Bindung,was denkt ihr darüber?

      Bindung,was denkt ihr darüber?

      Hey,
      ich mach jetzt mal ein einen Thread zum Thema Bindung auf, weil es einfach schon so oft angesprochen wurde in den unterschiedlichsten Themen.
      Ich denke das Bindung das A und O einer Beziehung zu einem Hund ist.

      So nun zu den Fragen:
      Wie habt ihr eine gute Bindung zu eurem Hund aufgebaut?
      Wie erkennt man eine gute bzw. schleche Bindung?
      Vielleicht habt ihr Büchertipps die eure Meinung dazu vertreten und die ihr empfehlen könnt?

      Es ist ein wichtiges Thema das bestimmt nicht nur mich interessiert und das vielleicht eine gute Grundlage wird worauf man zurück greifen kann wenn hier über andere Themen diskutiert wird.

      Ich hoffe auf viele sinvolle Beiträge auch wenn ich weiß das die Meinungen darüber sehr auseinander gehen. Bitte zofft euch nicht zu arg :wink:.

      LG Marly
      Hallo Marly.

      Eine Bindung baut man dadurch auf, das der Hund merkt das ER von UNS abhängig ist.
      Das kann man zb durch aus der Hand füttern, aber auch dadurch das Futter nicht den ganzen Tag stehen zu lassen. Sondern Fütterungszeiten zu haben wo der Mensch bestimmt wann und wie lang das Futter dort steht.
      An der Leine sollte es auch nach der Nase des Menschen und nicht der des Hundes gehen, dh bleibt der Hund stehen zum schnüffeln sollte der Mensch eher weitergehen, aber dennoch drauf achten das er selbst mal stehen bleibt damit der Hund dann schnüffeln kann(sollte aber nicht gleichzeitig mit dem STehenbleibenwollen des Hundes übereinkommen).
      Aktionen sollten auch von dem Menschen ausgehen, spielen,gassi,fressen... und nicht die Aufforderung des Hundes angenommen werdne.
      DH nicht das man nicht gehen soll wenn der Hund muss oder so.
      Kommt Hund mit einem Spielzeug sollte man in der Gesamtheit aller aktionen ablehnen und eigene starten.
      Wir haben uns nicht nach dem Hund sondern der Hund nach uns zu richten und auf uns zu schauen(Wir müssen dennoch für seine Bedürfnisse natürlich aufkommen).

      Hat natürlich einige positive auswirkungen auf die Rangfolge...

      Oft fällt es schnell auf ob eine Bindung besteht wenn man spazieren geht,
      teils kann man es schon erkennen, wie weit sich der Hund entfernt, oder ob er kommt wenn Herrchen ruft und weggeht...
      Ist aber nicht immer so.
      www.hundemix.de.vu

      RE: Bindung,was denkt ihr darüber?

      Hallo!

      Also meine Definition von Bindung ist eine ganz andere als Liz´s. Ich mache alles umgekehrt. :eek:

      Vorweg mal ein Definitionsbeispiel, das ich aus Wikipedia habe:

      "In der Psychologie ist Bindung die Bezeichnung für eine enge emotionale Beziehung zwischen Menschen. Das Bindungsverhalten besteht aus verschiedenen beobachtbaren Verhaltensweisen wie Lächeln, Schreien, Festklammern, Zur-Mutter-Krabbeln, Suchen der Bezugsperson usw. Diese Verhaltensweisen werden unter dem Begriff Bindung als ein Verhaltenssystem beschrieben."

      Wie habt ihr eine gute Bindung zu eurem Hund aufgebaut?


      Ich denke nicht, dass Abhängigkeit des Hundes zum Menschen eine gute Bindung aufbaut, sondern wenn dann gegenseitige Abhängigkeit. Man muss nicht immer Chef sein um eine gute Bindung zu seinem Hund aufzubauen.

      Man will ja eine Beziehung zu seinem Hund und das ist ein Geben UND Nehmen, also nichts Einseitiges. Ein Hund sollte dabei eher ein gelichberechtigter Partner, mit Rechten und Pflichten sein.

