines Dad´s nicht mehr auf dem Friedhof, auch, weil ich Angst vor einem weiteren Zusammenbrauch habe :confused:
      Aber im Grunde genommen weiß er ja auch so das ich bei ihm bin und ihn immer in meinem Herzen habe :|
      Liebe Grüße von Hexe, Speedy und Dosine Diana :biggrin:

      Ehrlich währt am längsten :wink:
      Also ich gehe sehr selten auf den Friedhof. Die erste Zeit war ich so gut wie gar nicht dort. Inzwischen fahre ich zu den Geburtstagen hin. Zu seinem oder meinem. Er war immer der erste der mir zum Geburtstag gratuliert hat. Oft klingelte sogar am Wochenende schon um 7 Uhr das Telefon... :rolleyes: Jetzt fehlt es mir natürlich. Darum fahre ich dann immer ganz früh auf den Friedhof, damit er immer noch der Erste ist....
      Ich bin auch nicht regelmäßig auf dem Friedhof!
      Aber mein Papa hätte das auch nicht gewollt, er wäre eh viel lieber Anonym Beerdigt worden weil er fand das der Freidhof ein Ort ist wo nur die Hülle liegt aber die Seele bei den Menschen ist die er liebt!
      Nunja, ich habe ihm erst letztes Jahr...ganze 7 Jahre nach seinem Tod einen Grabstein machen lassen können, weil vorher immer das Geld dafür fehlte.
      Und das war auch das letzte mal das Ich bei ihm war, es war...als wäre er nochmal gestorben als Ich seinen Namen auf dem Grab laß was die ganzen Jahre ohne Namen war :sad:
      Original von nessi
      Ich bin auch nicht regelmäßig auf dem Friedhof!
      Aber mein Papa hätte das auch nicht gewollt, er wäre eh viel lieber Anonym Beerdigt worden...


      Das wollte mein Vater auch so, aber ich konnte ihn diesem Wunsch leider nicht erfüllen, da ich kein Geld für die Beerdigung hatte und seine anderen 4 Töchter das eh alles nicht interessiert hat :angry:
      Er sagte immer: wenn ich tod bin, wirst du auch so an mich denken, ich möchte nicht das jemand gezwungen ist auf den Friedhof zu gehen und mein Grab zu pflegen, Blumen brauche ich auch keine, wenn ich nicht mehr bin.
      Es tut mir im Herzen weh das er nicht so beerdigt werden konnte, wie er es wollte.
      Er wollte auch nicht in einem Sarg unter die Erde und von Würmer zerfressen werden, sondern verbrannt werden, und auch das war nicht möglich (danke liebe Staatsanwaltschaft, die einfach unfähig war rechtzeitig in die Pötte zu kommen :evil:).
      Wenn ich daran denke werde ich fruchtbar traurig, wenn ich mir vorstelle ich habe einen letzten Wunsch und dieser kann mir nicht erfüllt werden ... :cry:
      Liebe Grüße von Hexe, Speedy und Dosine Diana :biggrin:

      Ehrlich währt am längsten :wink:
      Das Grab meiner Mutter konnte ich das letzte Mal leider vor zwei Jahren besuchen - sie ist in Bonn beerdigt und ich lebe schon lange mehrere hundert Kilometer entfernt.
      Zwei meiner Brüder waren noch nie (!) am Grab meiner Mama - sie können's einfach nicht.
      Ich glaube, die Konfrontation mit dem vertrauten Namen auf dem Grabstein und die Gewissheit, dass die Mutter dort in der Erde liegt ist einfach zu schmerzhaft.

      Als junges Mädchen haben mir die Zwiegespräche am Grab meiner Mutter oft geholfen.
      Dort zu stehen - die Stille drum herum - und mein Herz auszuschütten hatte etwas "befreiendes". Aber jeder Besuch am Grab endete mit vielen, vielen Tränen...

