Schuhe zerbeißen

      Schuhe zerbeißen

      Hallo,

      und schon wieder mal muß ich Euch um Rat fragen. Merlin (9 Monate) ist manchmal für ca. 2- max. 3 Stunden allein. Fast jedesmal wenn ich heimkomme is irgendwas kaputt. Bevorzugt Schuhe. Klar, ich könnt sie wegräumen, aber dann findet er garantiert was anderes (hatte schon Bücher, ein Stofftier meiner Tochter) usw. Wie kann ich ihm das abgewöhnen? Ich denke er weiß genau, daß ers nicht darf, denn immer wenn ich heimkomm und er hat was kaputt gemacht benimmt er sich irgenwie anders. Und wenn ich dann ins Wohnzimmer gehe (wo die Sauerei meist is) geht er schon gar nicht mit (folgt mir sonst auf Schritt und Tritt) und wenn ich ihn dann ruf kommt er nicht (traut sich nicht) Verzeiht sich dann meist in sein Körbchen. Ich habs jetzt so gemacht, daß ich den Schuh nehm, mir den Hund schnapp und ihm den Schuh vor die Nase halt wenn ich mit ihm schimpf. Manchmal hab ich dann auch mit dem Schuh auf den Boden gehaut (NUR auf den Boden natürlich, nicht auf den Hund!! Denn so wie der einen dann anschaut, könnt man ihm eigentlich eh schon wieder alles verzeihen :angel: ) Ich weiß zwar von diesem *zeitlichen Zusammenhang*, daß man gleich nach dem *Verbrechen* :wink: mit dem Hund schimpfen muß, aber was soll ich denn machen? Bin ja nie dabei und es immer unkommentiert lassen bringt ja auch nichts. Ich denke vielleicht ist ihm in der Zeit langweilig? Obwohl ja noch zwei Katzen da sind. Hmm, was mach ich da am besten? :think:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sunnycop“ ()

      Hm - ich denke nicht daß du davon ausgehen kannst daß dein Merlin WEIß daß er es nicht tun darf...

      Er hat sich lediglich gemerkt daß du dich "komisch" verhälst wenn du heimkommst - besonders dann wenn er etwas in der Mache hatte...

      Ich würde ihm auch Alternativen anbieten, Kong gefüllt liegen lassen, Ochsenziemer, Kauknochen etc...

      Und alles "gefährliche" würde ich in dieser Phase wegräumen!

      Meine Hunde haben z.B. während ich abwesend bin nur zwei Räume zur Verfügung: Wohnzimmer und Hundezimmer - da liegt nichts "Gefährliches" rum - besonders solange Jini noch so unberechenbar ist nicht...

      Und ich gebe den Hunden immer was zu kauen wenn ich weg bin...

      Liebe Grüße

      Tini
      Hallo sunnycop,

      na klar guckt Dich Merlin etwas "belämmert" an, wenn Du nach einer "Schuhfress-Aktion" (schönes Wort, oder? :D ) mit ihm schimpfst. Aber das macht er nicht, weil er ein "schlechtes Gewissen" hat, sondern, weil er nicht weiß, warum Du sauer bist. Er möchte Dich nur beschwichtigen.

      Eine Möglichkeit, wie Du es ihm vielleicht abgewöhnen kannst, ist: Sorge dafür, dass er sich selbst "bestraft". Lass z. B. einen alten Schuh absichtilich rumliegen und geh weg. Den Schuh schmierst Du vorher mit etwas ein, was Merlin sicher nicht mag. Tabasco, Senf, etc. Wetten, dass er nicht daran rumkaut? :D :wink:

      Alle anderen Dinge räumst Du einfach so weg, dass er nicht dran kommt. Du läßt nur den "leckeren" Schuh da und einen Kauknochen, etc. Spätestens nachdem er den Schuh mal im Maul hatte, geht er zu seinem Kauknochen.

      Ansonsten mach es wie Tini - lass Merlin nur ein oder zwei Zimmer, wenn er allein ist. Beispielsweise Wohnzimmer und Flur. Merh Freiraum braucht er in den 2-3 Stunden nicht. Und vorher immer ausgiebig Gassi gehen, damit er müde ist.

