ARTgerecht/rassengerecht

      ARTgerecht/rassengerecht

      Findet ihr wichtig Hund in ihrem eigentlichen Zuchtsinn zu halten oder anderweitig zu beschäftigen 19
      1.  
        nein das ist total unwichtig (2) 11%
      2.  
        weiß nicht (2) 11%
      3.  
        JA auf jeden fall (8) 42%
      4.  
        kommt drauf an (10) 53%
      Was denkt ihr, sollte man sich einen z.B Bernersennenhund anschaffen wenn man in einem normalgroßen Haus wohnt, mit Garten, Arbeitet, Kinder hat und sonst ein ganz normales famillienleben führt ohne das man dem Hund aufgaben und ARTgerechte Haltung bieten kann??
      Mit artgerechter haltung meine ich z.B Schafherde zum hüten, jagt, oder apportier und andere Beschäftigung!
      www.hundemix.de.vu
      Also eigentlich sollte man sich gar keinen Hund anschaffen, wenn man sich nicht mit ihm beschäftigen kann. Bei der "rassebedingten" Beschäftigung kommt es auf die Rasse an. Border Collies sollten schon hüten können oder eine Sportart machen, wo diese Verhaltensweisen gefordert werden. Genauso finde ich sollte man mit Apportierhunden auch apportieren und mit Stöberhunden Fährtenarbeit o.ä. betreiben.
      Hallöchen,

      also wir haben ja jetzt seit fast 3 Wochen ne Australian Shepherd Hündin. Die Rasse gehört ja auch zu den Hütehunden und möchte ausreichend beschäftigt werden.

      Hüten kann sie bei uns allerdings nur die Katzen oder die Meeris oder Schildies, wenn die ihren Auslauf kriegen :D!

      Da sie ja noch Welpe ist, braucht sie ja noch nicht soooo viel Beschäftigung. Schlafen ist immer noch am wichtigsten. :biggrin:

      Sie kommt aber jetzt schon jeden Tag mit in den Reitstall und soll mich dann später auch auf Ausritten begleiten. Ansonsten möchte ich mit ihr dann zum Ausgleich noch irgendeinen Hundesport machen, welchen? Hab mich noch nicht entschieden. :biggrin: Mal sehen, was der süßen so gefällt.

      Jeder Hund sollte ausreichend beschäftigt werden und auch geistig gefördert werden! Mir tut immer die kleinen Hunde, wie Westis oder Yorkies leid, wo die Besitzer sich der Meinung sind, dass die noch nicht mal Sitz können müssen.
      I'll be watching you!
      Ich hab mit "kommt drauf an " abgestimmt.
      Wenn nur Hunde in Artgerechte Handhabung (ich formuliere das mal lieber so ) wären müßten sich bestimmt 70 % der Leute von Ihrem Hund trennen. Jede Rasse ist doch auf irgendwas speziell gezüchtet worden. Der Deutsche Schäferhund wäre sonst nicht so verbreitet sondern ausgestorben.
      Es ist meiner Meinung nach auch wichtiger das der Hund seine Triebe oder Neigungen ausleben kann. Ob das nun jagen oder hüten ist kann doch als Ausgleich mit Sport und Spiel erreicht werden.
      Viele liebe Grüße
      Katjes und der Zauberhund
      Hallo,
      also, ich finde schon, dass der Hund artgerecht beschäftigt werden muss. Wenn man einen Border Collie hat, muss er nicht unbedingt hüten, aber er muss schon beschäftigt werden, z.B. durch Sport. Dalmatiner mussten ja urspünglich vor den Kutschen laufen, bzw. neben Pferden. Da ich aber nicht reite, kann ich meinen Hund so nicht auslasten. Dafür bringe ich dem Hund Kunsstücke bei und mache einfach das, was ihm Spaß macht, z.B. Apportieren, Suchspiele etc.
      LG,
      Anastasia

      RE: ARTgerecht/rassengerecht

      Hi Ihr!

      Ich habe mit "Ja, auf jeden Fall" abgestimmt.

      Wenn nur Hunde in Artgerechte Handhabung ..... wären müßten sich bestimmt 70 % der Leute von Ihrem Hund trennen.


