Bindung,was denkt ihr darüber?

      RE: Bindung,was denkt ihr darüber?

      ....
      Senf von mir:

      Ich habe zwei Hunde aus einem Ital. Massentierheim... die kannten keine Bindung zu Menschen. Die sind in Hunderudeln aufgewachsen....
      DA hatte man dann am Anfang schon mal das Problem, dass die große Weite Welt einfach höllich interessant war...
      Bindung zu Menschen? WAs ist das?

      Nun, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bindung durch VErständnis, LIebe, Zeit, Einfühlsamkeit, einen Draht zu Tieren und gemeinsame Unternehmungen wie Erlebnisse ensteht.
      Ich finde es nicht gut, einem Hund alles zu erlauben.. finde es aber im Umkehrschluß auch nicht gut, einem Hund ständig zu zeigen, wer der Herr im Hause ist.
      Literatur, die ich dazu empfehlen kann ist von Günther Bloch "Der Wolf im Hundepelz"
      Der Herr Bloch plädiert für die PErsönlichkeit Hund.
      Schließlich ist jeder Hund anders.. so auch die Bindung zum Menschen, die er aufbaut.
      Meine Große ist sehr stolz und reserviert. sie ist keine Schmuserin. Spielen und BEschäftigung für Körper und Kopf ist für sie das Non-Plus Ultra.
      Dies akzeptierte ich.
      Mein Kleiner will unbedingt gestreichelt werden, knallt sich vor mir auf die ERde und streckt seine PFoten anch mir aus... Einfach nur lieb" Warum sollte ich dies ignorieren?
      BEobachtet man Hunde untereinander fällts chnell auf: So enge sehen die es nicht.
      Die Bindungen sind eng - der Umgang miteinander locker - jedenfalls bei gut sozialisierte nHunden.
      Der Mensch sollte ich mal eine sCheibe davon abschneiden. Nicht immer alles zu eng sehen. Nicht immer in Panik ausbrechen und den Hudn mal Hund sein lassen - damit "Bella" und "BEllo" auch mal das GEfühl bekommen: Mensch versteht mich - dann mag ich den auch.. .
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Bindung,was denkt ihr darüber?

      .. wenn der Hund keine Bindung zum Menschen hat sieht man das daran dass:
      - Der Hund nie die Nähe seines Besitzers sucht
      - ihn nicht ansieht
      - sich vor ihm zurückzieht
      - vielleicht sogar Angst hat
      - ständig selbst bestimmen will, was geht (dass ist dann a bissal eine komische BEziehung.... )
      - der Hund sich nicht freut, wenn er seinen Besitzer sieht
      - der Hund lieber zu anderenLeuten geht ....
      - der Hund nicht gerne mit seinen Besitzern mitgeht (ich hatte mal nen GAssi-Hund.. den mussten die BEistzer wieder mit nach Hause schleifen.. am langen Hals, gestreckte Pfoten.. der hatte richtig Angst)
      - Der Hund einfach drauf los läuft, ohne dem Besitzer jegliche Beachtung zu schenken
      - der Hund ständig streunen geht und man ihn wieder irgendwo einsammeln muss
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Bindung,was denkt ihr darüber?

      woran man sieht, dass der Hund eine Bindung eingegangen ist...
      - Der Hund hält Blickkontakt
      - sucht die Nähe
      - folgt seinem Besitzer unaufgefordert, macht also Richtungswechsel unkommentiert mit
      - Hund freut sich ,wenn er einen sieht
      - Hund wartet sehnsüchtig auf einen
      - Hund guckt einen lieb an. .hehehe.. bei meinem Thorin ganz extrem..
      - im Großen und GAnzen hat man kaum Probleme, weil man sich "blind" versteht...
      - Hund und Herrchen denken "sowas von blöde" - in manchen Situationen
      - Hund geht mit einem durch dick und dünn , auch durch ungewohnte Situationen

      Im Großen und GAnzen: Ich merke, dass der Hund mir Vertraut und mich akzeptiert - weil ich ihn respektiere und ihn gern habe. Weil auch ich ihm Vertraue.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Original von age

      @ WhiteLady

      wie erkennt man schlechte bindung??


