Katzen auf dem Land, eine Plage?

      Katzen auf dem Land, eine Plage?

      Ich sitz gerade hier, passe auf Luna auf, die in Narkoseaufwachphase rumtaumelt und hab nix zu tun, bzw. kann nicht weg, da hab ich mir gedacht, ich erzähle mal meine persönliche Katzengeschichte.

      Wir hatten erst einen Kate, Krümel, dann eine Katze, die beide auf misteriöse Art verschwunden sind.

      Im Sommer darauf kam eine kleine weiß grau Katze, dazu noch der Killerkater, der heir unterwegs war, und schon gab es Nachwuchs.
      Die Mutter haben wir, einfallslos, Miez getauft, die Kinder Mohr und Lissy.
      Mohr ist dann auch bald verschwunden, Lissy ist gebleiben und wir hatten wieder Katzen.
      Die kamen aber nicht auf die Idee, sich mal fangen und kastrieren zu lassen, und so kamen von Lissy dann Knuddel, Leo und Oswald dazu. Okay, das hat uns dann auch gereicht, die Kleinen haben wir zum Glück in der Wiese gefunden, und Lissy wurde zutraulicher.
      Leo verschwand mit sechs Wochen, Knuddel wurde mit vier Wochen von ihrem eigenen "Opa" geschnappt und weggeschleppt, zum Glück war jemand in der Nähe und konnte ihn so erschrecken, dass er sie fallenlassen hat, aber sie hatte ein offenes Bäuchlein und ist seitdem behindert, kann die Hinterbeine nicht mehr richtig bewegen.
      Das hat Lissy aber nicht davon abgehalten, nochmal Babys zu bekommen, und bei dieser Geburt durfte ich auch dabei sein!
      Es war wirklich ein schönes Erlebnis, und vor allem kamen mit Fleckchen, Kitty, Ludwig, Lea und Lilly auch 5 Kätzchen raus!
      Lea, Fleckchen und Kitty wurden vermittelt, Ludwig und Lilly bleiben bei uns.
      In der zwischenzeit kamen noch ein streunender schwarzer und ein schwarzweißer Kater dazu, die wir beide kastrierten.
      Dann schafften wir es, Lissy zu erwischen und zu kastrieren.
      Miez aber nicht.
      Die war zur gleichen Zeit wieder trächtig und bekam Kinder, soweit wir wissen, drei, mehr haben wir nicht gefunden.
      aber wie.
      Die erste, Riwa, lag mit knapp über drei Wochen vor unserem Fenster, ihre Mutter Miez hatte sie dort abgelegt. Erst dann haben wir gesehen, dass sie nur ein Auge hat, das andere war nicht zu finden. Schnell uzm Tierarzt und Glück gehabt, das Auge war nur schlimm entzündet aber noch intakt, ein paar Stunden später wäre es das nicht mehr gewesen.
      Weil sie noch regelmäßig behandelt werden mußte, hab ich sie behalten und mit der Flasche gefüttert, sie konnte noch nicht essen, auch nachts, und sie hat sich gut entwickelt.
      Deshalb hieß sie Riwa, weil sie unter REbe lag, aber Rewa fanden wir nicht so schön.
      Riwa wurde im September letzten Jahres mit gerade mal einem Jahr überfahren.
      Noch abenteuerlicher bin ich zu ihrer Schwester Malo gekommen.
      Ich hatte Riwa gerade ein paar Tage, als wir im Hof lautes Mauzen hörten.
      wir wohnen auf einem alten Bauernhof und suchte im alten Schuppen, der nur noch Abstellplatz war, nach dem Verursacher des Geräusches, fanden aber nichts.
