Was war denn das? Unsicherheit oder Souveränität?

      Hi Du!

      So ganz einfach ist es nicht. es gibt auch Hunde, die direkt nach vorn gehen und die beissen nicht als allerletzte Möglichkeit ansehen. Es gibt Hunde, die Streit regelrecht suchen. Hunde sind keine Engel auf vier Pfoten.
      Es stimmt einfach nicht, dass Hunde keinen Streit anfangen. Jedenfalls unter einander. Sonst würde es nie zu Konflikten unter Hunden kommen, da jeder gleich beschwichtigt. das ist aber nicht so.

      Zu den sog. "Calming Signals" - davon hat Talba keine ausgesendet. Habe sie doch gesehen: Ganz deutlich durchs Glas. Sie hat sonderbar geguckt - so nach dem Motto: WAs denn das nu? Und hat die Nackenhaare minimal gestellt - ist dann sofort aufgestanden und ein paar Meter zur SEite gegangen. ABer so, dass sie immer noch nicht GEfahr lief überfahren zu werden und so, dass sie immern och nicht weit weg von der Tür war und diese genau ansehen konnte.

      Ich frage mich auch, warum der Hund das Kind hätte beschwichtigen "sollen"? DAs Kind ist immerhin "rangniedriger" und eigentlich keine erst zu nehmende Gefahr - wesshalb sie sich, wie ich vermute, so neutral gezeigt hat. Das Kind war auch kleiner als sie. Konnte also gerade so laufen - kleiner oder Augenhöhe also.


      Übrigens hat mein Hund keine Verlassensängste: Sie weiß, dass ich immer wieder komme! Ich finde es traurig, wenn jedem Hund Verlassensängste unterstellt werden, nur weil er mal drei Minuten vor einem Laden liegen soll.

      Diese Behauptung kann ich also gar nicht unterschreiben. Ein Hund, der seinem Halter vertraut hat in so einer Situation keine Verlassensängste.

      Zu dem Punkt mit dem Lärm: Dann dürfte es auch keine Blindenhunde geben. Denn diese werden meist in der Stadt gebraucht und in EInkaufsläden. Auch Zollhunde am Flughafen o.Ä. sind enormem Stress und Lärm ausgesetzt - genauso Rettungshunde jedweder ARt. So lange aber das Mensch-Hund-Team sich vertraut kann STress hier auch positiv sein - denn der Hund hat den Menschen der ihn leitet und der Mensch hat den Hund, der ihn für ihn arbeitet.

      Zu dem Punkt mit der Kontrolle: Aber ich habe einen Hund, dem ich vertrauen kann! Daher brauche ich in dem MOment keine Kontrolle zu haben. Es reicht das innere BAnd das dem Hund versicherte, dass ich wiederkomme - das dem Hund Zeit seines Lebens mit mir gezeigt hat, dass er ein souveräner Hund sein kann, der vor nichts Angst haben muss. - Ein Hund, der viel erlebt und rund um die Uhr mit mir zusammen ist.

      Wenn ich ausreiten gehe habe ich quasi auch keine direkte Kontrolle über meine beiden Hunde. Dennoch überquere ich Straßen und reite sogar manchmal fünf Stunden aus, ich oben, die Hunde unten auf dem Boden. Wir reiten an anderen Hunden und Spaziergängern vorbei, ohne, dass sich meine Hunde um diese kümmern würden.

      Ich bin durchaus der Meinung, einen erwachsenen, alltagserprobten Hund kann man vor einem Laden liegen lassen.

      Zu der Sache als ich noch ein Kind war: Nein, ich bin nicht immer korrekt mit Tieren umgegangen. Mit AMeisen zumindest nicht. Und als meine Mutter das gesehen hat, hat sie mich sofort "belehrt" und ich habe fortan nie wieder in einem Ameisenhaufen herumgestochert.
      Ansonsten wurde mir REspekt vor Tieren beigebracht. Ich wurde stets dazu angehalten, Tiere in Frieden zu lassen und Hunde erst dann zu streicheln, nachdem ich den Besitzer gefragt habe ob das ok ist.
      Ich bin arg sensibilisiert worden für die Körpersprache von Tieren. Ich wuchs im letzten Haus einer kleinen Stadt auf und hatte einen direkten Blick auf Wiese und Wald und einen mehr oder weniger breiten Flusslauf. Täglich spielte ich mit meiner Schwester in den WIesen und ich kann von mir behaupten ein einigermaßen gesundes Verhältnis zur Mutter Natur erworben zu haben.
      Hätte ich ein Tier grob behandelt, wäre me ine Mutter dazwischen wie eine Furie. Zumindest hätte sie gesagt, dass ich das lassen soll.
      So habe ich schon immer gewartet, bis Tiere zu mir kamen und nicht andersherum. Einen ängstlichen BLick habe ich schon als Kind deuten können. ES stimmt nicht,d ass Kinder das nicht können.
      Es sind oft die Eltern dran schuld, die ihre Kinder verrohen. So ging ich mal spazieren und ein Mädchen sagte zu seiner Mutter, Tjhorin habe Angst. Die Mutter erwiderte: So ein Quatsch!
      Ich mischte mich ein und lobte das Mädchen, dass sie das toll beobachtet habe und das der Hund tatsächlich Angst habe - sagte dann der Mutter, dass der Hund Angst hat und ihre Kleine das toll beobachtet hätte. Die Mutter guckte ganz doof, so, als glaube sie auch mir das nicht.
      Sie wird es sicher noch schaffen, ihr Kind zu verrohen. Schade.