      Liebe Grüße
      Melanie
      *~*~*~*~*~*Man kann ohne Hunde (Tiere) leben, aber es lohnt sich nicht*~*~*~*~*~*
      Hi,
      Original von Prinzundco
      Eine Möglichkeit, wie Du es ihm vielleicht abgewöhnen kannst, ist: Sorge dafür, dass er sich selbst "bestraft". Lass z. B. einen alten Schuh absichtilich rumliegen und geh weg. Den Schuh schmierst Du vorher mit etwas ein, was Merlin sicher nicht mag. Tabasco, Senf, etc. Wetten, dass er nicht daran rumkaut? :D :wink:

      Nunja, am Schuh wird er vieleicht dann nicht mehr herumkauen, aber bekämpft man damit wirklich die Ursache ?
      Der Hund hat durch das Alleinesein Stress bzw. Verlassensängste. Knabbern und Kauen wirkt stressmindernd. Daher dem Hund Kanbberalternativen anbieten und das Alleineseinbleiben üben d.h. ihn langsam daran gewöhnen.

      Gruss
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „FlyingGin“ ()

      Hi Frank,

      richtig - ABER ich habe ja geschrieben, dass sunnycop ihrem Merlin neben dem Schuh eine Alternative (Kauknochen) anbieten soll. :wink:
      Warum die "Aktion" mit dem Schuh? Ganz einfach... Sonst kann es nämlich passieren, dass der Kauknochen unberührt bleibt und der Schuh trotzdem zerkaut ist.

      Ich nehme doch mal an, dass Merlin ans Alleinsein gewöhnt ist. Oder nicht? :think:

      @sunnycop: Wie verhält sich Merlin denn, wenn er allein ist? Ist er ruhig oder bellt er? Hast Du ihn langsam daran gewöhnt?

      Liebe Grüße
      Melanie
      *~*~*~*~*~*Man kann ohne Hunde (Tiere) leben, aber es lohnt sich nicht*~*~*~*~*~*

      Schuhe zerbeißen

      Hallo!

      Habe das gleiche Problem mit Anton, einem 6 Monate alten mittelgroßen Mischling, den ich tagsüber zur Pflege hab. Obwohl er gerne und viel mit meinem kleinen Mops spielt und immer zwei große Kauknochen und anderes Spielzeug zur Verfügung hat, zerfrisst er meine Schuhe ... und obwohl ich zu Hause, aber gerade mal in der Küche oder in meinem Arbeitszimmer bin.

      Leider kann ich nicht alle meine Schuhe wegräumen, da mein Schuhschrank voll ist und die restlichen Exemplare im Flur hinter einem Vorhang stehen. Flur, Essecke und Wohnzimmer sind nicht durch Türen getrennt.

      Senf oder Tabasco auf die Schuhe zu schmieren, ist fürs Leder vielleicht nicht so ideal.

      Außerdem, wie kann der Hund Schuhe und Stiefel identifizieren, da sie ja in allen Größen und Formen existieren ?? Bisher habe ich ihn leider nur einmal in flagranti erwischt. Als ich ihm den Schuh wegnahm und böse NEIN sagte, guckte er mich ganz "schuldbewusst" an. Eine Stunde danach, hatte er dann einen anderen Schuh in der Mangel. Ich kann ihn doch nicht ununterbrochen überwachen. Mopsi ist gar nicht an Schuhen interessiert, warum Anton ?? Hilfe !!!
      so wie du es angefangen hast,
      hat es leider nur eine wirkung:
      es macht eure beziehung -die basis- kaputt.

      Wegnehmen mit einem einfachem NEIN reicht.
      Und danach ist auch niemand mehr böse.

      Mein Rat:
      das einzige was einen erfolg bringt, ist ihn in einer umgebung zu lassen,
      in der er NICHTS kaputt machen kann.
      hast du einen Flur..?
      Oder in der Küche wenn du dort alles wegräumst wo er ran käme..

      Er darf keine möglichkeiten zum unfug machen haben.
      Grundvoraussetzung.
      Das ist mit jungen hunden eben so,
      ordnng halten,
      ansonsten sich selbst auf die finger hauen!

      Und dann gib ihm kauknochen.
      Er MUSS ja kauen..
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:

      RE: Schuhe zerbeißen

      Hallo,

      Original von sunnycop
      Ich weiß zwar von diesem *zeitlichen Zusammenhang*, daß man gleich nach dem *Verbrechen* :wink: mit dem Hund schimpfen muß, aber was soll ich denn machen? Bin ja nie dabei und es immer unkommentiert lassen bringt ja auch nichts.


