Prägung - Sozialisierung - ist das Alles ?

      Prägung - Sozialisierung - ist das Alles ?

      einige Male ist mir schon die Meinung unter gekommen als wenn Prägung und Sozialisierung alles ist was einen Hund ausmacht.
      Was ist das nur für ein Denken ? Diese Phasen sind sehr wichtig für
      einen Hund ebenso die Erziehung aber es gibt nun einmal Rasse mit
      - typische Merkmalen. Viele Probleme mit Hunden entstehen doch erst
      durch Menschen, die sich in eine bestimmte Rasse vom Aussehen her
      verlieben aber garnicht berücksichtigen für welche Zwecke sie gezüchtet wurden. Border Collies sind zum hüten geboren und brauchen eine ganz andere Haltung als z.B. ein Dackel. Also ich würde
      jedem künftigen Hundehalter empfehlen erstmal eine Liste mit Punkten zu erstellen, was er sich so mit seinem Hund vorstellt zu tun.
      Ich hatte bisher einen Schnautzer-Mix, Dackel, Collie und nun einen
      Sheltie. Die Eigenschaften der Rassen machten sich immer bemerkbar !

      Also ich würd sagen ca. 60% Prägung, Sozialisierung und Erziehung
      30 % vererbte Eigenschaften und 10 % Überraschung.

      Aber 100 % kein Schwarz -Weiß - Denken

      Wer denkt ähnlich ?
      Hi!

      Ich finde, man kann gar nicht genau sagen, was einen Hund alles beeinflusst! Beim Menschen ist ja genauso.

      Die Sozialisierungsphase wird oft sehr überschätzt. Ein Hund, der während seiner Sozialisierungsphase im Tierheim war, wird nicht automatisch zum Problemhund. Genauso kann man nicht vorhersagen, welche Eigenschaften ein Hund entwickelt, nur aufgrund der Rasse. Jedes Lebewesen ist nun mal ein Idividuum und einzigartig.

      Ich finde, wenn man sich einen Hund oder egal was anschafft, muss man bereit sein, den seinen Bedürfnissen entsprechend zu behandeln, egal wie er sich entwickelt. Sonst sollte man sich kein Lebewesen ins Haus holen, man weiß ja nie was kommt!
      Was bringt es mir momentan z.B., dass ich mich mit eventuellem Jagdtrieb meines Pointer-Mixes vorher auseinander gesetzt habe, wenn ihre Ängste ein viel größeres Problem sind? Darauf muss ich jetzt eingehen und tue das gern, auch wenn ich es nicht vorher geahnt habe... :rolleyes:

      LG, Frisko
      Es ist der Tod der wie ein Stern unverhofft vom Himmel fällt....

      Lina 20.10.03 - 22.01.06
      Ich gebe montyP. absolut Recht, allerdings würde ich den Prozentsatz der vererbten Eigenschaften etwas höher als mit 30% angeben, zumindest bei den alten "Nutzhund"-Rassen.

      So haben wir sehr große Schwierigkeiten mit unserem Entlebucher, der in Hundelexika fälschlicherweise als problemlos und leicht erziehbar beschrieben wird. Dummerweise kauft man sich die teure rassespezifische Fachliteratur ja meist erst, wenn der auserwählte Hund dann da ist, und dann ist es zu spät. Wenn dann noch hinzukommt, dass der Züchter die Prägephase total verpasst hat und die Sozialisierungsphase krankheitsbedingt unterbrochen wird, hat man ein Riesenproblem, das auch Hundeschule und teure Einzeltrainer nicht lösen können und bei dem uns auch unsere fast 30jährige Erfahrung mit Hunden nicht weiterhilft. Nun ja, der Hund kann nichts dafür, da müssen wir gemeinsam durch, aber wirklich Spaß macht das nicht !!!
      Hach ja,
      Ich habe da zurzeit auch so jemanden der meint seine BorderCollie/Aussie Hündin braucht nicht so viel Beschäftigung, weil der Züchter das sagte...

      Man müsse diese nicht den ganzen Tag beschäftigen und sie lernt ja soooooooo schnell! :doh:

      :lol: Und dann kamen da immer solche Sätze: Ja die macht auch noch ganz viel qua/die lernt ja auch sooo schnell, das merkt man richtig!

      :snooty:Tja da kann man auch nicht mehr tun, als es denen zu sagen!

      Ich gebe euch recht, doch würde ich mit den Prozenten auch vorsichtig sein und mich da nicht so festlegen!
      Was die HuTr sache angeht muss ich sagen. Hat man einen Border da, mit verhaltensstörungen und der Trainer arbeitet an den Störungen finde ich das auch absolut nicht in Ordnung. Klar hat er diese wenn er in einer Fam gehalten wird welche ihn wie oben mal erwähnt wie einen "NUR Familienhund" hält!

      Dieser Begriff Familienhund, kommt denke ich klar viel auf die Prägung an( auch ererbte eigenschaft sich einem Gemischtem Rudel anpassen zu können...), aber auch darauf wie er gehalten wird. Ein Border ist bestimmt der perfekte Familienhund, :D Wenn er den Halben/ganzen Tag auf dem Feld war!

      LG
      www.hundemix.de.vu