      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      ich denke nicht, das die geräuchkulisse zu hoch ist. ist doch eher wichtig die hunde an etwas lärm zu gewöhnen. denn es gibt immer wieder situationen wo es aufeinmal etwas lauter wird und die hunde sollten dem standhalten können und nicht jedesmal panik bekommen. jede zumutbare situation sollte mit hunden geübt und regelmäßig angewandt werden umso unbeschwerter gehen sie mit uns durchs leben. solange ausreichend vertrauen vorhanden ist, treten bei so einem fall auch keine verlassensängste auf. talba hat es doch wirklich gut gelöst - selbstständig und doch gehörsam.

      und warum den hund zu hause allein lassen, das ist für einen hund viel schlimmer als kurz vor einem laden zu liegen, wenn er doch dabei sein kann?!

      das einzige, was ich anders gemacht hätte, ich wär gleich zu meinem hund gegangen und hätte die mögliche "gefahr" entschärft. bin aber vielleicht auch etwas zu vorsichtig.
      Original von Thora
      Hi Du!

      So ganz einfach ist es nicht. es gibt auch Hunde, die direkt nach vorn gehen und die beissen nicht als allerletzte Möglichkeit ansehen. Es gibt Hunde, die Streit regelrecht suchen. Hunde sind keine Engel auf vier Pfoten.

      Diese Hunde sind von Menschenhand zu dem gemacht worden, was sie sind. Auch Hunde können ihre Sprache verlieren, wenn sie ständig von uns Menschen gedrängt werden etwas anderes zu tun. ( z.B. Ein fremder Hund kommt entgegen, Hund möchte ausweichen, Bogen laufen, wird aber vom Besitzer/in barsch angehalten bei Fuß zu laufen. Dabei wird die Leine stramm gehalten.)
      Sämtliche Signale die der Hund aussendet werden vom Besitzer/in übersehen. Signale werden manchmal auch nur so kurz gesendet, das wir Menschen sie gar nicht bemerken, vor allen Dingen nicht, wenn der Mensch nicht weiß wie diese Signale aussehen.
      Bei soetwas können Hunde so starke Aggressionen entwickeln, das die dann zubeißen.

      Original von Thora
      Zu den sog. "Calming Signals" - davon hat Talba keine ausgesendet. Habe sie doch gesehen: Ganz deutlich durchs Glas. Sie hat sonderbar geguckt - so nach dem Motto: WAs denn das nu? Und hat die Nackenhaare minimal gestellt - ist dann sofort aufgestanden und ein paar Meter zur SEite gegangen.

      Sonderbar geguckt (vieleicht doch ein wenig gezwinkert)
      Nackenhaare aufstellen, zur Seite gehen... genau das ist ein Calming Signal! (Sogar mehrere)

      Original von Thora
      Ich frage mich auch, warum der Hund das Kind hätte beschwichtigen "sollen"? DAs Kind ist immerhin "rangniedriger" und eigentlich keine erst zu nehmende Gefahr - wesshalb sie sich, wie ich vermute, so neutral gezeigt hat. Das Kind war auch kleiner als sie. Konnte also gerade so laufen - kleiner oder Augenhöhe also.

      Auch ,,rangniedrige" Wesen werden beschwichtigt.
      Schließlich ist das Kind frontal auf deinen Hund zugegangen/gelaufen, was ein Hund als Angriff interpretieren könnte. (warscheinlich noch wild die Arme bewegend)

      Original von Thora
      Übrigens hat mein Hund keine Verlassensängste: Sie weiß, dass ich immer wieder komme! Ich finde es traurig, wenn jedem Hund Verlassensängste unterstellt werden, nur weil er mal drei Minuten vor einem Laden liegen soll.

      Diese Behauptung kann ich also gar nicht unterschreiben. Ein Hund, der seinem Halter vertraut hat in so einer Situation keine Verlassensängste.

      Ich unterstelle deinem Hund keine Verlassensängste. Trotzdem hat dein Hund nur die Tür im Auge gehabt.

      Original von Thora
      Zu dem Punkt mit dem Lärm: Dann dürfte es auch keine Blindenhunde geben. Denn diese werden meist in der Stadt gebraucht und in EInkaufsläden. Auch Zollhunde am Flughafen o.Ä. sind enormem Stress und Lärm ausgesetzt - genauso Rettungshunde jedweder ARt. So lange aber das Mensch-Hund-Team sich vertraut kann STress hier auch positiv sein - denn der Hund hat den Menschen der ihn leitet und der Mensch hat den Hund, der ihn für ihn arbeitet.

