Zahnfleischentzündung - kann man echt nichts machen?

      Zahnfleischentzündung - kann man echt nichts machen?

      Hallo ihr Lieben,

      mein Beppo ist jetzt 11 Monate alt und ich habe bei der wöchentlichen Kontrolle seiner Zähnchen bemerkt, dass sein Zahnfleischrand gerötet ist.
      Auch die Reißzähne sind leicht verfärbt
      Aus Angst, dass es schlimmer werden könnte, war ich vorgestern mit ihm beim Tierarzt.
      Die TÄ sagte, man könne da nicht viel machen. Es würde wohl immer ein Problem von ihm sein, was ihn wahrscheinlich ein Leben lang begleiten werde.
      Ausserdem sagte sie, dass Rassekatzen (er ist ein BKH) sowieso anfälliger für Zahnprobleme sind.
      Gegen die Entzündung hat er ein schwach dosiertes Cortison gespritzt bekommen, mit dem Hinweis, dass eine erneute Entzündung schon nach wenigen Wochen wieder auftreten könnte.
      Ich fragte sie, ob ich nichts vorbeugend machen kann, sie machte mir allerdings keine großen Hoffnungen. :sad:
      Ich hab eine Tierzahnbürste mitbekommen, denke aber, dass es echt schwer wird, Beppo die Zähne zu putzen.

      Kann ich echt nichts tun?
      Es muss doch eine Lösung geben.
      Es kann doch nicht sein, dass er ewig eine Zahnfleischentzündung hat, bis er vielleicht schon in wenigen Jahren keine Zähne mehr hat?!

      Ich möchte mich nicht einfach so mit der Diagnose der TÄ abfinden.

      Bitte, bitte helft mir bzw. meinem Süßen. :pray:

      Ganz lieben Dank schonmal. :smile:
      Viele liebe Grüsse von Yvonne, Gismo & Beppo

      Bella mein Engel, ich werde Dich nie vergessen!
      Heflen kann ich nicht, wünsche dir aber, dass jemand hier was weiss. Was ich weiss ist, dass es SPezialfutter gibt, das speziell auf die Zàhne wirken soll und eben grad das vorbeugen...wenn ich mich nicht täusche. Aber harre aus, die Experten kommen sicher bald. :smile:
      Unanfechtbare Wahrheiten gibt es überhaupt nicht, und wenn es welche gibt, so sind sie langweilig. Theodor Fontane
      Als ich beim TA Praktikum gemacht habe, hatte dieser auch son einen Fall:

      Man kann mit Interferon behandeln (teuer!)
      Eine Eigenbluttherapie machen (war die homöopatisch?)
      Und wenn ncihts hilft, müssen die Zähne gezogen werden.

      In meinem Buch steht:
      Behandlung langwierig, erfordet neben einer medikamentösen Therapie das Entfernen von Zahnstein und der erkrankten Zähne. Schwere Erkrankung -> Ziehen der Zähne. Achtung! -> Eine schwere Erkrankung von Leber oder Nieren kann ebenfalls Ursache für eine hartnäckige Zahnfleischentzündung oder abstoßenden Mundgeruch sein.

      Außerdem habe ich hier über einen Fall gelesen, wo das mit einer Kräutersalber wieder besser wurde!

      Hoffe, dass cih dir helfen konnte :wink:
      Die einzige, die sich über einen Muskelkater freut, ist die Katze.
      Hi ihr beiden,

      danke für eure Antworten. :biggrin:
      Also bei Beppo ist es Gott sei Dank noch nicht sooo schlimm.
      Seine Zähne sind soweit noch in Ordnung und sein Zahnfleisch war/ist gerötet, aber noch nicht eitrig.
      Ich kann mich einfach nicht damit abfinden, dass man nichts dagegen machen könne. Irgendeinen Weg gibt es bestimmt. :think:
      Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass es schlimmer wird und er Schmerzen bekommt. :confused:
      Sicher kann es sein, dass er anfällig dafür ist, jedoch muss es doch einen Weg geben, ihm zu helfen bzw. zu verhindern, dass es richtig schlimm wird.

      Was ist eine Interferon Behandlung und was kostet so etwas?

      Kennt jemand noch andere Wege?