      Jetzt ists ein bißchen schwer zu erklären: Der Schuppen ist zweistöckig, der untere Teil hat eine doppelte Mauer, ziwschen der ein 5-10cm breiter Spalt ist. Die äußere Mauer ist aus Sandstein, deshalb die unterscheidliche Dicke.
      Oben ist nur noch die äußere Mauer, und man kann in den Spalt hineinschauen. Das haben wir nach einigem Räumen auch getan und ein Kätzchen gesehen.
      Es war wohl in den Spalt gefallen und dann ca. 1,50 m tiefer steckengebleiben und rief jetzt um Hilfe.
      Erst haben wir versucht, von oben mit einer Stangew sie wieder hochzuschieben, aber das klappte nicht.
      Dann kam der Vater meines Freundes heim, und beschloss gleich: Wir hauen ein Loch in die Mauer.
      Ich war begeistert, würde wohl nicht jeder für ein Kätzchen machen, einfach mal ne Mauer einreißen!
      Hat auch lange gedauert, erst mußten wir im unteren Raum schätzen, wie tief und wo sie wohl hängt, dann daneben ein Loch mit Boschahmmer und Brecheisen reinhauen.
      Ich dachte die Katze dreht bei den Geräuschen durch vor Angst, aber dazu war sie viel zu schwach schon.
      Und wir hatten tatsächlich die Stelle ganz gut getroffen, ich kam mit meiner Hamd dran, aber sie hatte sich mit dem Köpfchen richtig verklemmt. Sie ist dann rausgerutscht - und tiefer gefallen. Okay, noch ein Loch. Und dann, konnte mein Freunds sie greifen. (ich hatte bei der Aktion in eine tote, halbverweste Ratte gegriffen, auch ein schönes Gefühl!)
      Gerade vier Wochen alt, total staubig, ich hab so viel dreck aus dem Fellchen gekämmt und total vertrocknet.
      Aber sie hat sich so schnell erholt ich hab sie gleich zu ihrer Schwester Riwa gebracht und versorgt, und aschon am nächsten Tag gings ihr besser.
      Den driten im Bunde, Frederic, haben wir dann auch gleich noch "sichergestell" bevor ihm das gleiche passiert wäre.
      Und Miez leiß sich immer noch nicht kastrieren.
      Sie hat noch eine Tochter bekommen, die aber sehr scheu ist und nur draußen zum essen kommt.
      Dann haben wir es geschafft, Miez zu fangen.
      Es war nicht schön, mitanzusehen, wie sie immer wieder trächitg würde, dann dünn, wir überall dir Kinder gesucht, und irgendwann saß Miez da und jammerte und die kinder waren wieder tot.
      Wir haben einfach zu viele Füchse und streunende Wildkater hier.
      Die letzte tocher von Miez haben wir noch nicht zu fassen bekommen ,sie entkommt fallen und allem was wir uns einfallen lassen.
      Und so kamen wir nochmal zu drei Babys, ganz süße Kerle, aber leider scheu und Streuner, die sich nicht zähmen lassen, wir haben sie zu spät erst gefunden.
      Zum Glück konnten wir zwei von ihnen, beides Kater, fangen und kastrieren.
      Und dann bekam ihre Mutter nochmal Kinder, die wieder an einer blöden Stelle lagen: In einem alten Gülleschlauch, ausgerechnet da, wo gerade gebaut wurde.
      Da konnte sie nicht bleiben und wurden in einer komplzierten Aktion eingefangen.
      Drei Stück, Rocky, Luna und Ting, die jetzt auch noch bei mir wohnen.

