Sie hat so viel Angst. Warum?

      Sie hat so viel Angst. Warum?

      Hallo Leute,
      ich habe ein Problem mit meiner süßen Lilli. Sie war ja noch ziemlich jung (5 oder 6 Wo.) als wir sie aufgenommen haben. Sie hat sich mit Kleo super schnell angefreundet und zwischen den beiden läuft alles bestens. Das Problem ist das sie auf andere Menschen super ängstlich reagiert. Wenn es an der Tür klingelt flitzt sie schon die Treppe nach oben, dann kommt sie auch nicht runter. Wenn mein Freund nach der Arbeit nach Hause kommt und er sie streicheln will rennt sie unters Sofa und es dauert ziemlich bis sie dann zu ihm geht. Selbst wenn meine Nichte da ist und mit Lilli spielen will wird sie angefaucht, das hat sie bei mir noch nie gemacht! Vorallem vor Männern hat sie Angst und verkriecht sich. Unsere Freunde sagen schon sie sei Psychisch gestört, aber warum macht sie das wir haben sie immer gut behandelt.
      Könnt ihr mir ein Tip geben wie man ihr die Angst nehmen kann?

      Lg Janina mit Lilli und ´Kleo
      Hi Kotek,

      unser Koda war auch ein bißchen so. Wenn jemand zu Besuch kam, dann ist er auch gleich weg gerannt und anfassen ließ er sich schon gar nicht von Fremden.
      Die Einzigen die ihn anfassen konnten waren mein Freund und ich.

      Wohnst Du mit Deinem Freund zusammen, also ich meine sieht Lilli ihn jeden Tag? Ich frage, weil wenn sie ihn nicht jeden Tag sieht, dann denkst sie vielleicht erstmal das es ein Fremder sei.

      Probiere es doch vielleicht mal mit Bachblüten oder dem Feliwey-Stecker :think:

      Bachblüten z.B. gegen Angst:

      Angst kann ausgelöst werden, wenn etwas zu plötzlich auf das Tier zukommt und es sich bedroht fühlt.
      Auch unbekannte, fremde Situationen können bei schlecht sozialisierten Tieren Angst auslösen. Auch wenn der Besitzer des Tieres ständig pessimistisch ist, alles ungerecht auf dieser Welt findet und immer erst das Schlechte erwartet, erzeugt er ein ungeheuer starkes Energiefeld, das ihn und auch sein Tier krank macht. Tiere haben sehr feine Antennen für solch negative Energien (Schwingungen), die bei ihnen viele scheinbar unerklärbare Ängste und Panikattacken auslösen können. Es gibt natürlich auch das vom Wesen her ängstliche Heimtier, das sich vor allen möglichen Dingen fürchtet und schreckhaft ist.

      Zeichen von Angst sind z.B.: Das Tier versucht, sich zu verstecken; es winselt oder heult, es zittert oder es beißt (Angstbeißer).
      Als Erstmaßnahme kann es übrigens nicht schaden, wenn Sie selbst ein paar Globuli von der Bachblütenmischung „Angst“ nehmen.
      Erfahrungsgemäß verschwindet die Angst beim Tier nicht von heute auf morgen. Geben Sie täglich 1- 2 Mal 5 Globuli ins Trinkwasser des Tieres und hören Sie auf, wenn Sie den Eindruck haben, die Verfassung des Tieres bessert sich.

      Fallbeispiel:
      Eine junge Katze wurde auf einem Bauernhof gefunden. Sie war total verhungert und verwahrlost. Frau S. erbarmte sich ihrer und nahm sie mit ins Haus. Doch die Katze saß nur unter dem Sofa, fressen tat sie nachts. Frau S. gab ihr über 2 Wochen 20 Globuli pro Tag ins Futter, und die Katze wurde zusehends mutiger. Nach 2 Wochen gebrauchte sie die Katzenklappe und stieg von da an selbstbewusst ein und aus.

      Lösen Sie entweder die Globuli in etwas Wasser auf (mit einem Plastiklöffel schnell zerkleinern) und flößen Sie es dem Tier ein oder geben Sie die Globuli direkt in die Schnauze/ den Schnabel. Das Tier muss die Globuli nicht schlucken, sondern nur die Information des Mittels aufnehmen können. Deshalb reicht es oft, bei Säugetieren die Globuli in die Lefzen zu stecken.

