Halti auch für den Yorkie?

      Halti auch für den Yorkie?

      Hallo zusammen

      Mein Yorkie ist jetzt etwas über 1 jahr alt.
      Das Bei Fuß gehen klappt nur bedingt.er macht es aber nach zwei sekunden lässt er es wieder.Ohne leine klappt es besser,aber nur bedingt.Außer ich halte ihm leckerchen vor die nase.
      Zudem rennt er weg wenn er andere hunde sieht.da kann ich rufen wie eine blöde,er reagiert nicht drauf.das könnte irgendwann ja auch mal böse ausgehen.
      daher meine Frage ob ein halti vielleicht zur unterstützung beitragen kann.
      Bei großen hunden ist das vielleicht einfacher,weil die etwas größer sind,aber ein yorkie ist ja nunmal klein,meint ihr es könnte funktionieren.
      ich bin nämlich langsam am verzwifeln und lasse ihn nur frei laufen wenn kein anderer hund in der nähe ist.

      gruß steffi
      Hallo Steffi,

      ehrlich gesagt habe ich noch nie einen kleinen Hund mit einem Halti gesehen !

      Besuchst du mit ihm denn eine Hundeschule ?
      ich finde mit einem Jahr kann es auch noch nicht so perfekt mit dem bei Fuss laufen klappen. Bei meiner wurde es ab dem 2. Lebensjahr erst gut. Das Fuss laufen war mir persönlich auch nur wichtig, wenn wir an Fußgängern, Kindern o.ä. vorbeigehen.
      Das er nicht hört, wenn du ihn rufst und er lieber zu anderen Hunden läuft hängt auch mit der Bindung zusammen. Dann müßte ein Schleppleinentraining her.
      Für meine waren andere Hunde auch immer das tollste und ich habe sie in dem Alter gar nicht erst gerufen, weil sie sowieso nicht kam. Ich fand es ja auch so süß wie sie dann immer spielten. Bis sie eines Tages mal ein Pferd auffordern wollte und hochbellend um dieses herumhüpfte. Zum Glück kannte das Pferd Hunde und blieb ganz ruhig. Ein Tritt hätte genügt ...
      Dann mußte etwas passieren. Obwohl wir immer Hundeschule gemacht haben, treten doch trotzdem Fehler auf.
      Wir haben dann an der Bindung gearbeitet und Schleppleinentraining gemacht.

      Also nicht verzweifeln, wenn er mit einem Jahr noch nicht perfekt bei Fuss läuft. Täglich weiter üben !
      Liebe Grüße von Jana

      Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Menschen.
      Ernst R. Hauschka
      Hi Steffi,

      also ganz so wie z.B. Zawinul oder Jana seh ich das nicht... :think:

      Also wir haben ja einen 1,5 Jahre jungen Dackel und mit ihm sind wir seitdem wir ihn bekamen (9 Wochen) in die Hundeschule gegangen (erst Spielstd, dann Gehorsamstraining).

      Dort wird überwiegend mit "Halti" oder dort eben Kopfhalfter genannt gearbeitet.
      Auch für unseren Paul wurde es uns empfohlen. Allerdings haben wir uns dagegen entschieden- haben ein Vierteljahr versucht ihm das Ding "schmackhaft" zu machen (auch im wahrsten Sinne, mit allen Mitteln).
      Aber kaum hat er das Ding gesehen>>> :snooty: :snooty: :snooty:

      Wir haben das mit dem Fussgehen jetzt auch ganz gut ohne hinbekommen. Allerdings denke ich schon, dass es mit einem Kopfhalfter schneller gegangen wäre.

      Find nicht, dass sowas nur dazu dient um Kräfte auszugleichen zwischen Mensch und Hund, sondern um einen Hund möglichst "einfach" und ohne Leinenimpulse übers Halsband o.ä. zu erziehen.

      Also, warum nicht einfach mal ausprobieren??! :angel:

      Kenne in unserer HuSchu viele kleine Hunde (Jack Russel, Dackel, usw) die mit Kopfhalfter erzogen werden...und prima Erfahrungen haben.