      Wie Du schon schreibst, dort arbeiten sie als Team zusammen, keiner ist alleine, ausserdem werden diese Hunde in jahrelanger Arbeit dort herangeführt

      Original von Thora
      Zu dem Punkt mit der Kontrolle: Aber ich habe einen Hund, dem ich vertrauen kann! Daher brauche ich in dem MOment keine Kontrolle zu haben. Es reicht das innere BAnd das dem Hund versicherte, dass ich wiederkomme - das dem Hund Zeit seines Lebens mit mir gezeigt hat, dass er ein souveräner Hund sein kann, der vor nichts Angst haben muss. - Ein Hund, der viel erlebt und rund um die Uhr mit mir zusammen ist.

      Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

      Ich hatte mir schon gedacht, das ellenlange Diskussionen daraus entstehen.

      Auf jeden Fall hat dein HUnd die Situation sehr gut gemeistert.
      LG Alex
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Nackenhaar zu stellen ist aber kein BEschwichtigungssignal. Ich vermute auch, dass mein Hund aus dem WEg ging, weil sie einfach nicht angetatscht werden wollte. Sie ist keine Schmusebacke. Sie ist kein "Jedermanns-Hund". Sie mag auch so nie gest4reichelt werden - egal, ob ich dabei bin oder nicht.
      Und sie hat definitiv nicht beschwichtigend geblinzelt sondern nur verwundert geguckt - so nach dem Motto "WAs das denn nu!" Es gleicht einem Blick, der Verwunderung gleichkommt - das hat nichts mit beschwichtigung zu tun das hätte ich gesehen. (Zudem glaube ich nicht an all die von RUgaas beschriebenen Calming Signals - meiner Meinung nach wird da oftmals übertrieben)

      Sie ist sehr ignorant anderen Leuten gegenüber. Es können Menschen kopf an kopf mit ihr sitzen, ihren Namen sagen und sich dabei halb auf den Kopf stellen: Sie guckt einfach gearde aus - ohne zu blinzeln, ohne zu gähnen, ohne die Ohren anzulgen etc. etc. Sie interessiert sich schlicht nicht für Menschen. Sie ist sowieso eine unterkühlte Lady. Sie wedelt recht selten mit der Rute. Nicht, dass sie ständig Angst hätte oder sich unwohl fühlt - sie ist einfach so. Beim spiel wedelt sie oft erregt - aber da muss es schon bewsonders toll sein. wenn man sie nett anspricht schlägt sie oft nur ein- zweimal träge mit der Rutenspitze. Oh je.. jetzt meinen sicher viele, ich hätte meinen Hund verkorkst.

      Das sie die Tür ansieht ist doch klar. Schließlich wartet sie auf mich. Aber das hat nichts mit verlassenheitsängsten zu tun. Kurz, bevor das Kind kam, wie oben beschrieben, hat sie sogar den Kopf platt auf den BOden gelegt und wollte dösen. Sie hat weder gehechelt noch sonst ein Anzeichen von Nervosität erkennen lassen. Sie hat sogar gelegentlich ihre Umgebung beobachtet - weil sie neugierig ist und weil sie sich auf mich verlässt, natürlich auch, weil sie wissen wollte, was so geht.


      Seit wann werden Rangniedrigere in einer solchen Situation beschwichtig? Wenn ein "Rangniedriger" Hund derart auf meine Hündin los geht,l werden dem erst mal die Leviten gelesen - aber ohne das da einmal mit der Wimper gezuckt wird.

      Außerdem kann gähnen auch dazu dienen, sich selbst zu beruhigen - oder einfach bloß ein Zeichen von Schläfrigkeit sein.

      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo Thora

      Original von Thora
      Nackenhaar zu stellen ist aber kein BEschwichtigungssignal.

      Kein Beschwichtigungssignal in dem Sinne, aber ein Kommunikationsgegenstand, dein Hund hat dem Kind quasi gesagt: Lass mich in Ruhe.
      (Wobei Nackenhaare aufstellen nicht immer ein Zeichen von Aggression sein muss, es kann auch in einzelnen Fällen freundl. Erregtheit sein.)

      Original von Thora
      (Zudem glaube ich nicht an all die von RUgaas beschriebenen Calming Signals - meiner Meinung nach wird da oftmals übertrieben)

      Schade, was wird denn übertrieben?

      Original von Thora
      Seit wann werden Rangniedrigere in einer solchen Situation beschwichtig? Wenn ein "Rangniedriger" Hund derart auf meine Hündin los geht,l werden dem erst mal die Leviten gelesen - aber ohne das da einmal mit der Wimper gezuckt wird.

      Und deswegen sag ich: Kontrolle ist besser. Was wäre denn gewesen, wenn ein Hund so auf deinen zugestoben wäre, mitten vorm Supermarkt. Wilde Keilerei oder was verstehst du unter Leviten lesen?
      Da kannst du nicht mehr eingreifen, den Arm voller Eingekauftes.