      Wenn du schon von dem zeitlichen Zusammenhang weißt, wieso schimpfst du ihn dann trotzdem noch?

      Ein Hund denkt nicht wie ein Mensch, ein Hund verknüpft Situationen miteinander. Alles was länger wie 1-3 Sekunden her ist, hat für ihn keine Bedeutung mehr. Du kannst ihn gar nicht für die Schuh beiß Aktion bestrafen. Du mußt sie unkommentiert lassen, es sei denn, du erwischt ihn in genau dem Moment wo er anfängt auf dem Schuh herumzubeißen.
      Alles andere ist bereits gesagt worden, versuch es mit den Ratschlägen und berichte mal, ja?
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Aus aktuellen Anlass nochm al hochschubs :wink:

      Noch mehr Vorschläge ?

      Habe mal von einer Paste gehört die bei Pferden angewendet wird damit sie nict die Boxen zerkauen.
      Weiß leider nicht mehr wie die hieß...

      Kong etc. wäre bei mir eigentlich schwierig da noch ein Hund bei mir wohnt und sehr futterneidisch ist.

      Mein Hund schnappt sich auch einfach alles ...Schuhe bevorzugt aber auch sonst so alles was rumliegt .

      Nur wenn ich nicht da bin .

      Manchmal jault er auch wie ein Wolf ...

      Gruß Oli
      Euer Problem ist wohl weniger das Zerstören von Dingen.
      Das ist ein Sympton.
      Das Problem ist das alleine bleiben.

      Daran solltest du arbeiten.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Tja , dass alleine bleiben .

      Ich überwache ihn ja dann per Webcam :wink:

      Er apringt dann auf die Couch zuallererst und schaut nach mir /uns und tiegert dann durch die Wohnung , mal ist dann gut und er pennt und mal besorgt er sich was zum Zerstören und mal jault er ....unabhängig davon wie lange ich weg bin .
      Können 2 Minuten / 10 Minuten oder 30 Minuten sein ist sehr individuell.

      Sollte ich ihn nun loben wenn ich nach Hause komme oder ignorieren die ersten Minuten .
      Ich lese immer diese beider Versionen .
      Zur Zeit ignoriere ich ihn und rufe ihn dann 2 Minuten später ungefähr zu mir ...

      Kauspielzeug lege ich ihm übrigens ne Menge hin - das ignoriert er aber wenn er alleine ist und bearbeitet es erst wieder wenn ich da bin .
      Wer ein echtes Problem mit dem alleine ein hat kann auch nicht fressen..
      Ich würde gaaanz langsam wieder anfangen.
      Indem du erstmal wirklich nur vor die Tür gehst und wieder reinkommst.
      Ich sage meinen Hunden immer wenn ich gehe.
      Ich gehe einfach, sage aber jedes Mal bevor ich aus dem Haus gehe
      "tschüß, schön warten.." Da wissen sie dann auch schon was los ist.

      Ich finds irgenwie leichter für den Hund, wenn er weiß was passiert..
      Andere sagen, lieber kommentarlos gehen, weils ja ganz normal ist etc.
      Nun ja, ich fahre so ganz gut, gehe trotzdem ganz selbstverständlch.

      Wenn ich nach Hause komme muss ich für gewöhnlich erstmal das ein oder andere weglegen, je nach dem werden die Hunde eben begrüßt..
      Ich mache da kein Affentheater, aber ich hocke mch dann meist einmal hin, lasse mich von allen kurz bestürmen und streichel sie dann ist gut.

      Beginne doch wirklich mit ner ganzen Woche in der du jeden Tag für ein paar Sekunden aus der Tür gehst, mehrmals. Tür auf-raus-Tür zu und auch gleich wieder auf. In deinem Fall würde ich keine Begrüßung machen, gehe und komme, ohne Tam tam.. Vielleicht kannst du das mit einem Kong verbinden.. :think: Du hast zwei Hunde, die sich ums Futter streiten würden..?! Dann wohl besser ohne Futter.. Ansonsten würde ich sagen,
      nimm nen Kong und schmir ne Mischunge aus Hack und Leberwurst rein..
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Hallo Oli,

      läuft er dir wenn du zu Hause bist in der Wohnung hinterher? Liegt er 'mal da, mal hier', je nachdem, wo du dich gerade aufhältst? Dann würde ich anfangen zu trainieren, dass er auf seinem (festen) Platz liegenbleibt, auch wenn du dich in der Wohnung bewegst.