      Verzweifelte Grüße
      Viele liebe Grüsse von Yvonne, Gismo & Beppo

      Bella mein Engel, ich werde Dich nie vergessen!
      Hallo,

      ersteinmal sollte abgeklärt werden woher diese Zahnfleischenbtzündung kommt.
      Es können Calici Viren sein, eine autoimmungeschichte, Zahnstein oder eine Plasmazellengingivitis (bei der ist die Ursache noch strittig).
      Du kannst um Plaque vorzubeugen (der begünstigt Gingivitis) die Zähne putzen oder mit Chlorhexidin spülen.
      Wenn es schlimmer wird wäre dann Antibiose (Suanatem oder Cleorobe) plus eine evt. Gingivektomie angesagt, das hängt aber immer mit der Entzündung zusammen.

      Hat dein Kater einen roten Rand entlang aler Zähne? Wenn ja spricht man von einer Redline Gingivitis.
      Zudem gibt es Katzen die auf Hormonpräperate gut ansprechen, auch eine Behandlung mit einem Softlaser hilft oftmals gut, wenn auch selten dauerhaft.
      Omega Interferon bringt nur etwas wenn es sich nachweislich (mittels Rachentupfer) um eine von Calicis verursachte Gingivitis handelt.
      Cortison ist hingegen bei Autoimmunerkrankungen angesagt und wenn dann bitte nicht als Depot sondern besser oral (das lässt sich einfach besser dosieren als die Depots).
      Die Zahnextraktion ist meist das letzte Mittel. Die hilft allerdings in den meisten Fällen.

      Zusätzlich kannst du rohes Fleisch geben, da muss Mieze richtig drauf rumklauen und es reinigt die Zähne sehr gut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lana“ ()

      Hallo Lana,

      danke für Deine Antwort. :smile:

      Er hat einen schmalen geröteten Rand um alle Zähne.
      Durch das Cortison ist die Entzündung schon etwas zurückgegangen, eine leichte Rötung ist aber immernoch da. :sad:
      Leider verschmäht er rohes Fleisch. :confused:

      Die TÄ hat mir leider null Möglichkeiten aufgezeigt. Sie sagte nur, wenn es schlimmer wird, müsse man ihm alle Zähne unter Narkose reinigen.
      Ich möchte aber nicht, dass es schlimmer wird!
      Wie sind Deine Erfahrungen mir diesem Cortison? Scheinbar hat er ja ein Depot gespritzt bekommen.
      Wie ist die Wirksamkeit? Wie oft kann / muss man so etwas wiederholen, und kann man damit wirklich dauerhaft heilen?
      Können diese Tests nach der Ursache der Zahnfleischentzündung von jeder Praxis durchgeführt werden?

      Sorry für die vielen Fragen, aber ich weiss wirlich nicht, was ich jetzt machen soll. :oops:
      Viele liebe Grüsse von Yvonne, Gismo & Beppo

      Bella mein Engel, ich werde Dich nie vergessen!
      Hallo Bella,

      einen Abstrich auf Claiciviren kann jeder TA machen. Für den Rest müsste dein Dicker in Narkose gelegt werden weil dafür eine Biopsie notwendig ist.
      Ob eine Zahnfleischentzündung heilbar ist hängt immer von der Diagnose ab.
      Wenn es nur leicht ist würde ich esa ersteinmal mit Chlorhexidin Spülungen und Rohfleisch versuchen.
      Cortison ist eigentlich ja "Vortäuschen Flascher Tatsachen" - heisst es ist ein immunsupressives Medikament. Es unterdrückt das Immunsystem und hält somit auch entzündungen in Schach. Die eigentliche Ursache bekämpft es aber nicht.
      Bei Autoimmungeschichten (die sind im Zusammenhang mit Zahnfleischentzündungen gar nicht mal so selten) ist es neben der Zahnextraktion ein sehr wirksames Präparat.
      Sprich deinen TA mal auf Presnisolon an, das sind Cortison Tabletten die viel besser zu dosieren sind als die Depots.
      Es gibt Katzen die haben ihr Leben lang Prednisolon bekommen und kommen damit sehr gut zurecht.
      Google auch mal ob in deiner Nähe ein Fachtierarzt für Zahnheilkunde ist, der wird dich da besser bereaten können.
      Generell ist Cortison gerade bei Katzen besser als sein Ruf.
      @Lana
      Bekomme ich Chlorhexidin auch beim Tierarzt?
      Ich kenne das bis jetzt nur aus der Humanmedizin.
      Und wie funktioniert das Spülen bei einer Katze?
      Darf er das abschlucken?