      Original von Thora
      Außerdem kann gähnen auch dazu dienen, sich selbst zu beruhigen - oder einfach bloß ein Zeichen von Schläfrigkeit sein.

      Zieh dich nicht an dem Wort Beschwichtigung auf. Beschwichtigung ist nicht gleich beschwichtigen, beruhigen, Angst haben. Sondern es bedeutet: Stille Sprache, Kommunikation, Hunde unterhalten sich so.

      Das hat aber alles nichts mehr mit deiner Fragestellung zu tun, da kann man einen eigenen Thread eröffnen.

      Ich sage nochmal: Ja Dein Hund hat sich souverän verhalten.
      und nein, lass sie nicht mehr vor dem Supermarkt alleine liegen.

      Lg Alex
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hallo!

      Turid Rugaas, wenn ich das schon höre. Günther Bloch hat den Großteil der sog. Beschwichtigungssignale eindeutig entkräftet.

      Ein ranghöherer Hund beschwichtigt NICHT, er beruhigt höchstens.

      Nackenhaare stellen habe ich selbst bisher noch nie in einem "freudig, entspannten" Umfeld gesehen, sondern eher aus "freudiger Unsicherheit" in angespannten Situationen oder für den Hund noch nicht ganz klaren Situationen. Aggressiv eher selten, das stimmt, aber es zeigt doch die generelle Bereitschaft zur Aggression, wenn es sein MUSS (von wollen kann keine Rede sein :wink:).
      Ansonsten "klassisch" imponierend, selbstbewusst auch nicht zwangsläufig aggressiv.

      Diese Hunde sind von Menschenhand zu dem gemacht worden, was sie sind. Auch Hunde können ihre Sprache verlieren, wenn sie ständig von uns Menschen gedrängt werden etwas anderes zu tun.


      So einfach ist das nicht. Hunde verhalten sich nicht nur wegen Menschen "falsch". "Falsch" ist ja auch nur ein subjektives Empfinden des Menschen. Ich kenne Hunde die Mobben einfach gerne um des Mobbens Willen, denen ist hierbei der Mensch völlig egal.
      Mein Hund würde im Traum nicht daran denken einen Bogen zu laufen, wenn er draußen einem Hund begegnet, wozu auch, bei erstem Kontakt zu beschwichtigen ist völliger Schwachsinn, wenn es ein sozial gefestigter Hund ist.
      Oder kriecht ihr erstmal auf allen Vieren zu einem Jungen oder Mädchen das Euch gefällt, oder versucht ihr eher selbstbewusst und freundlich einen guten Eindruck zu hinterlassen?

      Sämtliche Signale die der Hund aussendet werden vom Besitzer/in übersehen. Signale werden manchmal auch nur so kurz gesendet, das wir Menschen sie gar nicht bemerken, vor allen Dingen nicht, wenn der Mensch nicht weiß wie diese Signale aussehen.


      Das stimmt allerdings. Da werden Hündinnen geschimpft, wenn sie aufdringliche Rüden verbeißen, was völlig normal ist und dann wundern sich die Besitzer, wenn sie sich das bei einer Läufigkeit nicht mehr traut.

      Auch ,,rangniedrige" Wesen werden beschwichtigt.


      Das ist Quatsch, siehe oben, sie werden beruhigt. Ich muss doch nichts beschwichtigen, dem ich überlegen bin.
      Kann mich nicht erinnern, dass ich schonmal ein kleines Kind "beschwichtigt" hätte, aber beruhigt, habe ich schon welche.

      Beschwichtigen ist das was unfähige Mütter an der Kasse machen, wenn Kind sich aufführt wie "Sau", nur um es ruhig zu kriegen, das geben, was es will und bitten, dass es doch jetzt endlich ruhig ist.

      1. die Geräuschkulisse ist enorm hoch
      2. Verlassensängste
      3. keine Kontrolle


      zu 1. das ist sie seit der Hund beim Menschen lebt und sowas irritiert einen Hund nicht, der das von Anfang an gewöhnt ist, überhaupt nicht. Meiner findet es total toll, wenn 50 Meter über ihm ne Boeing hinwegsaust oder neben ihm ein Hubschrauber landet.

      zu 2. hat kein Hund der eine gute Bindung hat, außerdem ist es auch Konditionierung. Wenn ich ihn regelmäßig kurz ablege, lernt er sehr schnell, das es nur kurz ist und es auch "seine" Aufgabe ist aufzupassen.

      zu 3. braucht man nicht andauernd. Die beste Kontrolle ist die, einen Hund heranzuziehen, dem man vertrauen kann.

      Ciao Mimi
      ..........
      Mimi, Nackenhaare hoch heisst auch n u r freudige Erregung, zumindest bei meiner. Holle ich den Ball, stellen sich schon mal die Nackenhaare
      einfach aus freudiger Erwartung- nun ist Spielzeit. Nicht jeder Hund wird
      bedingungslos dem Menschen ergeben. Schäferhunde wollen dem Menschen gefallen und kleben vor Erwartung an ihm, einen Befehl zu erhalten aber es gibt auch die Hunderassen die zum selbständigen Handeln gezüchtet wurden und die noch nicht verlernt haben auch
      so zu handeln. Es geht mir überhaupt nicht um Kritik - einfach das Deine Erklärungen arg auf Deine Rasse abzielt und auf 100 andere nicht.
      Hallo!