      Reagiert er auf Schuhe anziehen, Schlüssel in die Hand nehmen, Jacke anziehen? Dann würde ich jeden Tag mehrmals 'einfach mal so' die Schuhe anziehen, mit dem Schlüssel klimpern, die Jacke anziehen, ohne dass etwas passiert. Damit gewöhnst du ihm ab, auf solche Schlüsselreize zu reagieren.

      Läuft der Hund dir in der Wohnung nicht hinterher und reagiert auch nicht auf Schlüssel etc hast du schon die Hälfte geschafft. :wink:

      Zum Alleinebleiben allgemein: Vorteilhaft ist, wenn der Hund vorher ausgepowert wurde und etwas zu fressen hatte. Dann schläft es sich leichter. :wink:

      Zum Alleinebleiben im Speziellen: Entscheide dich für ein Vorgehen. Ich würde es an deiner Stelle mit Ignorieren machen. Das kannst du trainieren, indem du im Alltag immer mal wieder die Tür hinter dir schließt, dich fünf Minuten in einem anderen Raum aufhältst, dann wieder durch den Raum gehst, in dem er liegt, wieder die Tür schließt etc. Es ist völlig normal, dass du kommst und gehst, dass die Türen geschlossen sind. Dabei ignorierst du ihn völlig! Auch nicht loben, wenn er ganz ruhig und brav ist..

      Auch wenn du ganz aus dem Haus gehst, ignorierst du ihn völlig. Das Problem ist, dass du angespannt sein könntest ("Hoffentlich bleibt er jetzt ruhig!") und er diese Stimmung aufnimmt und seinerseits in Stress gerät ("Oh Gott, Oli ist so aufgeregt, das muss doch einen Grund haben. " :D ) Am besten versuchst du, ganz locker zu sein. Kein Abschied, ihn noch nicht mal mehr angucken, nix. Als Trick kannst du vorher nochmal umhergehen, Blumen gießen, ein paar Sachen wegräumen, egal, Hauptsache du bist in Gedanken nicht bei ihm. :wink: Und dann einfach gehen.

      Erst wieder reingehen, wenn er völlig ruhig ist. Ich würde ihn beim Wiederkommen richtig 'lange' Ignorieren. Nicht nach zwei Minuten loben. Sondern einfach zum Alltag übergehen, ihn nicht beachten. Leider musst du deinen anderen Hund dann ebenfalls ignorieren, aber nur so wird er lernen, dass es das Normalste von der Welt ist, wenn du mal nicht bist, dass es absolut keinen Grund zur Aufregung gibt.

      Auch wenn es Hunde gibt, die man problemlos verabschieden und begrüßen kann, denke ich, dass deiner nicht unbedingt zu diesen gehört...

      So, das war erstmal alles, was mir zum Thema eingefallen ist. :)

      Viele Grüße!
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Danke erstmal für eure Antworten .

      Also er hat richtig Stress wenn ich weg bin .
      Er hechelt dann total und schläft dann erstmal ganz fest wenn ich wieder da bin.

      Er reagiert auf Anziehen und Schlüssel sehr .

      Habe ihn nun 10 Wochen und kann definitiv nicht gemeinsam mit Kids und ihm gehen da er dann total hektisch wird.

      Zieht echt an den Nerven so .

      Gruß Oli
      Original von rübennase
      läuft er dir wenn du zu Hause bist in der Wohnung hinterher? Liegt er 'mal da, mal hier', je nachdem, wo du dich gerade aufhältst? Dann würde ich anfangen zu trainieren, dass er auf seinem (festen) Platz liegenbleibt, auch wenn du dich in der Wohnung bewegst.