      Insgesamt haben die Eltern meines Freundes jetzt 6 Katzen im Haus, wir, leider ohne Riwa, nur noch vier.
      Draußen leben noch 5 Kätzchen die auch gefüttert werden.
      Insgesamt haben wir 8 Katzen und mit meinen beiden, die nächste Woche dran sind, 10 Kater kastriert. Geht auch ins Geld.
      Wenn alle noch bei uns wären und leben würden, hätten wir 25 Katzen.
      Und das in zwei Jahren.
      In lädlichen Gebieten geht sowas, man füttert, und schon hat man Streuner da.

      Also jeder der seine Katze bewußt Junge machen lässt: In eher ländlichen Gebieten gibt es so viele Höfe, bei auf denen Katzen immer noch erschlagen werden oder Junge ertränkt werden, weil es zu viele sind. Wir haben uns entschlossen zu sterilisieren, sonst hätten wir zusehen müssen, wie immer neue Katzen auf die Welt kommen und dann irgendwie ums Leben kommen.
      Aber das ist vielen zu teuer, deshalb bekommen sie ungebremst weiter Jungeung Junge und ertränken kostet nix.
      Da sollte man entgegenwirken, statt selbst noch mehr Katzen zu "produzieren".

      RE: Katzen auf dem Land, eine Plage?

      Original von Dageggen[/i

      Also jeder der seine Katze bewußt Junge machen lässt: In eher ländlichen Gebieten gibt es so viele Höfe, bei auf denen Katzen immer noch erschlagen werden oder Junge ertränkt werden, weil es zu viele sind. Wir haben uns entschlossen zu sterilisieren, sonst hätten wir zusehen müssen, wie immer neue Katzen auf die Welt kommen und dann irgendwie ums Leben kommen.
      Aber das ist vielen zu teuer, deshalb bekommen sie ungebremst weiter Jungeung Junge und ertränken kostet nix.
      Da sollte man entgegenwirken, statt selbst noch mehr Katzen zu "produzieren".


      Genau das ist ja immer unser Reden. :wink:
      Nur meinen viele User, wir wollen ihnen etwas. :sad:

      Liebe Grüsse
      Katzentrio
      Gesundheit und Nichtbehindertsein ist wahrlich kein Verdienst, sonder ein Geschenk, dass jedem durch eine jähe Wendung genommen werden kann.
      Hi,

      pppuuhhhh, das war aber ne lange Geschichte :wink: ... langer Rede kurzer Sinn :lol: ... kann mich da auch nur Marion anschließen das genau das ist, warum wir die User oft fragen "warum wollt ihr Kitten".
      Ich wohne auch auf dem Land und da gab es auch ein Bauernhof neben dem Anderen und Katzen über Katzen :sad:. Alles Streuner die auf den Höfen die ich kannte meist nur Milch bekommen haben, denn die gab es frisch von der Kuh :rolleyes: :confused: ... Futter nö :snooty:, zu teuer :sad: und außerdem will die Katzen ja eigentlich keiner. Diese Aussage kam dann oft oder die halten uns die Mäuse fern.

      Kenai (+ 06.09.2005), Peanuts (+ 10.02.2006) & Koda (+ 05.03.2006) - Ich werde Euch nie vergessen! -
      Muffin, VERMISST seit 11.06.2007

      Ich dachte, die lange Geschichte macht es etwas anschaulicher :wink:
      es ist echt so, jeder der sagt, ich lass meine Katze selbst Kinder machen, ich hab sonst auch noch nicht viele Katzen gefunden als ich eine wollte, der verschließt die Augen.
      Es gibt so viel Katzen, auch Katzenbabys ohne Zuhause, damit beruhigt man nur sein Gewissen, indem man die Zahl kleinredet.

      Ich hätte mir auch gewünscht, dass meine Kleine Kinder bekommt, Katzenbabys sind echt das Tollste, aber wenn man dann mal schaut, wie die Situation in den Tierheimen so ist, ist das ein, wenn auch verstänlicher, aber doch sehr egoistischer Wuinsch.