      Durch das Fehlen der Aspekte guter Bindung. Kaum Kooperation, Zusammenarbeit, Koordination, Kommunikation, wenig gegenseitiges Interesse, schlechtes Regelverhalten des Hundes, erkennbare Bedeutungslosigkeit des Halters für den Hund, ...


      naja ich geh mit ihm auf den Hundeplatz, er läuft relativ gut die Unterordnung..aber auf dem platz ist er so wie zuhause total auf mich bezogen aber wenn wir auf dem Feld sind ist er nur dem Abenteuer nach. Die Welt erkunden. DA kommt halt der Podenco durch!


      @ Thora
      das trifft auf meinen Hund zu

      . wenn der Hund keine Bindung zum Menschen hat sieht man das daran dass:
      - Der Hund nie die Nähe seines Besitzers sucht
      - ihn nicht ansieht
      - ständig selbst bestimmen will, was geht (dass ist dann a bissal eine komische BEziehung.... )
      - der Hund sich nicht freut, wenn er seinen Besitzer sieht(ER freut sich nur zuhause)
      - Der Hund einfach drauf los läuft, ohne dem Besitzer jegliche Beachtung zu schenken
      - der Hund ständig streunen geht und man ihn wieder irgendwo einsammeln muss

      (er läuft zwar selbst nach hause oder wartet an der Straße auf mich.. er läuft meistens 20-30 m vor mir)


      aber das trifft auch auf ihn zu :

      woran man sieht, dass der Hund eine Bindung eingegangen ist...

      - folgt seinem Besitzer unaufgefordert, macht also Richtungswechsel unkommentiert mit
      - Hund guckt einen lieb an. ..
      - im Großen und GAnzen hat man kaum Probleme, weil man sich "blind" versteht...
      - Hund und Herrchen denken "sowas von blöde" - in manchen Situationen
      - Hund geht mit einem durch dick und dünn , auch durch ungewohnte Situationen

      Kann mir mal jemand sagen ob das jetzt bindung ist oder nicht?

      Im Hundesport ist er TOP und hält auch die geschwindigkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „WhiteLady“ ()

      Pingo: Sass hat Recht. Der Hund sollte im Gelände lernen, dass Du da auch wichtig bist.
      Kann man wie folgt aufbauen:
      - Hund an 5 Meter-Schleppleine
      -loslaufen
      -unkommentierte Richtungswechsel machen, bis Hund die mitmacht, ohne dass es einen Ruck an der Leine gibt
      - dann 10 Meter Schleppleine nehmen
      - gleiches Spiel von vorn...

      Erst wenn der Hund ein paar Wochen ohne dass es ständige Rucke gibt an der 10 Meter Leine einem unkommentiert nachfolgt, kann man die Leine schleifen lassen (also nicht mehr festhalten)
      - dann jede Woche einen Meter kürzen..
      Darf man aber nicht zu früh weg lassen - sonst war alles umsonst und man darf nochmal anfangen.

      Schleppleinen Training kann man kombinieren mit Dummy-Arbeit.
      Das heißt, der Hund bekommt sein Futter zu dieser Zeit nur und ausschließlich aus einem Dummy den er apportiert.
      DAs macht einem Hund mit Veranlagung zum Jagen ein Stückchen glücklicher und Du machst ihm so klar, dass er Dir auch draußen folgen muss...
      hört sich fies an - aber in HÄrtefällen würde ich das auch so machen.