      Es braucht sich niemand zu schämen, der den Gang ans Grab eines geliebten Menschen nicht wagt - der Schmerz kann überwältigend sein.
      "Die Katze ist das Meisterstück der Natur" (Leonardo da Vinci)
      Mir laufen grad die Tränen weil ich schon wieder daran denke wie ich dort stand und diesen Sarg in die Erde gleiten sah. Er fehlt mir so, seine Frage jede Woche "na was macht Felix". Und nun hält nächsten Samstag Honey hier Einzug- Ich hoffe er passt von oben gut auf uns auf bis wir uns irgendwann wiedersehen.

      Opa, Du fehlst mir so, Dein Tod hat ein riesen Loch in mein Leben gerissen :sad:


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      16. Mai 2007 - 1 Jahr ist es nun her dass Du tot bist, dass Du von dieser Erde gegangen bist. Ich vermisse Dich immer noch so sehr Opa!

      gratefulness.org/candles/message.cfm?l=ger&cid=3385079


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nickyyy“ ()

      ich :hug: dich mal ganz dolle... weiss wie du dich fühlst,obwohl es schon ne ganze weile her ist als mein opa starb.ich wollte es nicht warhaben dass er krank war,er hatte bauchspeicheldrüsenkrebs...nur die wenigsten überleben 1 jahr,so der chefarzt..mein opa schaffte es aber über ein jahr noch zuüberleben...sylvester hat mein opa geburtstag..ich wollte unbedingt mit meiner freundinn nach polen..ich war 14..die ganze familie sagte mir dass es der letzte geburtstag sein würde..ich wollte es nicht glauben und ich seine einzigste enkeltochter war an seinem letzten geburtstag nicht bei ihm..ich schäme mich so dafür und würde mir manchmal die zeit zurrück wünschen um meinem opa lebe wohl zusagen.ich war zu egoistisch,habe nur an meinen spaß gedacht..im februar,als ich mein zimmer umstellte merkte ich etwas komisches...ich habe die musik ausgemacht und bin zum tele gegangen,es war meine oma...mein opa sei gestorben....
      wie gerne würde ich mit ihm einmal reden oder mich bei ihm entschuldigen dass ich so egoistisch gewesen bin...

      seitdem sind viele menschen die ich mochte gestorben...das baby meiner cousine das nur 3 stunden gelebt hat,die schwester von meiner besten freundin,die nur 11 jahre alt wurde,mein opa,eine freundinn die mit 26 jahren vor genau einem jahr den kampf gegen leukämie verlor und 2 kleine kinder hinterliess..mein opa und oma aus england sind auch nicht mehr am leben.

      Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit,
      der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.

      (autor unbekannt)
      liebe grüße jacky
      Liebe Nickyyy,

      also wird es nicht so schnell vorübegehen, dieses Gefühl des "alleine zurück bleiben"? Vor nun einem halben Jahr verlor ich meine geliebt Granni. Wir hatten leider nicht das Glück uns verabschieden zu könne, wobei ich denke sie hätte es sich so gewünscht. Am Donnerstag Abend rief sie mich noch an und ich sagte ihr, dass ich mir zu Weihnachten nichts wünsche außer mit der ganzen Familie mal wieder einen schönen Abend und Tag zuu verbringen. Am Freitag kochte sie noch Mittag und ist dann irgendwann einfach zusammengebrochen. Als meine Tante sie fand, war sie jedoch wieder bei Bewusstsein, doch sie sollte die Nacht nicht überlegen. Sie sollte morgens um 1 Uhr nochwas operiert werden, aber dafür hatte sie nicht mehr genug Kraft, so dass sie während der OP starb. Nachdem ich meinen Opa nie kennenlernen durfte und meine anderen Großeltern nur die Hölle sind, habe ich also am 11.11.2007 meine einzige Oma verloren. Ich kann den Tag jetzt schon ohne Tränen überstehen, aber immerwieder wenn ich an sie denke, kann ich trotz vieler guter Erinnerungen dies nicht ohne Tränen tun. Nur der Glaube an sie und daran, dass sie jetzt da oben sitzt und mich bewacht, tröstet mich. Das ist das größte Geschenk das sie mir machen konnte.
      Ich hoffe du hast auch genug Glaube, um das Richtige darin zu sehen. Deine Franzi!
      Leo und Lisa unsere zwei Liebsten!
      Das Richtige im Tod meines Opas sehen? Puh, das ist nicht so einfach. Ich schreibe einfach mal, auch wenn ich nicht weiß, ob es jemand liest/lesen will.

