Seid ihr zufrieden mit eurem Leben?

      hallo zusammen

      also, ich tippe mal ehrlich... mein leben könnte besser sein, wenn ich einen job mit 80% pensum für 100% lohn habe. habe ich zuviel verlangt? oder ich muss froh sein, dass ich heute überhaupt einen job habe. :whistle::think::snooty:

      mein traum job wäre 3 tage arbeiten und 4 tage weekends mit gleichem lohn. dann habe ich mehr zeit hier viele beiträge zu leisten...:D:wink:

      liebe grüsse
      hana
      "Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie." - Kong Fuzi - :wink: :biggrin:
      Original von seonbea
      Ich denke,ich werde wieder zufrieden sein....in naher Zukunft,hoffe ich.

      Im Februar 2004 lief mein Leben aus dem Ruder.

      Mein Vater bekam einen schweren Schlaganfall und ist seitdem linksseitig gelähmt.

      Um mir eine Stütze zu sein zog mein Freund,mit dem ich eine Fernbeziehung führte,früher als geplant zu mir.
      Leider klappte es dann doch nicht mit der Arbeitsstelle,die wir so gut wie sicher glaubten,und er ist seitdem Arbeitslos.
      Mittlerweile Hartz4 Empfänger.
      Wir wurden natürlich als eheähnliche Gemeinschaft eingestuft und müssen komplett von meinem kargen Verkäuferinnengehalt leben.

      Im März 2004 verstarben 2 Onkel von mir an Krebs.

      Juli 2004
      Meine Kollegin,sie war Abteilungsleiterin und daher auch meine Chefin,hält den Druck in der Firma nicht mehr aus und wirft das Handtuch.
      Fortan bekomme ich alles aufgedrückt,obwohl ich die Abteilungsleitung ablehne um meiner Mutter bei der Pflege meines Vaters eine größere Stütze zu sein.

      September 2005
      Hilflos muß ich mitansehen wie meine Mutter immer weniger wird.
      Ich glaubte das sie an der Situation mit meinem Vater zerbricht.
      Er findet sich schlecht mit seinem Zustand ab und meine Eltern streiten viel.
      Leider bin ich Einzelkind und stehe ständig dazwischen.
      Ich überrede meine Mutter endlich zum Arzt zu gehen um sich mal durchchecken zu lassen.Sie ist so geschrumpft und in der letzten Zeit erschreckend gealtert.
      Die Diagnose war bitter:Osteoporose, sie hat mehrere Wirbel gebrochen und stand kurz vor der Querschnittslähmung.

      Um unser Leben wieder in den Griff zu kriegen,haben meine Eltern sich entschieden in "Betreutes Wohnen" zu ziehen.
      Seit eben haben wir eine tolle Wohnung für sie gefunden.
      Der Umzug wird nochmal heftig aber dann fällt ein großer Druck von mir ab,weil ich meine Eltern bestens versorgt weiß.
      Ich kann halt nicht immer bei ihnen sein.

      Mein Freund hat einen Minijob.Besser als nix.Man wird ja bescheiden.
      Er wird bestimmt in naher Zukunft einen festen Job finden.
      Wir verstehen uns bestens und die Liebe wird immer größer.Die schwierige Zeit hat uns eng zusammen geschweißt.

      Die Wogen bei der Arbeit haben sich geglättet.Mit dem jetztigen Team läuft es prima.

      Ich bin und bleibe Optimist.Vor Februar2004 lief mein Leben einfach glatt und sorglos.
      Wahrscheinlich hab ich das ganze Päckchen Sorgen auf einmal bekommen.
      Jetzt kann es ja nur noch wieder aufwärts gehen.

      Das tat mal gut sich alles von der Seele zu schreiben!!!

      Vielen Dank fürs zuhören.(bzw.lesen)
      Gruß,Silke


      Mein Onkel starb im August 05. :cry: Hatte was mit den Nieren, der Leber und noch was. Ich bin froh, das ich das nicht genauer weiß. Ich hätte ihn gern noch einmal gesehen, aber ich ich bin ja "zu jung für sowas!" :tongue: Mein herzliches Beileid! :sad:

      Ich stehe auch ofters mal zwischen den Stühlen :evil: Gar nicht hinhören :wink:
      ich finde, für mich erscheint mir die zeit die man hat zu wenig [zum thema jetzt], um alles zu erreichen,was man sich wünscht und um seine träume zu verwirklichen, und somit mit dem leben zufrieden zu sein, weil ich denke, das man auch versuche sollte, immer noch größeres anzustreben.
      >Wer sich nicht bewegt, spürt auch seine Ketten nicht<
      @seonbea

      Das tut mir leid für dich...

      In solchen Situationen ist es nicht einfach stark zu bleiben. Ich habe großen Respekt davor...

      Ich wünsche dir Viel Glück für die Zukunft!

      Schön, dass es dir gut getan hat, sich alles von der Seele zu schreiben, ich hab´ alles gelesen...
      :lol: Gruß sunny-sun
      Tja,leider haben sich meine Eltern mittlerweile wieder umentschieden.
      Sie wollen erst mal doch nicht ins betreute Wohnen.
      Das war dann der Punkt an dem ich mich ausgeklingt habe.
      Zusammengefasst sagte ich das ich sie lieb hätte es aber leid wär mir sorgen zu machen.
      Ich wär an ihrer Seite aber ich würde nicht mehr versuchen etwas zu verändern.
      Meine Psyche macht das auch sonst nicht mehr lange mit.
      Man kann niemanden helfen der sich nicht helfen lassen möchte.
      Das muß ich auch in Bezug auf meine Eltern einsehen.
      Also von meinen Gedanken her geht es mir schon viel besser,seitdem ich für mich die Bremse angezogen hab.
      Nur fühl ich mich zur Zeit als wenn mein Akku leer wär.
      Ne blöde Erkältung macht mir schon eine ganze Woche so zu schaffen das ich krank geschrieben bin.
      Aber ich denke das ist normal in meiner Situation.
      Gruß,Silke
      Wir habe auch so unsere Phasen,mal läuft es,mal wieder nicht.Aber wie sagt man doch so schön:

      Pack schlägt sich-Pack verträgt sich.
      Und die Hauptsache ist doch,das man für einander da ist und zusammenhält.

      Das Leben ist außerdem zu kurz und zu kostbar,um sich immer wieder über kleinigkeiten aufzuregen.
      Liebe Grüsse ,Corinna

      Es gibt keinen Weg zum Glück,glücklich sein ist der Weg.Aus den Steinen,die einem in den Weg gelegt werden,kann man etwas schönes bauen.