      - ich denke schon, dass Dein Hund eine Bindung zu dir hat - aber er nimmt dich in manchen Situationen wohl nicht ernst und weiß "wo er was mit Dir machen kann".
      Kenne viele Hunde, die auf dem Platz super sind und draußen - naja, sind ja nicht blöde - merken die eben, dass es was ganz anderes ist.
      Darum trainierte ich meine Hunde immer auch draußen auf den Wiesen udn Feldern.. mit gesteigerter Ablenkung.. - ich gebs ja zu: Trainiere meine Hunde nahezu jeden Tag. Ich baue diese Übungen spielerisch in den Spaziergang ein.. rhrhrhrh. Denen machts aber auch spaß, nicht bloß um mich herumzutrotten sondern immer wieder Aufgaben zu bekommen. Die warten manchmal schon regelrecht drauf.

      so nutzte ich z.B. auch HUndebesitzer, die mich nicht mögen :D als Trainingsobjekte.. verlange dann von meiner Hündin ein Leinenloses Fuß an diesen Hundebesitztern vorbei oder setzte sie am Wegesrand ab, schlendere weiter und Rufe sie mit einem HIER ab, wenn der Mensch gerade an ihr vorbeigeht.. So habe ich mit der Zeit einen wahnsinnig wundervollen Hund hinbekommen der mir manchmal im Gehorsam schon fast unheimlich erscheint - aber immer mit nem Grinsen im GEsicht und einem wedel-Schwanz.. wird schließlich auch immer belohnt.. und Zweithund zum spielen ist auch vorhanden... :lol:
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      @WhiteLady

      Nein, ich sehe das nicht als gute Bindung. Dein Hund findet Dich in dem Moment toll, wo Du etwas mit ihm machst, dass ihm Spass macht, oder wenn er etwas von Dir will.

      "Die gute alte Unterordnung", sprich Dominanz (ein Wort, dass ich mitlerweile fast hasse wie die Pest, weil es so oft so pervers falsch verstanden wird). Um einem Hund zu zeigen, dass Du der Rudelchef bist, braucht es nicht viel. Es gibt Essen, wenn Du es willst, es wird spazieren gegangen, wenn Du es willst, es wird gespielt und geschmust, wenn Du und solange Du es willst. Das sagt dem Hund mit ganz einfachen Mitteln, dass Du die Kontrolle hast.
      Der Hund ist kein Wolf mehr, vieles läßt sich deswegen einfach nicht aus der Wildtier- Forschung (egal ob Wolf- oder Hunderudel) übertragen.

      Die Bindung entsteht durch Vertrauen, gegenseitiges Vertrauen, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Und dazu gehört auch, den Hund Hund sein zu lassen, so wie der Hund einen Menschen Mensch bleiben läßt.
      Geben und Nehmen.

      Der Hund erwartet von Dir, dass Du ihn gut führst. Was erwartest Du im Gegenzug von ihm?

      Ein guter Trainer (und davon gibt es leider viel zu wenige) wird Dir in Einzelstunden zeigen können, wie Du die Aufmerksamkeit Deines Hundes (wieder) auf Dich lenken kannst - egal ob im Feld oder anderswo. DU solltest für den Hund so interessant sein, dass ihn alles andere nur zweitrangig interessiert.

      Ich habe meine Hunde niemals angeschrien. Wir reden fast nur über Blicke und Gesten. Das heißt, sie mussten sich auf mich konzentrieren, von Anfang an. Wir sind ein Team. Leinen gehören bei uns zum verstaubten Tascheninventar und da ist es egal, ob ich mitten auf den Kudamm gehe oder in den Park.

      Ich finde es immer toll zu beobachten, wie groß die Bindung zwischen Obdachlosen und ihren Hunden ist. Die haben mit Sicherheit nie einen Trainer gesehen und trotzdem gehen die gemeinsam durch dick und dünn. Die sehen sich gegenseitig als Freunde und nicht als Chef und Angestellter. Das ist meiner Meinung nach wahre Bindung.