      Sorry monty, aber ich weiß nicht was Du immer mit Deiner "Ergebenheit" von Schäferhunden hast. Ich hatte bisher noch keinen, der mir ergeben war.

      Und das mit dem Nackenhaare hoch, war eben NICHT nur auf meinen Hund bezogen, sondern auf alle, mit denen ich bis jetzt zu tun hatte.

      Und nein, in einer VÖLLIG ENTSPANNTEN Situation, habe ich dieses Verhalten noch nicht gesehen.

      Schwerpunktmäßig sehe ich das Verhalten bei Unsicherheit, in den verschiedensten Varianten, auch bei minimaler Unsicherheit und natürlich das "klassische" Imponieren, bis hin zu einer Rauferei.

      In anderen Fällen mag es das geben, das verbuche ich für mich persönlich, wegen MEINER Erfahrungen aber unter Ausnahmen.
      Das es etwas anderes geben könnte bestreite ich aber nicht.

      Auch ein spielerischer Erregungszustand, ist ein Erregungszustand und auch hierbei ist eine gewisse Bereitschaft zur Aggression tendenziell vorhanden, denn im Spiel "übt" ein Hund jedes Verhalten, auch Aggression.

      Mein Hund kommt früh morgens auch freudig angewackelt, klaut sich einen Schuh und schwänzelt dann imponierend und knurrend UND Nackenfell anhebend um mich herum. Natürlich ist das freudig, freundlich und ich gehe voll drauf ein und mache den Blödsinn mit.
      Aber wenn ich die Sache mal völlig nüchtern betrachte, dann ist es durchaus auch ein "Beweisen" des Hundes, dass er heute Morgen immernoch jung, gesund und zu "allem bereit" ist, wenn es drauf ankommt. Hier hat es zwar einen freudigen, aggressionslosen, aber dennoch imponierenden Charakter.

      An sowas würde ich bei der Begrüßung NIE denken zu dem Zeitpunkt, aber im Nachhinein, denke ich über sowas schon nach.

      ABER natürlich sind die "Hintergedanken" dieses Verhaltens kaum der Rede wert.

      In der Situation von Thora, war das Nackenfell stellen sicher NICHT freudig und anzumerken es "kann auch freudig sein" halte ich immer für kritisch, denn schwerpunktmäßig ist es das nicht, wenn es auch Ausnahmen geben mag.

      Genauso wie gerade das Verhalten "grinsender" Hunde untersucht wird, die sich uns Menschen anpassen. Ein völlig "neues" Verhalten, das jetzt erst mal erforscht werden muss.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo,

      habe lange überlegt ob ich noch mal antworte, finde die Wortwahl wird immer aggressiver das stört mich ein wenig.

      Original von Mimi
      Hallo!

      Turid Rugaas, wenn ich das schon höre. Günther Bloch hat den Großteil der sog. Beschwichtigungssignale eindeutig entkräftet.

      Du willst nicht wirklich behaupten, das es keine Beschwichtigungssignale gibt?? Günther Bloch nennt diese Kommunikations/Ausdrucksverhalten, gemeint ist jedoch dasgleiche. (nur eine andere Wortwahl) Nur das Wölfe eben einiges mehr drauf haben, wie Hunde in Sachen Kommunikation unter Artgenossen.

      Original von Mimi
      Ein ranghöherer Hund beschwichtigt NICHT, er beruhigt höchstens.

      Wenn du meinen letzten Absatz gelesen hättest, hättest du gesehen, was ich meine, nämlich: zieh dich nicht an dem Wort Beschwichtigung auf, ich interpretiere es als Stille Sprache des Hundes.

      Ich finde übrigens den Bloch auch gut.

      Original von Mimi
      So einfach ist das nicht. Hunde verhalten sich nicht nur wegen Menschen "falsch". "Falsch" ist ja auch nur ein subjektives Empfinden des Menschen.

      Natürlich ist das nicht so einfach, es sollte ja auch nur ein Beispiel sein. Da haben Bloch und Co. ganze Bücher darüber geschrieben und dies hier ist ein kleiner Thread.

      Original von Mimi
      Mein Hund würde im Traum nicht daran denken einen Bogen zu laufen, wenn er draußen einem Hund begegnet, wozu auch, bei erstem Kontakt zu beschwichtigen ist völliger Schwachsinn, wenn es ein sozial gefestigter Hund ist.

      Aber auch dein Hund verständigt sich mit dem anderen Hund auf die eine oder andere Art.

      LG Alex

      PS. es wäre mir recht wenn wir den Thread schließen
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hallo!

      Was mich wirklich nervt, dass mir bei jeder Diskussion bei der ich mich einklinke in letzter Zeit vorgeworfen wird wie "aggressiv" ich bin.