      Bei Zorro war es so, dass er immer dabei, nie (oder so gut wie nie) alleine war. Jeder Urlaub war mit Hund, jeder Restaurantbesuch, jeder Stadtbummel und selbst zum Einkaufen, war der Hund dabei und hat das Auto bewacht :wink:. Er hat immer seinen Teil vom Tisch gekriegt, er ist fast immer ohne Leine gelaufen, musste also selber schauen, dass er den Anschluss nicht verpasst.
      Er durfte aber auch immer mal wieder entscheiden welcher Spazierweg heute genommen wird.
      Wenn Zorro schonmal in die Stadt mitmusste, was ihm nicht wirklich gefiel, zumal dies eine der wenigen Situationen war, in denen er an die Leine musste, dann durfte er auch in seelenruhe an den Hundemarken schnüffeln, soviel Zeit musste sein.
      Genauso habe ich aber in der Stadt verlangt, dass er vor der Umkleidekabine ohne Leine wartet, bis ich ein paar Sachen probiert habe, dass war dann eine seiner Pflichten, genauso wie im Restaurant unter dem Tisch zu bleiben, was er aber toll fand, Hunde lieben alles höhlige, das musste man ihm überhaupt nicht beibringen, das ging automatisch.

      Und wenn ihm nach spielen ist, warum dann nicht mit dem Hund spielen? Nur damit ich der Oberchef bin, der alles entscheidet? Wenn ein Hund mich freundlich auffordert, wie könnte ich da nein sagen?!
      So baut man auch zu einem fremden Hund schnell eine Bindung auf, der Hund merkt, dass sich eine Kommunikation mit mir für ihn lohnt, denn er "bat" mich um ein Spiel und ich bin dieser "Bitte" nachgekommen, also wird der Hund auch weiter versuchen eine lohnende Kommunikation aufrecht zu erhalten.

      Das ich natürlich nicht durchgehen lasse, wenn er mich immer fester in den Arm beißt, sondern auch mal mit den Fingern zurückzwicke oder sogar das Spiel abbreche ist für mich selbstverständlich, wird vom Hund immer verstanden und zeigt ihm dann auch wieder seine Grenzen, seine Pflichten, dass er sich nicht alles erlauben darf. Ich bin aber niemals nachtragend und akzeptiere auch sofort die "Entschuldigung" des Hundes, die meist unmittelbar erfolgt.

      Wie erkennt man eine gute bzw. schlechte Bindung?


      Naja, was soll ich dazu sagen. Eine gute Bindung ist für mich ein Hund, der ohne Leine oder Gewalt auch am größten Rivalen seinem Herrchen zu Liebe vorbeiläuft. Der sich aber auch nicht scheut, seine Wünsche und Bedürfnisse vor seinem Herrchen auf seine, ihm mögliche Art mitzuteilen und ein Herrchen, dass dies auch respektiert. Ein Hund mit einer guten Bindung wird sich immer wieder nach seinem Herrchen orientieren, über Blickkontakt rückfragen ob alles okay ist auch auf seinen geliebten, aber lahmen Zweibeiner geduldig warten, wenn der mal wieder nicht hinterherkommt und ein Hund mit einer guten Bindung wird auch alle Fehler seiner "Krone der Schöpfung" verzeihen.

      Eine schlechte Bindung hat, ganz einfach gesagt, ein Hund dem sein Herrchen völlig egal ist, dem andere Hunde, andere Menschen viel wichtiger sind, weil sie ihm mehr geben können. Eine schlechte Bindung ist eben das genaue Gegenteil, von dem was ich oben schrieb.

      Vielleicht habt ihr Büchertipps die eure Meinung dazu vertreten und die ihr empfehlen könnt?


      Ich habe ein neues Lieblingsbuch, dass eigentlich zum Großteil auch das von mir geschriebene wiedergibt. Es ist kein Erziehungsbuch im herkömmlichen Sinn, sondern gibt die Ansichten und Erfahrungen des Autors wieder, habe es noch nicht ganz durch, aber bis jetzt spricht es mir aus der Seele:

      "Freundschaft statt Dominanz" von Alexander Epp.