      Liebe Grüße
      Engel
      Mit freundlicher Unterstützung meines Tier-Teams:
      Den wohl herzallerliebstesten zwei Hundeschübbis der Welt
      und der unwiderstehlich goldigen Mäusebande. :clap:

      In liebevollster Erinnerung an meine Schätze in der Anderswelt.
      Danke, dass ihr mich ein Stück meines Lebens begleitet und es so
      wunderschön um so vieles bereichert habt!
      @Engel: Super schön formuliert..... Nur leider sind viele Hunde schon so verkorkst, dass es ohne etwas Training wohl nicht mehr geht...
      Auch bei meiner Großen ist die Leine reines Provisorium... eigentlich habe ich immer nur eine Leine dabei -und die ist für meinen kleinen.. der wohl aufgrund seiner Scheu nie an der Straße (weil da Menschen sind, denen er sonst ausweichen würde.. er hat soviel Angst vor MÄnnern, dass er lieber vor ein Auto laufen würde..) ohne Leine wird gehen können... (Ähem: Nicht dass jetzt jemand denkt, ich lasse meine Große im "Großstadtjungel ohne Leine laufen - ich lebe recht ländlich... und ich weiß, dass ich ihr vertrauen kann)
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      @Thora

      Danke!

      Ich habe selbst einen Verein mitgegründet, der sich mit lt. Tierheim unvermittelbaren Hunden beschäftigt. Eines meiner damaligen "Projekte" liegt hier gerade schnarchend neben mir. :)

      Menschen leben mit Hunden seit ewigen Zeiten zusammen. Die Medien haben hier für die Menschen nicht nur Aufklärung und bessere Hilfe gebracht, sondern auch Unsicherheit und Angst.
      Überhaupt scheint es wohl immer mehr so zu werden, dass wir unserem Gegenüber (egal ob Mensch oder Tier) nur noch dann richtig zuhören, wenn wir uns selbst etwas davon versprechen.

      Bedingungslos zu lieben, heißt auch kleine Macken zu akzeptieren. Man kann nur helfend unterstützen, Ängste zu verlieren. Aber wenn sich etwas wirklich tief eingebrannt hat, wird man ein bestimmtes Verhalten nur mehr sehr schwer ändern können. Jede Macke erzählt eine Geschichte, um so schöner ist es, diese Geschichte zu teilen und durch Aufmerksamkeit eine Erleichterung herbeizuführen. Oder eben auch nicht, manches läßt sich nicht wieder kitten. Und auch das gehört dazu. Bei jedem Lebewesen.

      Wir lernen jeden Tag uns ein bestimmtes Verhalten an bzw. abzugewöhnen, weil es uns nicht weiterbringt. Nichts anderes tut ein Hund. Wenn er aber über Jahre nur schlechtes von Menschen erfahren hat, wird man ihn niemals dazu bekommen, allen und jeden bedingunslos zu vertrauen. Dafür sind Hilfen wie eine Leine da, die dem Hund ja auch Sicherheit vermitteln kann. Nicht als Strafe, sondern als ein "wir sind verbunden, ich lasse nicht zu, das Dir etwas passiert".

      Diese Vertrautheit zu vermitteln, macht einen guten Trainer aus. Keine Unterdrückungsmethoden oder falsche Dominanz.

      Für viele Menschen ist das Zuhören, das Verstehen des anderen schwierig, weil sie sich verunsichern lassen durch alle möglichen Weisheiten (ein Beispiel: Ein Hund darf nicht aufs Sofa. Warum? Weil ihm das zeigt, dass man sich als Rudel zusammengehörig fühlt? Warum, wenn das der gesamten Familie Spass macht? Oder den Hund nur zu streicheln, wenn der Mensch es will. Wie würden wir uns fühlen, wenn unsere gesuchte Nähe ständig abgewiesen wird? Ziehmlich beschissen und ausgenutzt, denke ich). Hier kann ein Trainer helfen, sehen zu lernen. Nicht nur der Hund den Menschen, sondern auch umgekehrt.

