Weihnachtskrieg im Einzelhandel

      Weihnachtskrieg im Einzelhandel

      Montag, 16.Oktober:
      Ein schöner Herbsttag - Noch einmal Menschen mit lockerer Bekleidung und
      Sonnenbrillen in den Straßencafes und Biergärten. Bisher keine
      besonderen Vorkommnisse in der Hauptstraße. Dann plötzlich um 10:47 Uhr
      kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "Fünf Paletten
      Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"

      Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert
      Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem
      erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

      15:07 Uhr: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und
      operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.

      16:02 Uhr: Die Filialen von Penny und Extra bekommen Kenntnis von der
      Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht
      gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 21.
      Oktober. Die
      Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

      Dienstag; 17. Oktober:

      07:30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel
      mit Rentierschlitten Stellung, während zwei Weihnachtsmänner vom
      studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren
      Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im
      gleißenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz
      kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen. Immerhin haben jetzt auch
      Karstadt, C&A und Real den Ernst der Lage erkannt.

      Mittwoch; 18. Oktober:

      09:00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

      09:12 Uhr: Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im
      Tiefkühlregal.

      10:05 Uhr: Bei Karstadt verirren sich dutzende Kunden in einem Wald von
      Weihnachtsbäumen.

      12:00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei Extra: An der Käsetheke wird mit
      sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewünscht. Die Schlemmerabteilung
      von Real kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an.

      Donnerstag; 19. Oktober:

      07:00 Uhr: Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

      08:00 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisensitzung fordert der
      aufgebrachte Penny- Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern
      lautstark: "Weihnachten bis zum Äußersten" und verfügt den pausenlosen
      Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD: "Weihnachten mit
      Mireille Matthieu" über Deckenlautsprecher.
      Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

      Freitag; 20. Oktober:

      08:00 Uhr: Anwohner der Hauptstraße versuchen mit Hilfe einer
      einstweiligen Verfügung die nun von Karstadt angedrohte Musikoffensive
      "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.

      09:14 Uhr: Ein Aldi- Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den
      Posaunenchor "Adveniat", der gerade vor Karstadt zum großen
      Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

      09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um
      Pfeffernüsse, sondern Christbaumkugeln gehandelt.

      18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpäßen in der
      Stromversorgung als der von Tengelmann beauftragte Rentner Erwin Z. mit
      seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von
      Bethlehem an den Himmel zeichnet.

      Sonnabend; 21. Oktober:

      Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.

      10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K.
      und
      gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Minimal-Parkplatz zum Verzehr
      von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind
      ratlos.

      12:00 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und
      Minimal die Einkaufszone mit Schneekanonen.Das Ordnungsamt mahnt die
      Räum-
      und Streupflicht an. Umsonst!

      14:30 Uhr: Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar. Eine
      Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von
      Eingeschlossenen ...


      Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln
      wollten ...


      Also: Frohes Fest !!

      Quelle: leider unbekannt
      LG Lexy :biggrin:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lexy“ ()

      Der Verfasser des Textes hat den Ernst der Lage genau erkannt! :D Hab mich eben richtig amüsiert.

      Darf ich zu dem Thema des frühen Weihnachstbeginn hier meine Meinung niederschreiben? Ach, ich tu es einfach mal. Liebe Mods, wenn es hier nicht erwünscht ist, dürft Ihr es dann ruhig löschen! :oops: :whistle: :D

      Ich habe das Gefühl, dass Weihnachten in den Geschäften jedes Jahr früher anfängt. Das macht doch wirklich keinen Spaß mehr. Wenn es nach dem Einzelhandel geht, dann dürften wir nur noch Weihnachten und Ostern haben und beides jeweils ein halbes Jahr lang. :snooty:

      Und was ich an der ganzen Sache nicht verstehe: Der Großteil der Bevölkerung regt sich über den frühen Weihnachtsbeginn auf, aber die meisten von ihnen kaufen dann aber doch schon die Stollen, Spekulatius, Marzipankartoffeln und Co. Das will in meinen Schädel irgendwie nicht rein! :think:

      Öhem... jetzt habe ich bestimmt den Anfang einer Diskusion gemacht! :think: :whistle: :shhh:

      Nein, das ist hier ein Spaß-Thread - nicht diskutieren bitte! :pray: :D
      Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben gehen ohne Lärm zu machen. Ernest Hemingway

      Schöne Grüße Tina

      Öhm... aktuelle Bilder von meinen Fellis in meiner Galerie :whistle: :wink: :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Felidaetina“ ()

      10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K.und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Minimal-Parkplatz zum Verzehr
      von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.


      KÖSTLICH!

      Der ganze Text ist gut, aber dieser satz ist der Knaller!
      Klingt wie das hier:

      hat ich letztes Jahr mal reingestellt.

      (Is aber n bisken lang, wie ihr seht)

      Weihnachtsbeleuchtung

      Sonntag, 1. Advent 10.00 Uhr
      In der Reihenhaussiedlung Dünkelstieg läßt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren.
      Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

      10 Uhr 14
      Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nachbarhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Dünkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

      19 Uhr 03
      Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommeßgeräte für den Bereich Stenkelfeld Nord, ist aber zunächst arglos.

      20 Uhr 17
      Den Eheleuten Horst u. Heidi E. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestaufbau.

      20 Uhr 56
      Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40-Meter-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten Stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.

      21 Uhr 30
      Der 85-jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern der Marke Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

      22 Uhr 12
      Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Dünkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sidney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren beleuchteten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeier gelandet.

      22 Uhr 37
      Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.

      22 Uhr 50
      Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

      23 Uhr 06
      In der taghell erleuchteten Siedlung Dünkelstieg erwacht die Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

      23 Uhr 12 und 14 Sekunden
      In die plötzliche Dunkelheit des Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall.
      Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen, wie Du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war!
      LG v. Sunny :cool:
      HAUPTSTADTKIND - DA KIEKSTE WA?