      Wenn ihr nicht mithalten könnt "Pech", aber ich bin NCIHT aggressiv, ich will diskutieren, ich habe einen Riesenspaß dabei und ich höre mir andere Sichtweisen furchtbar gern an, also lasst bitte diese ständigen Sticheleien in den ersten Sätzen: "sind wir heute aber wieder aggressiv, weil wir eine andere Meinung haben". :rolleyes:

      Du willst nicht wirklich behaupten, das es keine Beschwichtigungssignale gibt??


      Ich schrieb "Großteil entkräftet", sind das bei Dir alle? Es bleiben eine Handvoll übrig, die man tatsächlich auch deutlich als solche erkennen kann.

      nämlich: zieh dich nicht an dem Wort Beschwichtigung auf, ich interpretiere es als Stille Sprache des Hundes.


      Ich ziehe mich daran schon auf, denn es geht einfach darum, dass Beschwichtigung ein KLAR definierter Begriff ist, man kann ein Wort nicht einfach zu einer anderen Bedeutung "uminterpretieren", wenn Du "nein" sagst, meinst Du ja auch nicht "ja".

      Und Turid Rugaas meinte bei ihren "Calming Signals" tatsächlich Beschwichtigungssignale, bei vielen, die keine sind, z.B. Gähnen.

      Wenn Du von der "Stillen Sprache" des Hundes sprichst, ist das was ganz anderes, aber dann stimme ich Dir auch voll zu, ja die gibt es und ja, wir Menschen bekommen wahrscheinlich nur einen Bruchteil davon mit, was Hunde untereinander "quatschen".

      und dies hier ist ein kleiner Thread.


      Muss er aber nicht bleiben, oder? :wink:

      Aber auch dein Hund verständigt sich mit dem anderen Hund auf die eine oder andere Art.


      Ja, natürlich und wie, aber in der Regel beschwichtigt er nicht, erst bei "Gefahr in Verzug", aber ohne Zweifel, er kommuniziert andauernd.

      PS. es wäre mir recht wenn wir den Thread schließen


      Hierfür sehe ich keine Notwendigkeit, außerdem muss das die Threadstellerin entscheiden, ziert Euch doch nicht so vor ner ordentlichen Diskussion. :wink:

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo zusammen! Das der Thread geschlossen wird kommt ja mal gar nicht in Frage!
      Da ist noch so viel Raum für Diskussionen (wie man sieht) ! :wink:

      @Neonworksii: Ich werde meine Hündin weiterhin ab und zu vor einem Laden ablegen - vielleicht aber nicht mehr hinlegen sondern einfach draußen warten lassen - im stehen oder im Sitzen, wie die Hündin es möchte. (Sie weiß mittlerweile, was "WArt mal" bedeutet)
      Ich lebe rund um die Uhr mit meinen HUnden zusammen, und das soll auch so bleiben.
      Durch dieses enge zusammenleben ist es mir gelungen, aus ehemals unsicheren TH-Hunden einigermaßen brauchbare Individuen zu machen die ihre Charaktereigenschaften individuell entdecken und ausleben können. DArum sind meine Hunde auch total verschieden. "Arbeite" mit beiden Hunden untersciedlich und beobachte oft Minutenlang meine beiden Hunde in Interaktion mit anderen - was immer besonders schön ist - oder auch "nur" meine beiden Hunde untereinander -w as auch schon sehr aufschlussreich ist, während andere Hundehalter rauchen und sich mit ihresgleichen (Menschen) austauschen und interagieren. Ich steh meist stumm daneben und gucke bloß den Hunden zu. Die meisten Halter wissen gar nicht, was sie schon alles verpasst haben, während sie sich über die neusten Klamotten bei Tschibo, die günstigsten Artikel bei Aldi, die billigsten Hundeleckerlie oder den neusten BEziehungskrach unterhalten.

      Was Rugaas angeht stimmen ich und Mimi mal wieder zu 100 % überein :wink: Mehr muss ich dann wohl auch nicht schreiben, sonst wirds langweilig.


      Ich glaube, das Liegen bleiben vor einem Laden wird für einen Hund nur dann ein Problem, wenn der Mensch ständig welche "macht". Wenn der Mensch ständig in Sorge ist, sowieso allem und jedem aus dem Wege geht usw.

      Meine Hündin wurde (eben weil sie am Anfang sehr unsicher mit ihrer Umwelt umging, da sie nihts kannte) gnadenlos und in passenden Portionen überall hin mitgeschleppt. Anfangs hatte sie so Angst vor Autos, dass sie meinen Partner flehentlich ansah, die Leine in den Fang nahm und ihn Richtung "Haushöhle" schleppen wollte, ihn dabei ansehend und so deutlich sagend "Aber da ist es gefährlich - da sind böse Autos, wo Du jetzt hinwillst - ich will da niht hin - Du gehst bessr auch nicht da hin". Es war zu goldig... ABer dennoch musste sie da durch. Heute hat sie mit Autos jedweder Größe kein Problem mehr - steigt liebend gern in welche und schläft auf längeren Fahrten ohne einen Mucks zu machen im Kofferraum oder auf der Rückbank.