      10 g enthalten ca. 1.200 Globuli (Streukügelchen).
      Bachblütenmischung aus Aspen, Cherry Plum, Rock rose und Mimulus. Für Hunde, Katzen, Vögel, Nager und Reptilien geeignet. Das Produkt enthält keinen Alkohol.


      Und nachfolgend noch eine Beschreibung zu dem Feliway-Stecker
      :wink:

      Wenn eine Katze sich an einem Platz sicher und geborgen fühlt, reibt sie ihren Kopf an den Möbeln, den Ecken der Wände, an der Unterkante der Gardinen, und setzt dadurch bestimmte Gesichtspheromone frei. Diese Gesichtspheromone vermitteln Wohlbefinden, Ruhe und Sicherheit.

      Bei Veränderungen in ihrer Umgebung (z.Bsp. Umzug, Rückkehr aus einer Tierklinik, Umstellen der Möbel, neue Katzen im Haus) oder aber wenn die Katze Angst hat, kann dies leicht zu einem Zustand der Unruhe und des Stresses führen. Dieser Zustand wird oft von Verhaltensänderungen wie z.Bsp. vermindertem Spielbedürfnis und weniger sozialen Interaktionen begleitet.

      Der FELIWAY Zerstäuber imitiert diese Gesichtspheromone und signalisiert so ihrer Katze, dass sie sich in diesem Raum sicher und geborgen fühlen kann.
      Anwendungsmöglichkeiten
      FELIWAY, das Geheimnis glücklicher Katzen, hilft Ihnen stressbedingte Verhaltensänderungen Ihrer Katze zu verringern oder zu vermeiden.

      Stressbedingtes Verhalten Ihrer Katze äussert sich durch:

      - Harnmarkieren
      - Kratzen an Wänden, Möbeln etc.
      - Appetitlosigkeit
      - Erschöpfung
      - Vermindertes Spielbedürfnis
      - Weniger soziale Interaktionen

      Häufig in den folgenden Situationen:

      - Umzug
      - Nach Rückkehr aus einer Tierklinik
      - Neuer Besitzer
      - Umstellen der Möbel
      - In Ferienhäusern
      - Integration neuer Katzen, Hunde, Familienmitglieder
      - Zu viele Personen/Katzen in einem Raum...

      Kenai (+ 06.09.2005), Peanuts (+ 10.02.2006) & Koda (+ 05.03.2006) - Ich werde Euch nie vergessen! -
      Muffin, VERMISST seit 11.06.2007

      Hi!

      Hm ja ein Topbeispiel was passiert wenn ein Kitten nicht lange genug bei seiner Mutter belassen wird/belassen werden kann!
      Das Verhalten geht eindeutig auf eine fehlende/falsche Prägung und Sozialisierung im Kittenalter zurück und wird wohl nie wieder komplett auszubügeln sein :confused:

      Das einzige was euch hilft ist viel Geduld, kein Druck, kein Zwang, irgendwann wird sie vielleicht lernen das Besuch oder "fremde" Personen ihr nichts tun wollen, aber ihr werdet euch auch mit dem Gedanken anfreunden müssen eine Katze zu haben die ihr Leben lang eher misstrauisch und scheu ist...

      Ihr solltet in jedem Fall dafür sorgen das Besucher sie in Ruhe lassen, gerade wenn sie deine Nichte schon angefaucht hat sollte man aller größten Wert darauf legen das sie die Möglichkeit hat sich wann immer sie will zurückzuziehen, an einen Ort wo ihr auch wirklich keiner in die Quere kommt. Für eine ängstliche scheue Katze bedeuten ungewohnte Situationen wie z.B. Besuch, grabschende Kinderhände etc. aller größten Stress den es, will man das Verhalten abmildern, auf jeden Fall zu vermeiden gilt!
      @ naciko: mein Freund wohnt mit mir zusammen, sie sieht ihn also jeden Tag. Danke für die beiden empfolenen Mittelchen, ich werde es mal ausprobieren und :pray: wird es bischen besser.

      @motzkopp: Wahrscheinlich ist es darauf zurück zu führen, das sie so früh zu uns kam. Leider nicht mehr zu ändern. Aber für die Zukunft eine Lehre, das Alter der Kitten genaustens zu hinterfragen!

      Vielen Dank für euer Bemühen.
      Lg Janina mit Lilli und Kleo
      Hi Kotek,

      du hast hier ja von Naciko und Motzkopp schon gute Tips, bzw. eine Analyse bekommen, warum deine Maus so ängstlich reagiert.