      Liebe Grüße
      Engel
      Mit freundlicher Unterstützung meines Tier-Teams:
      Den wohl herzallerliebstesten zwei Hundeschübbis der Welt
      und der unwiderstehlich goldigen Mäusebande. :clap:

      In liebevollster Erinnerung an meine Schätze in der Anderswelt.
      Danke, dass ihr mich ein Stück meines Lebens begleitet und es so
      wunderschön um so vieles bereichert habt!
      Ich denke auch, dass das ERKENNEN der INDIVIDUALITÄT des EINZELNEN Hundes eine Bindung erst wachsen lässt.
      Meine Hunde dürfen beide aufs Sofa.. wann sie wollen. Solange sie mich auch drauf lassen :D ohne mich anzugiften.
      Meine Bindungen zu beiden Hunden ist völlig verschieden, weil die Tiere unterschiedlich sind und ich versuche, von beiden den Charakter zu erkennen.
      Talba ist die stolze, fast schon unnahbare "Arbeitswütige" - sie liebt es, wenn man ihr Denkaufgaben gibt, sie toben lässt, Bällchen jagen, Zerrspielzeug suchen, schwierig versteckt, Fährten suchen etc. Sie möchte eigentlich nie gestreichelt werden - das wird akzeptiert. Wenn sie dann doch mal will, freu ich mich natürlich und kraule ihr den Bauch. Talba ist souverän in fast jeder Lebenslage und man könnt überall mit ihr hingehen... dabei war sie auch mal ein unsicherer Hund - jedoch mit einem rießen Potenzial.. heute würd sie mit mir durch dick und dünn gehen. Wir zeigen uns immer weider, dass wir uns vertrauen. Im dicksten Menschengetümmel (z.B. auf Märkten) geht sie souverän ohne Leine und Halsband mit mir mit und legt scih still beobachtend hin, wenn ich länger irgendwo verharre.
      Thorin ist der Hund der scheinbaren Gegensätze.. auf einer Seite total scheu, fast wildtierhaft, auf der anderen Seite zeigt er kaum Beschwichtigungssignale und ist wirklich manchmal ROTZFRECH. Naja, scheu heißt bei ihm eben nicht gleich unterwürfig..
      Thorin ist auch verdammt schlau, hat aber seinen eigenen Kopf. Er ist ein Charmeur - will viel schmusen - naja, ich bin der erste Mensch mit dem er schmust.. was mich selbst wundert, dachte ich doch, dieser Hund würde sich nie normal benehmen können... Ist er mit mir und Talba alleine unterwegs ist er Rotzfrech. Doch sobald fremde MEnschen auftauchen, würde mir keiner glauben, was ich schon mit dem Hund alles erlebt habe. Teilweise versteckt er sich hinter mir, sind die Menschen jedoch zu nah an mir dran, verdrückt er sich. Geht auf Abstand. Er mag die Leine nicht, da er sich dann gefangen fühlt, weil er dann nicht weglaufen kann. Doch kann ich ihm diese Freiheit auf der Straße nicht lassen. Diese Freiheit würde wohl bald vor den Rädern eines Autos enden..
      Dennoch: Ich sehe erste Vortschritte... verhalten sich Männer ruhig, sehen ihn nicht an, kommt er mittlerweile schon manchmal schnuppern.. leider missachten die meisten Menschen seine Körpersprache (die bei ihm fast wölfisch präzise und fein ist) und missachten auch das, was ich sage... ich muss mich immer wieder wundern, und mich fragen, ob ich den chinesisch spreche...
      GRRAAAAHHH! Ich war teilweise schon wahrlich RICHTIG zornig. Ich habe immer wieder das GEfühl, Männer wollen mir beweisen, dass sie DIESEN HUND besser kennen als ich - ode rich völligen Blödsinn rede und sie doch ach so dolle Hundeflüsterer sind...
      Sie verstehen einfach nicht, dass für SOLCH einen Hund wirklich NUR ein Blick genügt ... Nur eine leise Bewegung mit der Hand in seine Richtung.. der Bube ist einfach so fein und hat eine so ausdifferenzierte Körpersprache, dagegen hat meine Große das reinste Poker Face..
      Blubb.. dad war jetzt aber etwas OVer-Thread.. sorry...
      Gehört aber für mich absolut zur Bindung dazu: SEINEN Hund als INDIVIDUUM zu erkennen - und dem Hund auch zeigen zu können, dass man WEIß WIe er ist und WER er ist.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Original von Thora
      Schleppleinen Training kann man kombinieren mit Dummy-Arbeit.
      Das heißt, der Hund bekommt sein Futter zu dieser Zeit nur und ausschließlich aus einem Dummy den er apportiert.
      DAs macht einem Hund mit Veranlagung zum Jagen ein Stückchen glücklicher und Du machst ihm so klar, dass er Dir auch draußen folgen muss...
      hört sich fies an - aber in HÄrtefällen würde ich das auch so machen.