      @ Rübennase, darf ich kurz fragen, wozu den das nötig sein soll? Das finde ich doch arg übertrieben. Ich persönlich bedauere jeden Hund, der sich nicht frei und nach seinem Gusto in einer Wohnung bewegen darf. Die Spielregeln hierfür sollten schon bekannt sein, d.h., der Hund sollte als Junghund lernen, Einrichtung und sonstige Gegenstände in Freiden zu lassen. Warum soll er sich den gesamten Tag in seinem Korb o.ä. befinden, wenn er sich in Gegenwart der Menschen gut benimmt?

      edit: auch den Punkt, den Hund weiterhin zu ignorieren bzw. nicht zu begrüßen und nach dem Zurückkommen zur Tagesordnung überzugehen, halte ich für ziemlich menschlich. Aus hündischer Perspektive ist dies ein heftiger Faux Pas. Wie soll Hund lernen, sich allein anständig zu Hause zu benehmen, wenn das menschliche Verhalten ihm keinen einzigen Anhaltspunkt für die Qualität des von ihm gezeigten Verhaltens gibt?
      :think: :snooty: Nee, nee, ist mir persönlich zu "unhündisch". Rudelstrukturen und -rituale funktionieren anders. Einen Hund erreiche ich am besten, indem ich für ihn entschlüsselbares Verhalten zeige. Wenn ein Rudel wieder zusammenkommt, dann steigt die Party, dann geht die Post ab...die oben vorgeschlagenen Strategien haben für mich zu sehr lehrbuchcharakter - und zwar veralteten. Sorry!


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Rudeltier“ ()

      Ich mache es von meinem Hund abhängig, ob er begrüßt wird oder nicht. Manchmal liegt er tief-schnarchend in der Ecke und schaut mich total verpennt an, wenn ich zurück komme. In diesem Fall sage ich auch nur kurz "Hallo" und er fällt dann wieder ins Koma :biggrin:

      Ein anderes Mal wedelt der komplette Hund und er drückt seinen Kopf gegen meine Hand, knibbelt an meinen Fingern - dann wird er von mir begrüßt.

      Beim Verabschieden das selbe: manchmal juckt es ihn nicht, dann sage ich auch nur "Tschüss", ein anderes mal begleitet er mich noch zur Tür und ich tätschel ihn dann und sage "Schön warten".

      Aaron ist prinzipiell müde, wenn er alleine bleiben muss, das heißt, dass wir zuvor mit ihm rausgehen, spielen usw. Er schläft im Haus also überwiegend.

      Er darf im Haus überall liegen, wo er möchte, liegt aber nicht permanent bei uns. Oft räkelt er sich vor der Haustür oder schläft zusammen mit der Katze in der Gäste-Toilette :D

      Oli, ich denke, du musst das Alleinbleiben weiterhin in kleinen Schritten üben. Jeden Tag, am besten mehrfach, und nur ganz kurze Zeit. So gehe ich unser Autofahrproblem an und es wird wirklich jeden Tag besser. Ich werde dieses mal so lange am Ball bleiben, bis er nicht mehr sabbert. Von daher wrürde ich dir auch raten, nicht zu früh das Training schleifen zu lassen, wie ich es gemacht habe :oops:

      Wie meinst Du das eigentlich, dass Du nicht zusammen mit Hund und Kindern raus kannst?
      Hallo Oli,

      es ist tatsächlich so, dass die meisten Hunde im TH landen, weil sie nicht alleine sein können.

      Ob es sich bei deinem HUnd um Trennungsangst, oder um Kontrollverlust handelt, sei mal dahingestellt.

      Fange erst mal im Haus an zu üben. Führe ein Signal ein, z. B. Bleib da.

      Beim Alleinesein darf dein Hund sich innerhalb des ihm zugewiesenen Raums frei bewegen. Er soll dich nur nicht begleiten, wenn du gehst.

      Am besten du übst in alltäglichen Situationen, eine Tür zwischen Dir und Hundi zu schließen. Wenn Du ins Bad gehst oder so.
      Öffne die Tür einen Spalt und schlüpf hindurch, ohne das Hundi dir folgen kann. Geb ihm dein Signal ( Bleib da) und schließ die Tür.

      Nicht übertreiben, 1 Sek. Alleine sein reicht für den Anfang.

      Ist dein Hund still? Super, sofort loben und wieder rauskommen. Winselt, kratzt er? Tu nichts, warte... irgendwann ist sicher ein ruhiger Moment darunter (und wenn er nur 1-2 Sek. ruhig ist) dann sofort loben und raus kommen.
      Das übst du jetzt, immer und immer wieder, erst wenn es gut klappt, und dein Hund 1-2 Min. Alleine bleibt erhöst du deine Anforderungen.

      Folge deinem normalen Tagesablauf und bau immer wieder Situationen ein, wo dein Hund kurz allein bleiben muss, z.B. ins Bad, Post aus Briefkasten holen, Dachboden, Keller gehen.