      PS: Danke :)
      Viele liebe Grüsse von Yvonne, Gismo & Beppo

      Bella mein Engel, ich werde Dich nie vergessen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „*Bella*“ ()

      So, hab mich über Ostern mal etwas schlau gemacht und herausgefunden, dass es in meiner Nähe eine Tierklinik gibt, die sich mit Zahnheilkunde beschäftigt.
      Ich hoffe sehr, dass ich dort an der richtigen Adresse bin und nicht wieder abgeschmettert werde à la: "Das wird wohl ewig ein Problem des Katers sein, kann man nichts machen". :confused:

      Hab jetzt bei ebay ein Zahnpflegeset für Katzen bestellt.
      Mal sehen, ob ichs hinkriege, meinem Süßen die Zähnchen zu putzen. :think:

      Für weitere Erfahrungen von euch bin ich natürlich seeeeeeehr dankbar. :wink:
      Viele liebe Grüsse von Yvonne, Gismo & Beppo

      Bella mein Engel, ich werde Dich nie vergessen!
      Geh doch zur Klinik!
      die wissen bestimmt mehr!
      Und ich hoffe dass es deiner Mieze besser gehen wird. :smile:
      Man kann mit einer Tier-Zahnpasta(das gesalzen schmeckt)
      die Zähne einer Katze putzen.
      Doch ich rate dir in diese Klinik zu gehen. :wink:
      Dort sind bestimmt Experten!Bis dahin noch...

      Viel,viel,viel Glück!!!
      _____________________________________________
      Katzen sind mein Leben! :angel: :angel: :angel: :angel: :pray: :pray: :biggrin: :biggrin: :D :tongue: :tongue: :lol:

      RE: Zahnfleischentzündung - kann man echt nichts machen?

      Hallo Bella,
      mein Kater, mittlerweile 6 Jahre alt, hat das gleiche Problem. Mittlerweile hat er schon 5 Jahre Cortison bekommen, 5 OP´s gehabt. Nun kriegt er kein Cortison mehr, denn dann würde er bald an Nierenversagen sterben. Ich behandle das jetzt mit Akupunktur, und was soll ich sagen: Er hat keine Probleme mehr.
      Das hat sogar meinen Tierarzt überzeugt. Mein Vrteil ist eben, dass ich Tierakupunkteurin bin, aber ich kann DIr nur empfehlen, DIr da jemanden zu suchen. Ist zwar im ersten Moment etwas teurer als das Cortison, aber Dein Tier lebt dann auch länger, denn Cortison senkt die Lebenserwartung. Hat mein TA auch gesagt.
      alternativ heilen mit Tierakupunktur.
      Mehr Infos? www.Tiercoach.de
      Wiso um alles in der Welt wird überall und immer behauptet Cortison würde das Leben einer Katze drastisch verkürzen?
      Das stimmt so nicht.
      Wenn man ständig eh vollkommen überdosierte Depots spritzen lässt ist es klar das Nebenwirkungen damit produziert werden.
      Aber ich kenne etliche Katzen die trotz einer teilweise fast lebenslangen, wohldosierten oralen Cortisongabe sehr alt wurden.
      Natürlich hat Cortison Nebenwirkungen, nur müssen die nicht immer auftreten und bei Katzen treten weitaus seltener Nebenwirkungen auf als bei anderen Tieren, zB. Hunden.
      Man sollte auch immer auf die möglichen Nebenwirkungen hinweisen, aber bei bestimmten Erkrankungen (gerade was autoimmungeschichten in der Mundhöle betrifft - da helfen die oftmals bei ähnlichem KHB der Haut eingesetzen Hormone nicht immer -) geht es nicht ohne die Erhaltungsdosis Prednisolon.

      Ich bin weißgott kein Verfechter von Kortikosteroiden aber bei bestimmten erkrankungen (indolentes Ulcus, ect) geht es nicht ohne.

      Ich habe auch bestimmt nichts gegen alternative Heilmethoden, wenn sie helfen ist das klasse.