      dummy ist nicht mal nötig (vor allem schwierig bei nicht apportierwilligen tieren :D ). man muss einfach nur kreativ sein. der spaziergang darf nicht 08/15 sein. das tier muss gefordert werden und mit seinem menschen etwas tolles erleben. die wenigsten hunde heutzutage haben noch eine große aufgabe. ein familienhund-dasein ist todlangweilig. man darf 3 mal 10 minuten um den block und dann liegt man wieder in der wohnung/im haus rum. ja super spannend. der spaziergang (der lange, ausgiebige am tag, der pflicht sein sollte) sollte das highlight sein. der hund sollte wissen: ja, jetzt erleben wir etwas zusammen. UND: der hund sollte auch merken, dass er sich auf den menschen verlassen kann.

      man kann beispielsweise leere klopapierrollen mit futter präperieren und verstecken. das kann man dann zusammen mit dem hund suchen. kann ihm immer wieder tips geben, wo er suchen muss. so lernt er richtungsanzeigen zu deuten, hat ein positives erlebnis mit seinem besitzer, kann schnüffeln und wird im laufe der zeit besser.

      oder man findet "zufällig" einen ball im gras. damit kann man super spielen. und wenn der hund nur hinterher rennt. es geht um spaß und die förderung der bindung.

      man kann nebenher kleine "kunststückchen" einbauen - wie sitz und bleib (hinzu kommen die begeisterten blicke der passanten - ja, denen ihr hund kann das nicht :D ). wenn der hund wirklich alleine sitzen bleibt, dann zeigt es doch deutlich, dass er seinem chef vertraut.

      man kann auch einfach mal mit dem hund spielerisch austoben. rumrennen, ihn anbellen, ihn zur seite drängen. dem hund auch mal die chance geben, dass er sich richtig "hundisch" austoben kann. wie so schön gesagt wurde: diese ständige unterordnung, der hund hat perfekt zu hören, man darf nur mit ihm spielen, wenn man selbst will - das ist keine bindung, das ist keine liebevolle beziehung. und ein tier ist nunmal ein lebewesen mit emotionen ! jeder, der das leugnet ist ein idiot. anders kann man es nicht nennen. tut mir leid.

      mir wurde am anfang auch sehr viel reingeredet. und vieles wollte ich auch übernehmen. aber irgendwann ist mir aufgefallen: der hund hat keine lust mehr auf mich. was im nachinein verständlich ist. in der huschu wurde mir gesagt: wenn er sich falsch verhält, dann schrei ihn an, ordne ihn unter. (falsch verhalten war kläffen im spiel). bekannte haben mir gesagt: wenn der hund spielen oder schmusen will, dann schick ihn weg. du bestimmst wann geschmust wird, nicht er. na herzlichen dank auch. wenn es mir schlecht geht, dann will ich in dem moment beachtung. nicht erst 3 stunden später.

      die liste ist um viele punkte noch erweiterbar. aber letztendlich sollte man sich eins überlegen: zu wem hatte man eine bessere beziehung in seinem leben ? mit menschen, die einen immer nur angeschrien und ansonsten eher ignoriert haben. die immer nur dann ankamen, wenn sie selbst etwas wollten ?! oder doch eher die, wo es ein geben und nehmen war ? wo man sich geborgen und verstanden fühlte ? das eine ist bindung, das andere abhängigkeit.

      danke fürs lesen :D
      Hallo!!

      Also ich finde es sehr wichtig, dass man ne Bindung zum Hund hat.