      Er schreibt darüber, wie sich ein Hund verhalten wird, wenn er eine gute Bindung hat und wie, wenn er eine schlechte hat. Kann ich jedem Hundehalter nur empfehlen, denn es öffnet hoffentlich manchen Haltern die Augen.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hi,
      was du gesagt hast Mimi spricht mir aus dem Herzen. Wenn mein Hund kommt und mir das Spielzeug vor die Füße wirft fällt mir es unglaublich schwer das zu ignorieren und bei mir ist es auch so das mich mein Hund fast nur nicht zum spielen auffordert wenn er schläft und ihn dann aus dem Schlaf reißen?
      Ich habe mir das Buch bestellt das du mir emphohlen hast weil es mir aus dem Herzen spricht (auch wenn mein Geldbeutel jetzt laut Aua schreit, aber ich bin sowieso Pferde-und Hundesachbücher süchtig).
      Im Hintergrund ist immer noch die spricht das kann doch nicht klappen das muss alles auf Dominaz und Rangfolge beruhen aber ich werde es ausprobieren.
      LG Marly
      (das war jetzt vielleicht alles durcheinander aber ich manchmal kann ich meine Gedanken einfach nicht ordnen)

      RE: Bindung,was denkt ihr darüber?

      Hi,
      Original von Marly
      Wie habt ihr eine gute Bindung zu eurem Hund aufgebaut?

      ein entsprechender Umgang mit dem Hund ist der Schlüssel zu einer guten Bindung. Auf der HP von unserem Hundetreff haben wir folgendes dazu verfasst:
      hundetreffen.com/philosophie/
      Original von Marly
      Wie erkennt man eine gute bzw. schleche Bindung?

      Dies kann von Hund zu Hund bzw. von Rasse zu Rasse ganz unterschiedlich sein. Ein Jagd- oder auch Herdenschutzhund ist auf selbstständiges Handeln weg von seinem Menschen selektiert worden! Dies hat dann auch Auswirkung auf das Verhalten des Hundes, indem er z.B. weniger Augenkontakt anbietet als ein anderer Hund bzw. Rasse, die auf Arbeit nahe des Menschen selektiert wurde. Beide haben mitunter aber eine gleich starke Bindung zu Ihren Menschen !
      Daher teile ich auch nicht die Meinung mancher, die da behaupten, dass ein Jagd- ein Bindeproblem sei.
      Original von Marly
      Vielleicht habt ihr Büchertipps die eure Meinung dazu vertreten und die ihr empfehlen könnt?

      Jean Donaldson " Hunde sind anders " nach wie vor auch zu diesem Thema sehr empfehlenswert !

      Grüsse
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)
      :D Huhu ihr zwei!

      Ich habe extra immer KANN geschrieben ;)
      Von dem Standpunkt ausgegangen-Es gibt keine Bindung, so kann man es so machen.

      Bei vielen ist das garnicht nötig!
      Hat man ein Dominanzproblem mit seinem Hund, sollte man ziemlich konsequent sein mit allsowas.Doch!!! Hat man keins kann man natürlich alles ziemlich lockern!!!
      Ich sprach nicht von einer Dominanz-Unterwürfigkeitsbeziehung sondern davon wie man Bindung aufbauen kann wenn keine Vorhanden ist und nichtmal ein Bezug zum Menschen da ist.

      Bei uns, wo zb wirklich eine starke Bindung da ist, lass ich meine Hunde mich auch mal auffordern, passiert aber eher selten, gestreichelt zu werden oder zum spielen. Ich muss auch nicht zuerst raus oä.
      Mir ging es nur darum Bindung aufzubauen, bei einem Hund wo kein bezug und keine Bindung da ist!

      In deiner Wikipediadefinition, steht denke ich nicht umsonst das es eine Definition unter MENSCHEN ist.
      Kinder und Hunde haben zwar viel gemeinsam aber vergleichen kann man es doch nicht ganz. Die Bindung von Hund zum Menschen und MEnschen zum Kind sowie umgekehrt ist eine andere und muss auch immer eine andere bleiben ;) .