      Es gibt leider Miezen, die sich auch zu einer ängstlichen Katze entwickeln (das liegt dann im Wesen des Tieres), wenn sie normal lange bei ihrer Katzenmami sind, aber am ehesten neigen Katzen zu Verhaltensstörungen, die sehr früh von der Mami weg mussten (warum auch immer), wie ja leider auch eure Lilli.

      Diese Tiere haben oft nicht genug Vetrauen und Selbstbewusstsein, sodass sie mit jeder ungewohnten Situation auf ihre gestörte Art umgehen. Es gibt die selbstbewussten, dominanten Katzen, die gehen freudig, neugierig auf Besucher los - dann die Miezen, die eher aggressiv sind und Besucher anfauchen und eher devote, scheue Katzen, die sich am liebsten zurückziehen und/oder reißaus nehmen - dazu zähle ich deine Lilli mal.

      Vielleicht könnte man sie Situation mit deinem Freund so lösen/bessern, dass Lilli ab jetzt immer dann ihr Futter bekommt, kurz nachdem dein Freund nach hause gekommen ist. So verbindet sie das Ankommen deines Freundes mit etwas positiven und findet es vielelicht bald ganz normal und verhält sich auch so.

      Bei fremden oder seltenen Besuchern kann man meiner Meinung nach nicht viel mehr machen, als der Katze absolute Ruhe gönnen, sie sich zurück ziehen lassen, NICHT auf sie zu gehen und sie absolut nicht beachten. Auch ihren Rückzug nicht!
      Sobald es klingelt und Lilli verschwindet, beachte sie nicht mehr, du darfst ihr nicht noch hinterher laufen oder gar sagen, was sie für ein armes Hüppferl ist, denn das bestätigt sie in ihrem Verhalten. Ignorier es einfach und verhalte dich mit deinem besuch ganz normal......irgendwann wird Lilli dann vielleicht die Neugier packen und sie wagt sich vor. Auch dann die Katze ignorieren, auch wenn du dich super freust.........sie nicht packen und auf den Arm nehme, oder gar dem Besuch präsentieren (auch wenn man das als stolze katzenmami gern möchte :wink: )........das würde alles wieder zunichte machen.

      Lilli muss einfach lernen, dass sie nicht um ihr Leben fürchten muss, wenn es mal bei euch klingelt oder sie sich gar in ihrem Revier bedroht sehen muss.
      Immerhin ist das zuhause, das revier 1ter Ordnung bei Katzen und nicht alle Katzen nehmen Eindringlinge sehr positiv auf. Wenn sie aber erst einmal gelernt haben, das der Besuch nicht bedrohlich ist, dann gibt sich das annormale Verhalten vielleicht wieder.

      Falls nicht, ok, dann müsst ihr damit leben, denn unsere Molly ist auch so ein Angsthase und mag besuch überhaupt nicht. Sie flüchtet dann und ich lass sie. Hauptsache, sie mag uns Dosis und Besucher muss sie nicht mögen :wink:

      Ach ja, bei den Bachblüten solltest du darauf achten, dass auch eine Blüte zur Steigerung des Selbstbewusstseins dabei ist. Es gibt eine fertige "Angstmischung" von Canina, manchmal sogar beim Fressnapf (hat aber nicht jeder)........ansonsten kannst du dir eine in der Apotheke anmischen lassen (aber ohne Alkohol) und sie mit einer Pipette oder aufgelöst in etwas Wasser (aber nur wenig) mit einer Einwegspritze direkt in Lilli's Mäulchen geben.

      Puh, sorry, dass ich so viel geschrieben habe :oops:
      Hallo Fiebi,
      ich werde es versuchen sie zu ignorieren wenn Besuch kommt, auch wenn es mir bestimmt schwer fällt, weil ich doch immer arg großen Mitleid mit ihr hab :sad:.
      Das mit dem Futter anbieten wenn mein Freund kommt ist auch ne gute Sache :smile:. Werde ich gleich morgen ausprobieren.
      Danke für dein Bemühen
      Lg Janina mit Lilli und Kleo
      Darf ich mal fragen, wie alt Lilli ist? Ich hab hier nämlich schon viele Fälle gelesen, wo die Katzen mit jungem Alter sehr ängstlich waren, sich das aber im Laufe der Zeit gebessert hat, allerdings da natürlich genau das gemacht wurde, was hier schon beschrieben wurde, wie Feliway-Stecker, Backblüten oder Fressen vom Freund geben lassen!