      Ich kann nur von mir ausgehen, dass ich einige Hunde auch aus meiner Nachbarschaft kenne, die fröhlich zu mir herkommen, wenn sie mich sehen, weil sie genau wissen, sie werden schön gestreichelt.

      Auch zu meinem Hund hab ich ne gute Bindung. Meine will immer zu mir hoch springen und natürlich lass ich es nicht zu.
      Und das kommt daher, weil im Wolfsrudel ist es so, dass die unteren Tiere dem Alpha-Wolf die Schnauze ablecken und so zeigen sie, dass er der Chef ist.

      Mit meiner kannste auch machen, was du willst. Sie hat wirklich großes Vertrauen zu mir!!
      :dance:
      LG,

      LuzTrinie
      Enorm schnell entsteht eine enorm starke Bindung, ohne das Hirn hinsichtlich Hundewissenschaft einschalten zu müssen, auch bei mehrtägigen Ausflügen. Ohne Unterkunft, ohne Auto, ohne Wohnwagen, ohne Zelt. Nur Mensch und Hund, Rucksack und Schlafsack. Gar nicht einmal ins Gebirge oder nach Timbukti. Das deutsche Flachland reicht dazu schon aus. Damit habe ich zu mir teils völlig unbekannten, teils als "bindungsunfähig" erklärten Hunden innerhalb von drei Tagen Bindungen mit Klebstoffcharakter aufgebaut. Auch wenn man zuvor genau nach Trainingslehrplan xy, mit genau normierter Zuneigung und Ablehnung, mit "exakt wissenschaftlich angepasstem" Ausflugs- und Spielanteil, kaum nennenswerte Bindung an den eigentlichen Halter aufbauen konnte.

      Die beste Bindung entsteht, meiner Meinung nach, wenn man wenigstens ein wenig Sensibilität für das Wesen Hund entwickelt hat. Kommt dann noch ein gemeinsamer Feind und eine gemeinsame Aufgabe hinzu - und sei dies allein das Überleben (= Aufgabe) in der Natur (= Feind) - entsteht der von der Wissenschaft als Zeichen guter Bindung angesehene Zustand der Umwandlung.
      .. naja, also ich lasse meine Hunde an mir hochspringen und mir das Gesicht lecken. Weil es normal ist. Eben weil es natürliches Verhalten ist, unterdrücke ich es nicht. Es hat nichts mit Respektlosigkeit meiner Hunde mir gegenüber zu tun. (schließlich springen sie auch an sic hrum, wenn sie sich aneinander freuen)
      Saubere Klamotten im Herbst Adiéu - aber mir ist das Wurscht.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo!

      Meine will immer zu mir hoch springen und natürlich lass ich es nicht zu. Und das kommt daher, weil im Wolfsrudel ist es so, dass die unteren Tiere dem Alpha-Wolf die Schnauze ablecken und so zeigen sie, dass er der Chef ist.


      Dass ist aber so nicht richtig.

      Als Welpen (egal ob Wolf oder Hund) versuchen sie ihre Eltern durch sog. Schnauzen stoßen oder Mundwinkellecken dazu zu bringen, das Futter (schön vorverdaut) wieder hervorzuwürgen.
      Ist eine angeborene Instinkthandlung. Dieses Verhalten hat sich weiterentwickelt und wandelt sich mit zunehmendem Alter der Welpen in eine wichtige soziale Geste, die auch je nach Situation mehrere Bedeutungen haben kann, z.B. Beschwichtigung, Unterwürfigkeit, freundliche Begrüßung, bis hin zu Aufmüpfigkeit, diese Geste dient aber durchweg als freunliche Kommunikation.

      Hunde wissen auch ganz genau beim Menschen, wo das Gesicht ist, deshalb versuchen sie auch hochzuspringen.
      Dieses Problem beseitigt man ganz schnell, wenn die "Krone der Schöpfung" sich einfach mal auf das gleiche Nieveau seines Hundes begibt, d.h. hinknien und den Hund doch einfach mal das Gesicht baden lassen (jetzt nicht gerade 1 Minute nachdem er ne tote Ratte gefressen hat :D :sick:).