      Meinen Vater, den ich nur Erzeuger nenne, kenne ich nicht. Er war weg als ich 2 war und da hat man einfach keine Erinnerungen dran. Ergo kenne ich meine Großeltern aus dieser Richtung nicht. Somit hatte ich nur meine Mutter, meine Oma und meinen Opa, also die Eltern von ihr. Meine Oma ist jedoch kein sehr guter Mensch, mein Opa hat 48 Jahre unter ihrer "Fuchtel" gelitten und war schon immer zu schwach sich von ihr zu trennen. Er hat es akzeptiert, dieses Leben, ohne sich zu wehren. Er definierte die Welt als Weh Elend Leid Tod. Ich bin fest davon überzeugt dass er starb bzw auch so krank wurde weil er keine Kraft mehr hatte, er wollte dieses Leben nicht mehr. An so vielen Tagen hab ich ihn inständig gebeten, als er schon im Krankenhaus lag, doch etwas zu essen. Ich kam oft zu irgendeiner Mahlzeit damit er wenigstens ein bisschen was aß. Für mich. Aber ich wusste von Anfang an, dass uns die Zeit davonrannte, ich wusste, dass es ein Abschiednehmen ist. Ich dachte nur, es würde etwas länger dauern. Er fehlt mir noch immer so sehr. Mehr als jemals zuvor eigentlich. Mich verfolgt ganz schlimm unser letztes Aufeinandertreffen. Es tat so unheimlich weh und es hat mir gezeigt, wie sehr er gebrochen war im Inneren, wie sehr er unter meiner Oma gelitten hat. Ich schreibe es hier nieder, vielleicht hilft es mir, auch wenn es wirklich privat ist. Ich besuchte ihn montags abends. Am Wochenende war ich fort gewesen, ich könnte ihn also nicht sehen. Von freitags abends bis montags abends hatte sich sein Zustand rapide verschlechtert, er stand unter Morphium und ich möchte fast sagen, dass sein halber Geist schon nicht mehr auf dieser Welt war, ich sah es an seinen Augen, ich merkte es an seinem Reden. Ich war zum Abendbrot da. Als ich ihm ein Stückchen Brot anreichen wollte, bekam er auf einmal fürchterlich panische Augen. Er fing an zu schreien und zu weinen "Paula geh weg, lass mich in Ruhe, geh weg". (Meine Oma heisst Paule). Ich war total durcheinander, das war heftig. Also verließ ich diesen Raum. Und da rief er mir weinend hinterher "Paula, Paula komm zurück". Versteht Ihr nun, was ich meine? Sie hat ihn kaputt gemacht, aber er konnte auch nicht mehr ohne sie. Das war unser letzter Abend, so hab ich ihn zuletzt erlebt. Es tut weh, aber doch zeigt es mir auf, dass ich Recht habe, dass sie ihm sein Leben zur Hölle gemacht hat und er nicht mehr wollte. Er hat nun seinen Frieden vor ihr und das ist das einzig Gute, was ich in seinem Tod sehe. Er hat keine Qualen und keine Schmerzen mehr.
      Meine Mutter ist ein gänzlich anderer Mensch als ich, seit Opa tot ist bekomme ich eigentlich immer mehr zu spüren, dass sie mir die Schuld gibt mit ihrem Leben nicht glücklich zu werden. Sie schimpft über meine Oma, was für ein gemeiner Mensch sie war und ist und doch wird sie jeden Tag mehr so. Total ichbezogen, absolut kritikunfähig, Schuld haben immer die anderen. Das alles erschwert es nur noch mehr, denn ich bin nun 26 und habe keine Familie mehr. Mein Opa war immer für mich da, immer. Und nun kann ich nur noch mit ihm reden, wenn ich abends im Bett liege. Ich versuche zu glauben dass er mich hört und ich versuche noch mehr zu glauben dass wir uns irgendwann wiedersehen und dass wir beide dann glücklich sind, dass uns keiner mehr das Leben schwermacht.