      Wenn dein Hund ohne Schwierigkeiten bei diesen Übungen alleine bleibt, baue Reize mit ein, die dein Weggehen signalisieren.

      Nehm z. B. den Autoschlüssel mit ins Bad. Oder zieh Straßenschuhe und Jacke an, wenn du die Post holst.
      Irgendwann ist es dann soweit, Du verläßt ohne deinen Hund das Haus.
      Benimm dich ganz normal, bitte keine Abschiedsszene.
      Wenn du eine Webcam hast setze sie zur Überwachung ein. Kurz lauschen/schauen und nur zurück, wenn nicht mal das leiseste Winseln zu hören ist!

      Ich bin für keine große Begrüßungsparty, da dem Hundi dann nur signalisiert wird, das es etwas besonderes ist, wenn man zurückkommt, und das ist es nicht, es ist das normalste der Welt. Also nur normal begrüßen. Deine Rückkehr hat schon genug belohnenden Charakter.

      Jetzt kannst du die Zeitspanne langsam erhöhen die du draußen bist. Mal die Wäsche aufhängen, oder ein Buch mitnehmen.

      Bereitet auch dies keine Schwierigkeiten mehr, gib weitere Reize , die dein Weggehen signalisieren, z. B. Gartentor öffnen, Auto aus Garage fahren. Dann leise zurückschleichen, Hund ruhig, bestens.

      Wenn nicht, hast du zuviel verlangt und fängst dort wieder an, wo Hundi sicher ruhig ist.

      Wenn Du das Haus wirklich verlassen musst, weil du einkaufen musst oder sonstetwas, nehm dein Hundi mit.

      In der Zeit des Übens darf er nicht in alte Verhaltensmuster fallen, oder sorge dafür das jemand bei ihm ist , während Du weg bist.


      @ Rudeltier
      hast du nicht auch ne Zeitlang Probleme mit Foxi gehabt, weil sie deine Einrichtung zerstört hat, und hast du nicht auch in dieser Zeit mit einem Kennel geübt? Da ist der Hund doch auch arg in seiner Bewegung eingeschränkt. :think:

      Es gibt sehr viele Hundetrainer die Decken/Körbchentraining empfehlen. (Vorzugsweise mit Clicker :wink: ) Ich frag mich auch, warum es so schlimm ist, wenn ein Hund während der Abwesenheit des Besitzers nicht auf einem Fleck liegenbleiben soll? Tuen die meisten Hunde sowieso, sie liegen auf einem Fleck und warten bis ihr Besitzer zurück kommt.
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Original von Rudeltier @ Rübennase, darf ich kurz fragen, wozu den das nötig sein soll? Das finde ich doch arg übertrieben. Ich persönlich bedauere jeden Hund, der sich nicht frei und nach seinem Gusto in einer Wohnung bewegen darf. Die Spielregeln hierfür sollten schon bekannt sein, d.h., der Hund sollte als Junghund lernen, Einrichtung und sonstige Gegenstände in Freiden zu lassen. Warum soll er sich den gesamten Tag in seinem Korb o.ä. befinden, wenn er sich in Gegenwart der Menschen gut benimmt?


      Ich glaube, dass das für die Trainingsphase wichtig ist. Natürlich bleibt der Hund nicht den ganzen Tag in seinem Korb liegen! :eek: Wenn man will, kann man ihn zu sich rufen, ihm Aufmerksamkeit geben, mit ihm auf dem Sofa rumliegen und kuscheln etc. Aber wenn ein Hund so im Stress ist oder meint, jeden Schritt des Menschen verfolgen (evt. sogar kontrollieren) zu müssen, sollte man ihn zunächst aus diesem Verhalten herausnehmen. Zum Wohle des Hundes, ich glaube nämlich, es stresst Hunde ungemein, ständig darauf achten zu müssen, ob ihr Mensch die Wohnung verlässt.

      Oli hat den Hund ja aus 'zweiter Hand' soviel ich weiß, er bringt die Verhaltensweisen also mit. Leider hat er offensichtlich vorher nicht gelernt, dass er nichts kaputt machen darf. Außerdem machen Hunde (meiner Ansicht nach) auch schonmal etwas kaputt, um Stress abzubauen, das Kauen beruhigt.