      Zu Landkatzen: Ich hatte mir mal überlegt, eine Initiative zu gründen, die sich damit befasst, Katzen kostenlos zu kastrieren.
      Es ist ja schon verständlich, nicht jeder der auf dem Land wohnt ist so ein Katzenfan wie wir und bezahlt auch gerne die ganzen Impfungen und Kastrationen, das waren mit allen Behalndlungen und Futter und allem bestimmt 1000€, in zwei Jahren!
      Ich muß mir darüber mal Gedanken machen, die Idee hatte ich schon lange...
      Mal gar keine so schlechte Idee mit dem Verein! :clap:

      Ich hab inzwischen mit vielen kleinen vorsichtigen Gesprächen erreicht das die Bauern teilweise zumindest ihre "zahmen" Katzen kastrieren lassen. V.a. die Bäuerinnen sind dafür sehr empfänglich, da sie oft das töten der Katzenjungen nicht mitansehen mögen. I

      ch bin froh hier stellenweise schon ein Verständnis für Kastration gewonnen zu haben.. und wie das so auf dem Land ist, es wird geredet, weitergegeben... :wink: Ich schätze so auf lange Sicht mehr Aussicht auf Erfolg zu haben!
      Ich hoffe auch mal engeren Kontakt zum Tierschutz in unserer Gegend zu bekommen, um evtl. hier Hilfe und Fallen zu erhalten. Mal schauen!

      Auf alle Fälle ist deine Geschichte mal sehr anschaulich was es heißt seine Katzen nicht kastrieren zu lassen! :clap:

      Lg, Silva :tongue:
      Hallo,
      zu dieser Geschichte möchte ich auch etwas sagen:

      Ich habe im Moment einen Tread hier eröffnet, weil mich zwei von solchen "Landkatzen" als ihre neue Mama auserwählt haben, weil ihre eigene sie nicht mehr haben wollte.
      Wir wohnen in einer Bauerschaft, wirklich nur Bauernhöfe um uns rum und ich weiß nicht wie viele streunende Katzen.
      Leider lassen weder mein Beruf noch mein Hobby Tierhaltung zu, da ich sehr häufig mehrere Tage am Stück unterwegs bin.
      Versuchsweise ließ ich unsere einzige Nachbarin die Fütterung der Katzen (sind immer draußen bis auf ein paar Stunden abends, wenn ich zuhause bin) in meiner Abwesenheit übernehmen.
      Ging gründlich in die Hose. Unsere Nachbarn haben selbst eine Katze, in der Tat nur als Mäusefänger, die sie noch nie!! gestreichelt haben. Einmal hatte sich die Katze ins Haus geschlichen und ich bekam mit, wie sie von unserer Nachbarin am Hinterbein aus dem Haus getragen wurde. Sie hat sich vor dem Tier geekelt, unvorstellbar, oder?
      Ein Jahr habe ich gebraucht, um dafür zu sorgen, dass das Tier gefüttert wird, an eine Kastration ist gar nicht zu denken. Dann müsste man ja mit dem Tier zum Arzt und bezahlen müsste man das ja auch! Klasse Einstellung, oder?
      Und jetzt versuche ich gerade, händeringend für die beiden Kleinen ein schönes Zuhause zu finden, wo man sich vernünftig um sie kümmert.

      Es ist wirklich traurig, dass Katzen auf dem Land nur Mäusefang- und Gebärmaschinen sind.

      Bitte entschuldigt, dass auch mein Beitrag etwas länger geworden ist, aber da kommt echt der Frust durch, wie herzlos Menschen mit Tieren umgehen...

      Viele Grüße
      Alexandra
      Ja, es ist nur schwer, wenn man heir sagt, dass man Katzen kastrieren lassen soll, dann reagieren die Leute abweisend und haben dafür kein Geld, mag ja sein ,ich kann sie ja nicht zwingen.
      Ich mußte schon viel reden, dass die Katzen nicht mehr mit Milch gefüttert werden!
      "aber der mag die so gerne, der trinkt immer ganz viel!" ja, weil er seinen Wasserhaushalt wieder ausgleichen muß wegen dem Durchfall!

      Ich denke da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, Katzen sind hier z.T. noch was anderes, wie Ratten oder so...schlimm.