      Langer Rede... :whistle:
      Liebe Grüße von Tina mit Dackel Paul :whistle:
      hi
      wenn ich meiner golden retriever hündin das halti raufgeb dann wirft sie sich auf den boden und versucht es mit allen mitteln abzustreifen
      nur wenn ich ihr jede sekunde ein leckerli zustopf geht es halbwegs
      doch sobald sie für einen moment kein leckerli hat bäumt sie sich wieder auf und versucht alles
      was kann man dagegen tun
      danke für antworten
      lg
      @Sissi
      kein Halti benutzen

      @Tina

      Was ist das denn für eine Methodik "überwiegend" mit dem Halti zu arbeiten? Ein Halti macht aus trainerischer Sicht nicht viel Sinn. Es ist ein Zwangsmittel und wie bei allen Zwangsmitteln scheinen sie gut zu funktionieren, aber der Hund entwickelt eine überaus negative Haltung zu diesem Gerät. Mit Clicker und Leckerlis bekommt man einen Hund, der sich auf das Training freut. Da muss man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie man dem Hund die Abneigung gegenüber dem Ding nimmt. Außerdem ist es ziemlich schwierig das durch das Halti erzeugte Verhalten auch ohne Halti zu bekommen, da das Halti - wie die meisten Zwangsmittel- zum diskriminativen Reiz wird. Der Hund erkennt also in kürzester Zeit, dass seine Kopf nicht kontrolliert wird, wenn ihm das Halti nicht umgebunden wird. Und was macht man dann?
      @Zawinul

      die "Methodik" wie du es nennst, dass überwiegend mit Kopfhalfter gearbeitet wird soll meinen, dass nicht jeder in dieser Hundeschule es anwendet (dazu gehören ja auch wir), aber die meisten...>>> daher "überwiegend"!

      Wie bringst du deinem Hund bei, neben dir zu laufen?
      Über Leinenimpulse? Trägt er dabei ein Brustgeschirr oder Halsband?
      Oder funktioniert das bei dir über den Clicker?

      Ich bin der Meinung, dass alles irgendwo auch einen negativen Beigeschmack hat (Halsband, Brustgeschirr, Halti usw).

      Ich denke es sollte einfach jeder für sich und seinen Hund die beste Lösung finden, ganz individuell.

      Es gibt viele die ich kenne, die mit ihrem Hund und Halti gute Erfahrungen gemacht haben. Der Hund akzeptiert das Kopfhalfter auch ohne dass ihm Leckerlies oder ä. ständig zugefüttert werden.
      Die Hunde gehen nach einiger Zeit Training sowohl mit als auch ohne Kopfhalfter bei Fuß.

      Wie gesagt, muss jeder selbst entscheiden! :biggrin:
      Liebe Grüße von Tina mit Dackel Paul :whistle:
      Ich bin der Meinung, dass alles irgendwo auch einen negativen Beigeschmack hat (Halsband, Brustgeschirr, Halti usw).


      Das kann man leider überhaupt nicht vergleichen, ein Halti simuliert für den Hund einen dauer Schnauzengriff, also DIE "natürliche" Form von Strafe überhaupt. Halsband oder Geschirr sind dagegen vielleicht unbequem und schränken die Bewegungsfreiheit ein, haben aber in garkeinem Fall eine so negative Wirkung auf den Hund wie ein Halti!
      Mein Hund trägt zwar ein Brustgeschirr, aber das hat mit dem Training des Verhaltens "Fuß" nichts zu tun. Ich habe dieses Verhalten mit dem Clicker geformt. Die Leinenführigkeit hab ich über die Stehenbleib-Methode erreicht.

      Ich habe beim Formen des bei-Fuß-Gehens keine Art von Zwang angewendet. Mein Hund war nicht mal an der Leine. Deswegen kann von einem "negativen Beigeschmack" nicht die Rede sein.

      Übrigens kann ich die Einstellung, dass man die Trainingsmethode je nach Hund wechseln sollte, nicht unterstützen. Ein gutes Training sollte (fast) jeden Hund motivieren können und weitestgehend stressarm sein, dann kann auch jeder Hund damit trainiert werden.
      Hi,
      Original von Motzkopp
      [Das kann man leider überhaupt nicht vergleichen, ein Halti simuliert für den Hund einen dauer Schnauzengriff, also DIE "natürliche" Form von Strafe überhaupt.

      Gewagte These zumal viele die Ansicht vertreten, dass noch nicht einmal der Mensch einen Schnautzengriff simulieren kann d.h. der vom uns angesetzte Griff wird vom Hund nicht als Schnautzengriff interpretiert.
      Ich habe zwar noch nie ein Halti angewendet, jedoch in einem Film zu Tellington Touches von Linda Tellington Jones ist die richtige Anwendung und zwar beim Führtraining zu sehen und da kann ich nichts bedenkliches , auch beim Einsatz bei kleinen Hunden, erkennnen...

      Grüsse
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)
      Hm ich kann jetzt eure ansichten nicht ganz erkennen g, aber ich bin ebenfalls der meinung, das Halti hat etwas negatives, aber nicht wie Halsband und Leine!