      Klar ist es schöner und natürlicher, einen Hund zu haben, den man überschwenglich begrüßen kann, wenn man nach Hause kommt. Aber bei einem Hund, der solche Probleme hat, alleine zu bleiben kann man das glaube ich vergessen, so blöd es ist. Vielleicht geht es irgendwann, wenn man ihm vorher in einem längeren konsequenten Training den Stress mit dem Alleinebleiben nehmen konnte. Aber solange dieses Training andauert, finde ich wichtig, dem Hund zu zeigen, dass absolut nichts dabei ist, wenn man die Wohnung verlässt oder wieder nach Hause kommt.

      Aber nur meine bescheidene Ansicht... :wink:
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Hi,

      klar beschränkt ein Kennel die Bewegungsfreiheit, jedoch OHNE Kommando. Ich denke, dass ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Kommando "Bleib auf deiner Decke und rühr dich nicht" und "Geh in deine Höhle und du kriegst den Futterjackpot" besteht. Bei ersterem steht der Hund unter Gehorsamsdruck, bei letzterem erwartet ihn eine positive Bestätigung. Klar könnte man den Futterjackpot auch im Korb servieren, jedoch besteht nun ja die Freiheit, diesen zu verlassen, wenn Hundi fertig gemampft hat. Ein Kommando "Bleib" brauche ich im Kennel nicht.

      Ich finde Alex' Beschreibung des Trainingsaufbau wunderbar detailliert und gut umsetzbar. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass es tatsächlich Hunde gibt, die sich als extrem harte Nüsse entpuppen. Jedoch lohnt sich das Voranschreiten in den beschriebenen Miniaturschritten.

      Mir stellt sich die Frage, wie sich @ Oli's Hund denn verhält, wenn die Familie sich bei ganz normalen Tätigkeiten zu Hause befindet. Ist er tatsächlich das übernervöse Bündel, dass immer und ständig hinterherwackelt? Oder findet er sehr wohl in ausgedehnte Ruhephasen? Vielleicht verstehe ich den Ansatz von @ Rübennase auch noch immer nicht, jedoch würde ich beim Training auf die Komponente "Bleib auf deinem Platz, bis ich dir gestatte, dich zu bewegen" bei einem ruhigen und ausgeglichenen Hund (in Anwesenheit seiner Menschen) verzichten.

      Und ich denke auch wieterhin, dass es schon in Ordnung ist, dem Hund zu gestatten, seinen Menschen zu begrüßen. Ich halte diese "Wiedersehenszeremonien" (sofern der Hund sie startet) für durchaus wichtig, denn sie sind teil des dem Hunde in die Wiege gelegten, arttypischen Verhaltens. Hierzu lasse ich MICH begrüßen, ich als Heimkehrer bin dabei eher passiv, jedoch absolut freundlich gestimmt. Es wird doch immer so sehr dafür plädiert, den Hund positiv zu bestätigen und die selbstbelohnenden Verhaltensweisen runter zu schrauben. Soll doch mein Hund ruhig wissen, dass ich es durchaus toll finde, ihn wiederzusehen.
      Ich hatte den Eindruck, dass Fox so viel schneller checkte, dass Alleinsein ohne Zerstören prima ist, denn das zweibeinige Rudeltier lieferte ja die Bestätigung hierfür. Kleinere Zerstörungen wurden von mir ignoriert und mit "Nichtbegrüßung" geahndet. Die Minimaus verband rasch, dass zerfetzte Zeitungen Fraule nicht so glücklich machen...
      Zu viel mehr Zerstörungen ist es nach dem Kenneltraining nicht mehr gekommen. Die absoluten Höhepunkte, die wir ja echt heftig zu verzeichnen hatten, blieben (toitoitoi :pray: ) aus.
      Bei meiner Hundesuse musste ich, so denke ich, zuerst einmal wieder eine Art Tabula Rasa schaffen - ihr zerstörerisches Verhalten in meiner Abwesenheit hatte sich doch wahrlich bahnbrechend selbstbelohnend eingeschliffen. In einer langen Kennelzeit lernte sie, in meiner Abwesenheit einfach gar nichts zu machen. Ich weiß heute, dass sie im Kennel zur Ruhe finden konnte und schlichtweg gepennt hat. Ein "Alleinseintraining" alla Alex war in den letzten Wochen recht erfolgreich.
      Ich weiß, dass das nicht DER Weg ist, jedoch ist es einer, der bei uns erfolgreich funktioniert hat...


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...

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