Hund soll Vormittags draussen bleiben

      Hund soll Vormittags draussen bleiben

      Hallo Leute, wir haben seit 1 Woche einen 5 Jahre alten Mischlingsrüden.
      Er war vorher bei einer 72 jährigen Dame die leider einen Schlaganfall hatte und sich nicht mehr um ihn kümmern kann.
      Der Hund war bei ihr draussen und drin.
      Nun sind wir ja auch nicht den ganzen Tag zu hause und der Hund soll solange auf unserem Grundstück bleiben. Er hat dort im Schuppen sein Körbchen und sein Futter und Wasser. Sobald wir zu hause sind kann er rein und er bleibt auch nachts drin.
      Das Problem ist, wenn er raus soll, geht er natürlich nicht freiwillig. Es hilft kein rufen und kein Leckerli. Ich gehe morgens immer mit ihm Gassi und dann direkt auf den Hof. Kann aber nicht durch die Terassentür rein weil er dann schneller ist. Er drängelt sich durch. Muß somit immer den Weg durchs Hoftor nehmen. Wie kann ich ihn dazu bringen dass er freiwillig raus geht? Beim Gassi gehen kommt er sofort mit?
      Hallo und herzlich willkommen,

      nun, wenn ein Hund etwas freiwillig und damit gerne ausführen soll, dann muß die Motivation dafür entsprechend hoch sein.

      Der Begriff Motivation (= auslösender Beweggrund) beschreibt die innere Antriebskraft eines Individuums. Die Motivation für ein Verhalten ist abhängig vom angestrebten Ziel.

      Sicherlich kann er es lernen, einige Stunden am Tag alleine zu sein, aber ohne die entsprechende Motivation wird kein Lernen stattfinden.

      Da ein Hund als Rudeltier, nunmal ungerne alleine im Hof oder im Schuppen wartet, ist es sicher durchaus verständlich, dass seine Motivation dafür gleich null ist... und damit ist es sehr, sehr schwer ihn dafür zu begeistern.

      Sicherlich ist es für ihn um einiges angenehmer, wenn er im warmen Haus auf einer kuscheligen Decke oder auf dem Sofa die Zeit überbrücken dürfte, die er alleine bleiben muß. Dazu noch ein lecker gefüllter Kong oder ein leckerer Kauknochen womit er sich die Zeit vertreiben kann, da ist die Motivation sicher um einiges höher... :zustimm:
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hey,

      nun das siehst du wohl falsch :wink: Hunde wollen gar nichts alleine erleben. Sie wollen Gesellschaft und zwar die Gesellschaft ihrer Familie.

      Dann solltest du beachten, dass euer Hund nach Jahren von seiner Besitzerin getrennt wurde. Das ist sicher ein sehr einschneidenes Erlebnis, dass er nicht so schnell Verarbeiten kann. Die Angst nochmal wieder verlassen zu werden ist sicher sehr viel größer wie bei hUnden denen das nicht passiert ist.

      Also:
      Hunde richten sich nicht nach Vernunftgründen sondern nach Gefühlen. Sie unterteilen ihre Welt in 'das ist angenehm für mich' und 'das ist unangenehm für mich'. Jeder Hund ist ein Individuum und damit sind ihre Gefühle und Wünsche individuell.
      Sicher finden viele HUnde das Bewachen von Haus und Hof sehr interessant und tun dies dann auch mit wachsender Begeisterung. Andere Hunde haben aber wenig Verständnis dafür 'als Gartenzwerg' gehalten zu werden.

      Nutzt besser den Garten zusammen mit eurem Hund, aber nicht als 'Abstellkammer' für ihn. Sonst sind Probleme vorprogrammiert. Ein allein gelassener Hund wird sich auf Hundeart vergnügen, er wird nicht nur zum Nachbarn schauen, sondern ihn dann eifrig verbellen, sobald er ihn erblickt hat. Auch wird er nicht nur schnüffeln und rumlaufen, sondern den Rasen mit Kratern übersehen, und die Sträucher schreddern.

      Alles Gute
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Wichtig wäre, dass du dem Hund den Platz draußen angenehm machst.
      Vllt einen Kauknochen o.ä.

      Und, beschäftige dich mit ihm. Er muss ausgelastet sein, um sich gerne an einen Platz zurück ziehen zu wollen.

      Mein Kerou liegt im Sommer gerne draußen, um sich zu sonnen, auszuruhen etc.
      Aber wir beschäftigen uns auch viel miteinander.

      Wenn ein Hund ausgelastet ist (geistig und körperlich), bleibt er auch lieber an einem Ort alleine.

      Vllt versteckst du ihm im Garten ein paar Leckerlies und machst dort eine Art Suchspiel.

      So hast du den Garten als angenehm vermittelt und beschäftigst dich zugleich mit ihm.
      Original von neonworksii
      Hey,

      nun das siehst du wohl falsch :wink: Hunde wollen gar nichts alleine erleben. Sie wollen Gesellschaft und zwar die Gesellschaft ihrer Familie.



      Das stimmt. Ich weiß auch nicht, woher die Annahme komnmt, dass Hunde alleine etwas erleben wollen.

      Es wäre schlecht, wenn er alleine etwas erleben wollte. Dann würde er sich unterm Zaun durchbuddeln und wildern gehen.
      Dann habt ihr wirklich ein Problem.

      Dem Hund darf da draußen nicht langweilig werden. Er muss ausgelastet sein.
      Hunde suchen sich sonst irgendwann Beschäftigung, in dem sie den Garten umbuddeln etc.