      Hätte ich den Hund denn davon fern halten sollen, nur weil es in den ersten Wochen was ungewohntes für sie war? Sie ist ein schlauer Hund, der verdammt schnell lernt - tatsächlich war das Auto-Angst PRoblem in zwei Wochen beseitigt. Eine guter Schnitt, wie ich finde.

      Gestern sah ich einen Mann mit einem Fahrrad mitten durch die Stadt düsen - Hund ohne Leine dabei. Der Mann überqueerte mehrere dicht befahrene Straoßen per Ampeldruck sicher mit seinem Hund. Der Hund hielt einfach jedesmal direkt neben ihm an, wenn er sich nicht mehr bewegte. Bewegte er sich, machte der Hund Unterschiede, ob es über eine STraße ging oder auf einem Gehweg an einer Straße entlang. Auf dem Gewehg blieb er oft zurück, schnüffelte, hob mal das beinchen (unkastrierter Rüde - habs gesehen ) um dann schnell wie der Wind wieder aufzuholen - dabei Fußgänger beachtend nichtbeachtet - will heißen er registierte deise und umrundete sie. Es war heiß, es war höllisch laut und es waren viele passanten auf der STraße. Der Hund zeigte nicht einmal ein Calming Signal - er war, glaube ich, einer von wenigen "glücklichsten Hunden der Welt".

      Ein andermal sah ich einen Mann mit einem mächtigen Malamut (warum eigentlich sind diese Typen, die so relaxed mit ihren Hunden umgehen meist Männer? WEil frauen immer gluckenhaft betüteln wollen und ihrem Hund so einiges abnehmen wollen,w as dem Hund ja ach so "unangenehm" sein könnte?) durch die Stadt radeln. ER band den Hund dann auch vor einem Laden an... nach zwanzig MInuten kam ich an der gleichen Stelle vorbei - was machte der Hund, der immer noch dort lag (war schon etwas erstaunt) ? - Gut geraten: Er/sie schlief tief und fest. Es war ein Samstag - markttag - der laden ganz in der NÄhe des Marktplatztes. Um den Hund auch Lärm, Trubel und viele Menschen, dazu die GEräusche von der nahe gelegenen STraße. Der Hund schlief einfach...


      Hunde können sich an so viel gewöhnen und wollen auch - denn sie wollen immer dabei sein. Und wenn dabei sein heißt, mal eben ein paar Minuten draußen zu warten. Da ist der Hund indirekt immer noch dabei - wenn er zuhause ist, ist er nicht mal indirekt noch dabei sondern schlicht und eifnach gar nicht.


      Im Grunde kann es jeder machen, wie er will - jeder muss seinen Hund so gut kennen um einschätzen zu können, ob dieser damit ein Problem hat oder nicht. Thorin hat damit ein Problem. Darum bleibt er bei meinem Mann zu Hause. Allein zu Hause bleibt er allerdings nicht. Es hört sich vielleicht derb an und viele fassen sich jetzt an den Kopf: Aber habe ich nicht die Möglichkeit beide Hunde draußen vor dem Laden zu lassen, gehe ich auch nur dann einkaufen, wenn mein Mann zu Hause ist und so lange auf den Angstthorin aufpasst.

      Viele Grüße
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      @ neonworksii: Ich glaube, du verwechselst hier etwas (und nein, das ist KEIN persönlicher Angriff, lediglich eine Feststellung).

      Weder Thora noch Mimi haben behauptet, ihre Hunde würden nicht kommunizieren, ganz im Gegenteil. Wenn du vielleicht auch mal "ältere" Threads durchlesen würdest (vielleicht tust dus ja schon?), würdest du feststellen, dass sie wahrscheinlich mehr Hundeverstand haben, als viele andere Menschen (ok, ich kenne sie nicht persönlich, aber was man so liest... so, und jez is genug genug geschleimt :wink: )


      Dass viele Menschen die Sprache ihrer Hunde gar nicht wahrnehmen, nicht einmal wissen, dass ihre Haustiere überhaupt "sprechen" können, steht auf einem ganz anderen Blatt und das bestreitet hier auch sicherlich niemand. Es ist sozusagen "allgemein" bekannt.

      Ein wenig schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass du nicht diskutieren, sondern belehren möchtest...?
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      Hallo zusammen,
      habe ein paarmal angesetzt zu antworten, mir sind aber nie die richtigen Wörter eingefallen.

      Also jetzt auf ein neues.

      Erst mal möchte ich mich entschuldigen, wenn es den Anschein hatte, ich möchte jemanden belehren, so ist das nicht so. Das war und ist sicherlich nicht meine Absicht.

      Das mit den Thread schließen, meinte ich so, weil ja zu dem eigentlichen Thema alles gesagt wurde.
      Es könnte ja ein neuer Thread eröffnet werden, z.B: Wie unterhalten sich Hunde, oder so ähnlich. :confused:

      Original von Mimi
      Was mich wirklich nervt, dass mir bei jeder Diskussion bei der ich mich einklinke in letzter Zeit vorgeworfen wird wie "aggressiv" ich bin.