      Sich zum Hund runterzusetzen, auf seine Höhe und ihm das Ablecken zu erlauben, baut wesentlich mehr Bindung auf, wie ihn ständig durch runterdrücken oder sonstwas am hochspringen zu hindern.
      Erlaubt man ihm seine Zuneigung zu zeigen, dann braucht er anschließend gar nicht mehr hochspringen, denn er durfte mir ja schon übers Gesicht fahren.

      Unter DEN Alpha-Wolf, gibt es seit Blochs Forschungen auch nicht mehr. Es ist meist der Vater und seine Kinder müssen sich ihm nicht bedingungslos unterwerfen und ihm ständig das Gesicht ablecken, im Gegenteil, ein souveräner Wolfsvater erzieht seine Welpen zu selbständigen, ebenso souveränen Hunden und lässt ihnen vielmehr Freiheiten, als die Pseudo Hund-Wolf-Experten, mit ihrem "Alpha-Gehabe" immer verbreitet haben.

      In einer Familie muss und soll sicher ein Statusgefälle bestehen, aber dies ist viel Flacher als bisher angenommen und greift meist nur in Extremsituationen durch. Da spreche ich jetzt auch von meiner Familie :zustimm:, ist doch alles das Gleiche.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo!!

      @Mimi

      Das wusste ich nicht. So is es ja ned, sie hat schon sehr oft mein Gesicht geleckt. Mir macht es eigentlich nix aus und wir haben eine sehr gute Bindung. Aber dadurch kann ja eine Unart entstehen. Aber nur bei sehr ungezogenen Hund, glaube ich.

      Was ich dazu noch sage, mein Hund ist ein Bauernhofhund und war nur einmal im Auto unterwegs und da nur zum Tierarzt zum Steleresieren. Sonst nichts.

      LG

      LuzTrinie

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „LuzTrinie“ ()

      Original von Mimi
      Hunde wissen auch ganz genau beim Menschen, wo das Gesicht ist, deshalb versuchen sie auch hochzuspringen.
      Dieses Problem beseitigt man ganz schnell, wenn die "Krone der Schöpfung" sich einfach mal auf das gleiche Nieveau seines Hundes begibt, d.h. hinknien und den Hund doch einfach mal das Gesicht baden lassen (jetzt nicht gerade 1 Minute nachdem er ne tote Ratte gefressen hat :D :sick:).


      es reicht auch, wenn der hund den menschen irgendwo anders ablecken kann. im gesicht muss einfach nicht sein. arme, meinetwegen hals oder ohren tun es auch. aber gesicht ist bei mir tabu.
      Hallo!

      es reicht auch, wenn der hund den menschen irgendwo anders ablecken kann. im gesicht muss einfach nicht sein. arme, meinetwegen hals oder ohren tun es auch. aber gesicht ist bei mir tabu.


      Verstehe ich nicht. Ist doch nichts dabei.
      Der Hundespeichel ist wesentlich aggressiver als Menschenspeichel, d.h. Keime werden schneller gekillt als dies im menschlichen Mundraum möglich ist.

      Wenn jemand ne Hundezunge eklig findet, dann dürfte derjenige seinem Freund oder Freundin auch keinen Zungenkuss geben :D, das ist dann genauso eklig.

      Ich habe mit Zorro zusammen immer Eis gegessen jeder durfte abwechselnd schlecken und in der Stadt hat sowas natürlich die verschiedensten Reaktionen der Menschen hervorgerufen, von kringelig lachen bis abgewiedert abdrehen, ich fand es toll, dabei die Menschen zu beobachten und Zorro liebte Eis nunmal über Alles.

      Man sollte Hunde durch irgendwelche menschlichen "Pseudo-Hygiene-Vorstellungen" nicht daran hindern, ihr natürliches Verhalten zu zeigen, vor allem dann nicht, wenn es etwas so Feundliches ist.

      Ciao Mimi
      ..........