      Genau das ist das Problem, ich finde genau so ist es nämlich. Die falschen Hunde sind bei den falschen Leuten. Ich bin auch so vermessen zu behaupten, dass es in mehr als 70% der Fälle so ist.

      Es gibt sicher Hunde die müssen "artgerechter" behandelt werden als andere.

      Das beliebteste Extrem ist ja der Border-Collie. Meiner Meinung nach ist er in keinster Weise ein Familienhund im herkömmlichen Sinne und auch Agility oder ähnliches lasten so einen Hund NICHT aus. Ich sehe die wenigen Borders auf unserem Hundeplatz, die am Freilauf überhaupt nicht teilnehmen, nur unter der Woche schnell ein bisschen Agility und Obedience machen und dann wieder verschwinden. Diese Hunde sind Sozialkrüppel, überängstlich und geifern nur danach irgendetwas machen zu können, ohne innere Ruhe.

      Andere Hunde wie z.B. Deutsche Schäferhunde, wurden auch ursprünglich nicht nur zum Schafe hüten gezüchtet, der Name leitet da schnell in die Irre. Schäferhunde wurden schon von Anfang an als allgemeine Arbeits- und Wachhunde eingesetzt, sind also flexibler, da sie verschiedene Aufgaben bewältigen mussten und besitzen zudem diesen sehr ausgeprägten "Kadavergehorsam" ihrem Menschlein gegenüber, weswegen sie wesentlich leichter zu händeln sind, als eben z.B. der Border, der ja wesentlich selbständiger ist.

      Genauso ist es nicht richtig einen Husky ein Leben lang an der Leine durch die Gegend zu zerren, nur weil er zusätzlich zum Lauftrieb einen ausgesprochen starken Jagdtrieb hat. Dem muss ich als verantwortungsbewusster Halter doch gerecht werden.

      Ich denke ein guter Hundehalter muss versuchen ein möglichst auch an die Rasse angepasstes Betätigungsfeld für seinen Hund zu finden. Ich kann keinen Border stundenlang mit "Unterordnung" beschäftigen, genauso wenig, wie ich von einem Jagdhund erwarten kann, dass er wie ein Herdenschutzhund friedlich mit den Schafen zusammenlebt.

      Was ich allerdings mit meinem Hund für eine Erfahrung gemacht habe ist, dass das Wichtigste für ihn das Dabeisein ist. Von Welpenalter an überall dabei zu sein, alles zu sehen, im Urlaub, bei Verwandten, auf Feiern, in der Stadt, sogar mal auf der Kirchweih oder am Volksfest. Das beschäftigt den Hund wirklich und prägt ihn. Viele neue Gerüche, Menschen, Töne, das alles ist wirklich eine ausgewogene Beschäftigung, leider besitzen nur wenige Hunde (die ich kenne) so ein Privileg.

      Und dann gibt es auch noch was Schäferhundtypisches wie Fährtenarbeit, die Zorro ganz gerne macht.

      Wer seinen Hund nicht art- und rassetypisch beschäftigen kann, der sollte auch keinen Hund halten, ganz klar.

      Ciao Mimi
      ..........
      Also ich bin auch der Meinung, Hunde sollten Rassetypisch beschäftigt werden.

      Es ärgert mich auch sehr das vor allem Arbeitsrassen, den Status Familienhund aufgedrückt bekommen (Border Collie ist glaub ich das beste Beispiel dafür). Klar sind Unternehmungen mit seinem Menschen egal ob auf dem Hundeplatz oder einfach nur so, für jeden Hund wichtig, aber gewisse Rassen brauchen zusätzlichihre Extraauslastung.

      Das beste Beispiel sind unsere zwei Dobermänner, an und für sich eine der Gebrauchshundrassen, wir machen mit der Hündin seid fast 3 Jahren Rettungshundearbeit und mit dem Rüden (der erst neu bei uns ist) wollen wir Fährtenhundausbildung machen. Wenn ich meine Nasen bei der Arbeit sehe und dann zu Hause ist das ein riesen Unterschied, denn bei der Arbeit kann man richtig sehen wie sie Aufblühen (ich kann das jetzt auch nicht wirklich beschreiben nur man merkt das sie mit Leib und Seele dabei sind)

      Ich glaube das brauchen diese speziell gezüchteten Rassen einfach um rund um glücklich zu sein.