      Bau doch ein paar Smilies mehr ein. (und das soll keine Belehrung sein)
      Du weißt doch wie das ist, lege 10 Menschen ein und den gleichen Text vor, wenn Du sie später fragst was da drin gestanden hat, hast du 10 verschiedene Meinungen.

      Du sagst Du ärgerst Dich an dem Wort Beschwichtigung. Es ist ein klar definierter Begriff.
      Ich hab mal im Duden nachgeschaut, dort steht: Synonyme zu beschwichtigen: beruhigen, besänftigen, entspannen, abwiegeln,runterfahren. Außerdem: benebeln, chloroformieren, berauschen, narkotisieren.

      Und nur um die Diskussion wieder zu entfachen: Gähnen istein Beschwichtigungssignal! (Beruhigungssignal) :evil:

      Auf das ihr mich steinigt.
      LG Alex
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hallo!

      Ich hab mal im Duden nachgeschaut, dort steht: Synonyme zu beschwichtigen: beruhigen, besänftigen, entspannen, abwiegeln,runterfahren.


      Im Duden mag es so formuliert sein, in der Verhaltenskunde wird es aber so NICHT interpretiert und auf Hunde bezogen, wiegt letzteres für mich schwerer. Doch auch im Duden erkennt man anhand der Synonyme die Tendenz, wie sie im Verhaltensbereich gedeutet wird:

      Beschwichtigung erfolgt von UNTEN nach OBEN.

      Beruhigung erfolgt von OBEN nach UNTEN.

      Begriffe wie "besänftigen, abwiegeln, runterfahren", haben eher einen von Unten-nach-Oben-Charakter.

      Was einfach ein grober Fehler ist, dass mehrere vom Hund völlig unterschiedlich eingesetzte Verhaltensweisen durcheinandergewirbelt werden.

      Und nur um die Diskussion wieder zu entfachen: Gähnen istein Beschwichtigungssignal! (Beruhigungssignal) böse


      Und hier haben wir neben Beschwichtigung und Beruhigung Nummer DREI eines neuen Verhaltenskomplexes, nämlich die ÜBERSPRUNGSHANDLUNG.

      Übersprungshandlungen sind NICHT gegen andere Hunde gerichtet (oder Menschen), um mit ihnen zu kommunizieren, es ist eher ein sich selbst beruhigen in einer angespannten oder den Hund verunsichernden Situation.
      Er will hierbei weder jemanden beschwichtigen, noch beruhigen höchstens sich selbst, daher kann man es schlecht als "Kommunikationssignal" sehen. Es dient dem eigenen Stressabbau und ist nichts anderes als wenn ein Hund z.B. die Wohnung zerstört, wenn er alleine gelassen wird, auch eine Übersprungshandlung, bei der es absolut keine "Zeugen" gibt.

      Viel Wasser trinken ist eine häufige Übersprungshandlung, ich beobachte es bei fremden Hunden, die uns besuchen und die natürlich angespannt sind, weil sie von meinem Hund, der hier ja zu Hause ist, neugierig beobachtet werden.
      Da ist ein ständiges Gerenne zum Wassernapf und man hat nicht den Eindruck, dass der fremde Hund damit Kommunikation aufbauen will, er ist eher abwesend, erregt und weiß nicht so ganz was er machen soll.

      Daher poche ich auf einer Trennung von diesen drei Begriffen und einer in der Hundewelt klaren Definition, wenn jeder seine eigene Interpretation zum Besten gibt, blickt keiner mehr durch und ich finde es kann durchaus kritisch werden, wenn ein Herdenschutzhund vor seinem Herrchen steht und Herrchen fängt an diesen zu beschwichtigen, da könnte Hund durchaus auf die Idee kommen, dass die Chefetage derzeit unbesetzt ist. :wink:

      So, ich könnte mich gerade in den Hintern beißen, weil ich Blochs Diplomarbeit über Beschwichtigungssignale verliehen habe, dann könnte man mal ein paar Häufigkeiten in den Raum stellen, naja, Pech.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo,

      Original von Mimi

      Übersprungshandlungen sind NICHT gegen andere Hunde gerichtet (oder Menschen), um mit ihnen zu kommunizieren, es ist eher ein sich selbst beruhigen in einer angespannten oder den Hund verunsichernden Situation.
      Er will hierbei weder jemanden beschwichtigen, noch beruhigen höchstens sich selbst, daher kann man es schlecht als "Kommunikationssignal" sehen. Es dient dem eigenen Stressabbau und ist nichts anderes als wenn ein Hund z.B. die Wohnung zerstört, wenn er alleine gelassen wird, auch eine Übersprungshandlung, bei der es absolut keine "Zeugen" gibt.



      :zustimm: :zustimm:

      ...oder wenn er alleine vorm Supermarkt warten muss :tongue:

      LG Alex
      PS. das ist der letzte Beitrag den ich zu dem Thema gebe :silenced:
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)