Veterenäre zu Futtermittel - Krankheiten

      Dazu fällt mir nur ein: jede Statistik ist nur so gut, wie der, der sie fälscht.

      Was soll uns das jetzt sagen? In der zweiten Statistik sind nicht mal die Anzahl Tiere aufgeführt, die an den einzelnen Beschwerden litten, nur, bei wievielen es hinterher besser war. Das sagt dann doch gar nicht aus. Und wo ist die Vergleichsgruppe, die im gleichen Zeitraum beobachtet wurde, die ähnliche Symptome aufwiesen, aber bei denen diese in den gleichen Zeiträumen auch (eventuell) verschwanden bzw. besser wurden, ohne jede Umstellung? Wo bzw. wie sind die Daten über die begleitenden pathogenen Erkrankungen (sprich: Parasitenbefall, "herkömmliche" Erkrankungen der aufgeführten Art, die auf bekannte Erreger zurückzuführen sind)?

      Bio wird hier auch wieder automatisch mit "besser" gleichgestellt, obwohl eine Unzahl von Tests schon belegt hat, wie oft gerade "Bio"-Produkte bis zur konkreten Gesundheitsgefährdung belastet sind.

      Und seit wann bitte wird Zuchtfisch NICHT mit Antibiotika behandelt?

      In welchem geographischen Raum wurden die Tests überhaupt gemacht?

      Wenn schon umfassende Statistik, dann bitte richtig.

      So ähnlich sehen auch immer die "Erfolgs"-Statistiken von homöopathischen Mitteln aus, und obwohl bewiesen ist, dass diese Mittel sogar schlechter wirken als der reine Placebo-Effekt, sind immer alle ganz hin und weg, sobald etwas nur in einer Tabelle steht.

      Was für mich die ganze Untersuchung aber als wenig sinnvoll erscheinen lässt, ist das gute alte ich-muss-es-benutzen-sonst-klingt-es-nicht-medizinisch-wichtig-Wort "Syndrom"! Syndrome sind nicht belegbare Phänomen, die sich in der Regel auch mehr oder weniger als Unsinn herausstellen (siehe das unvermeidbare mir-fährt-einer-hintern-drauf HWS-Syndrom, das bereits widerlegte Münchhausen-Syndrom u.ä.)

      Ich gestehe dem gutem Mann ja einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankung zu, gibt ja auch genug Menschen, die sich bei Glutamaten die Haut vom Gesicht ziehen, aber so eine Statistik...Setzen! Sechs!
      Ich glaube ganz unbedingt, daß Ernährung viel mehr Einfluss auf Wohlbefinden und Körper hat, als wir es uns und unseren Tieren in unserer Hektik-Gesellschaft zugestehen. Von dem her hat der Mann natürlich im Grunde absolut recht, auch wenn ich beim drüberfliegen nicht gesehen haben, von was die Probleme genau ausgelöst worden sein sollen...

      Umfassend ist die Studie leider nicht, denn die Anzahl der Probanden ist viel zu klein und ganz weit weg von "repräsentativ".

      Grüße
      Tina