      Und ich kann mir gut Vorstellen, das ein Hund der das "bei Fußgehen" mittels Halti gelernt hat es später mal nicht gern tun wird!
      Ebenfalls empfinde ich das Halti als etwas unpraktisch, da ich ja nicht Immer nur mit Halti bei Fuß gehen wollen würde!

      Bei Problemen mit Artgenossen, und auch mit eher positiver Verstärkung nicht erreichbare Aufmerksamkeit wäre ein Halti wohl Hilfreich (hoff ich habs richtig ausgedrückt)!

      Dennoch ist es schön und es müsste realisierbar sein, seinen Hund sehr unzwanghaft wie Zawinul es sagt zu erziehen, zu formen!
      So hab ich meiner Nana, das "bei Fuß gehen" beigebracht indem ich sie indirekt mit Leckerchen an meiner Seite gehalten habe, somit auch Augenkontakt aufgebaut habe! Das ganze auch ohne Leine! Sie findet jetzt bei Fuß gehen totaaal toll. Was mit einem Halti eher nicht so wär!

      Dennoch geht es hier ja nicht um Halti zum "bei Fuß gehen" lernen, sondern um Halti auch für den Yorkie!

      Ein Halti würde ich nicht für den Yorkie einsetzen! Ich könnt mir vorstellen ihm so ziemlich weh tun zu können! Somit ich eigentlich die Aufmerksamkeit durchs Halti etwas auf mich ziehen wollen würde, und mir für einen so kleinen Hund etwas anderes zu überlegen als ihm den Kopf so hoch zu reißen!

      LG Liz und Nani
      www.hundemix.de.vu
      hi
      also mein hund zieht ununterbrochen an der leine
      ich habe eine rollleine
      auch habe ich schon alles versucht
      z.b. immer stehen bleiben wenn sie zieht oder zurücklaufen oder sie immer wieder herkommen lassen
      aber das ist ihr total wurscht und jetzt habe ich mir gedacht wenn ich ihr das halte umgeb und ne extra leine nimm und sie am halti befestige und sie zieht dann dann nehme ich die andere leine und zieh ihr auch den kopf rüber
      weil das müsste ihr ja unangenehm sein oder
      vielleicht lernt sie es so
      achja ich geh übrigens mit nem geschirr spazieren
      lg und danke für antworten
      @ Sissi

      Hi, die Rollleine verstärkt das Ziehen!!! (denn ohne ziehen rollt die sich ja nicht aus)

      Kauf Dir bitte eine andere Leine (Leder oder so) und fang dann noch mal von vorne an.

      - Entweder mit Leckerchen neben Dir führen,
      - stehen bleiben und erst weiter wenn Leine locker ist
      - was auch gut klappt benutz einen Marker (Wort zB schadeee) in Kombination mit umdrehen und in die andere Richtung gehen.

      Zu Deinem Halti-Gedanken vergiss das so mal ganz schnell!!

      Ein Halti soll für den Hund nicht unangenehm sein. Um mit einem Halti vernünftig arbeiten zu können braucht man eine genaue Einweisung.

      Die steht nicht auf der Verpackung!!!!!!!!!!!!

      Ein Halti kann schon sinnvoll eingesetzt werden und der Hund kann durchaus auch mit Halti gerne arbeiten. Kommt halt auf das Team an und wie der Hund an das Halti rangeführt wird. Wir haben in der Hundeschule alle Erziehungshilfen kennengelernt und damit gearbeitet, wobei die Vorarbeit bis überhaupt die Leine ans Halti kam 1 Woche gedauert hat.

      Meine Hündin geht mit oder ohne Halti gleich, auch über den Agility-Pacour. Da sie optimal aufs Halti vorbereitet wurde hat sie da NULL Probleme mit.

      Nur so wie Du denkst Halti drauf und ich zieh denn mal funktioniert das NICHT.
      Gruß Elisa
      Hallo Frauchen1983,

      es ist sehr schwierig bei so kleinen Hunden mit Halti zuarbeiten, daher solltest Du Dir das wenn von einem erfahrenen Ausbilder zeigen lassen.

      Ich würde in Deinem Fall die Bindung verstärken, sodass der Hund Dich viel ansieht und mit dem Kleinen doch lieber Clickern ( mit dem Dackel ging das leider nicht, da er taub war).

      Clickern hätte auch den Vorteil, dass Du weniger Kreuzschmerzen bekommst "lach" das ist ja echt anstrengend bei dem Zwerg ständig Leckerchen vor die Nase halten.
      Gruß Elisa