      Opa, Du fehlst mir so sehr. Pass auf mich auf, ich liebe Dich!


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nickyyy“ ()

      Das klingt alles ziemlich traurig, aber ich denke du wirst ihn wiedersehen. Ich kann das kaum nachvollziehen, da ich in einer absolut intakten Familie aufgewachsen bin (nur meine Großelern sind unerträglich, aber ich muss sie ja nicht sehen, ihnen liegt ja auch nichts dran). Aber gerade, weil unsere Familie so intalt ist und war tut es weh ein so wichtiges Mitglied zu verliehren. Es tut weh die eigene Mutter weinen zu sehen oder zu sehen, wie meine 45 jährige Tante sich einen neuen Lebensinhalt schaffen muss und ihn doch wieder in alten Makeln zu suchen. Dazu muss ich kurz erklären, dass meine Tante seid 22 Jahren (seid dem Tod meines Opas) bei meiner Oma gewohnt hat. Sie hatte seither keinen Lebenspartner mehr etc. und auch Freundschaften boten sich sehr selten, weil eben diese Verbundenheit schwer für andere nachvollziehbar ist. Da meine Granni ohne Zweifel auch ein sehr einnehmender Mensch war, hatte meine Tante auch meistens genug zu tun, um sie zu fahren (Einkauf, weil im Alter hatte mein Oma Rheuma) oder auch einfach etwas mit ihr zu unternehmen. Nun fehlt ihr natürlich der wichtigste Lebensinhalt und so sehr wir es auch wollen, wir können diesen Lebensinhalt nich füllen.
      Ich gehe sehr selten auf den Friedhof, ich war glaube ich seid ihrer Beerdigung 3 Mal dort), weil meine Oma für mich bei mir zu Hause ist. Sie hat einen festen Platz auf der Komode neben dem Schrank und jedesmal wenn ich das Bild ansehe, denke ich an sie, auch an uns und wenn meine Tränen dann rinnen kommt Leo und/oder Lisa an und kuscheln sich fest an mich.
      Aber sie war eine sehr gläubige Frau, wenn auch nicht altmodisch, aber sie hat mir eben diese Vorstellung immer da zu sein, beigebracht.
      Leo und Lisa unsere zwei Liebsten!
      Ich habe mal eine Frage: Mein Opa ist im Mai ja schon unglaubliche 2 Jahre tot. Meint Ihr man darf als immer noch trauernde Enkeltochter einen kleinen Krank niederlegen auf dem steht "ich vermisse Dich" ? Oder gehört sich sowas nicht? Mir wird im Moment immer wieder der ganze Krankenhausaufenthalt vor Augen geführt, die schlimme Zeit und die Gewissheit, dass er dort nicht mehr rauskommen wird. Ich selbst werde 2 Tage vor seinem 2.ten Jahrestag operiert, ich habe einen Knoten am Hals und manchmal habe ich Angst dass es mich soviel früher erwischt als ihn. Ich möchte ihn ja wiedersehen, aber nicht jetzt schon. Er ist bereits vor 20 Jahren schon 2x an Krebs erkrankt, aber da war er 58, ich bin 27. Ich habe so große Angst. All das beschäftigt mich sehr, ich möchte ihm etwas an seine letzte Ruhestätte legen.

      Grüße, Nicky


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.