      Marly!
      Diese Dominanz-Rangfolge sache finde ich immerwieder schrecklich.
      ;) Es geht anders! Ganz sicher.
      Teils braucht man einfach nur den richtigen Hundetrainer der wirklich was auf dem Kasten hat!
      Mein Hund soll keine Angst vor mir haben, auch wenn die meisten das missverständlich als Respekt verstehen wollen. Sonder mich lieben, brauchen und respektieren. Und das sollte man eher gewinnen als erzwingen.
      www.hundemix.de.vu
      es gibt sehr gute bücher zum thema bindung. nur ist die frage: wie wissenschaftlich soll es denn sein ? ich finde einfach, dass bindung auch sehr viel mit psychologie (außerdem sozialisation und erziehung) zu tun hat. die meisten bücher behandeln diese themen aber selten genau genug (vor allem auch, weil die psychologie einfach mehr ist als "blabla" - überspitzt formuliert :wink: ) und zusammen. hinzu kommt, dass man grundlagen verstehen muss um darüber zu reden. ohne psychologisches vorwissen fehlen diese einfach und viele kann nicht verstanden werden. (säugetiere sind dem menschen in verschiedenen verhaltensformen selbstverständlich nicht sooo unähnlich.)

      außerdem sehe ich unterschiede bei den bindungsebenen. da hunde unterschiedliche einsatzgebiete haben, stellt die bindung auch unterschiedliche formen dar. ein wachhund wird niemals wie ein familienhund gehalten werden. aber dennoch hat er eine intensive bindung zu seinem herren. dafür kann ein hund, der nur ein accessoire ist eine sehr schlechte bindung zu seinem herren haben, weil sich sein herrchen ja nicht mit ihm beschäftigt.

      und die frage ist auch: was ist eine gute beziehung und was eine schlechte ? ist es wirklich gut, wenn der hund ohne den menschen nicht mehr kann ? ist es schlecht, wenn der hund nicht darauf wartet, dass endlich ein (erlösender) klick kommt ?


      edit:
      In deiner Wikipediadefinition, steht denke ich nicht umsonst das es eine Definition unter MENSCHEN ist.
      Kinder und Hunde haben zwar viel gemeinsam aber vergleichen kann man es doch nicht ganz. Die Bindung von Hund zum Menschen und MEnschen zum Kind sowie umgekehrt ist eine andere und muss auch immer eine andere bleiben ;) .

      die grundlegende bindung kann man ohne probleme vergleichen, weil in diesem stadium bei säugetieren die gleichen bedürfnisse vorliegen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gast3208“ ()

      Hey,
      erst einmal danke für die vielen hilfreichen Antworten.
      Mir ist heute während ih so darüber nach gedacht habe folgendes eingefallen:
      Ich denke mal es gibt zwei "Extreme" in der gewaltlosen Hundeerziehung(damit meine ich ohne köperliche Gewalt z.B. schlagen).
      Die eine ist wenn man den Hund wie einen Menschen behandelt wird, was man oft nicht erziehen nennen kann und oft zu Problemen oder keinem Erfolg führt.
      Das andere ist wenn man den Hund wie einen Wolf erzieht,d.h. dass man selbst zum Wolf wird(was natürlich nicht funktioniert) und den Hund so erzieht als wäre er noch ein Wolf. Das ist meiner Meinung nach auch nicht ganz richtig weil es zum einen nicht nur die wörtliche Trennung von Hund und Wolf gibt sondern auch die Trennung nach dem Verhalten.
      Ich denke natürlich das der Hund vom Wolf abstammt(und nicht vom Menschen :wink: ) und das es immer noch viele Verhatensparallelen gibt.
      Aber trotzdem ist der Hund ein Hund und kein Wolf!
      Das heißt jetzt für mich das die Erziehung an die "Erziehung des Wolfes"(ich weiß nicht wie ich es sonst nennen sollte) angelehnt sein sollte aber sowohl die Rasse und sein Verhalten immer in die Erziehungsmethode mit ein fließen muss. dann ist nur noch die Frage wie man das macht :biggrin:.

      LG Marly (die malwieder versucht hat ihre Gedanken zu ordnen und zu "Papier" zu bringen)
      Bindung - Funktion, Faktoren, Mechanismen

      @ Liz
      Sorry, Liz, die Mechanismen, die Du nennst bauen, weniger eine Bindung auf und zeigen nicht die Qualität einer bestehenden Bindung an. Sie regeln vielmehr die Hierarchie der Gruppe. Bilden Status, bauen damit Statusgefälle und Befehlsbefugnis auf.

      Wie weit sich der Hund (räumlich) entfernt, lässt wenig Rückschlüsse auf eine bestehende Bindung zu. Auch stark gebundene Hunde sind zu selbstständiger Aktivität fernab des Halters befähigt. Auch für die Folgsamkeit ("... wenn Herrchen ruft ...") ist die stärke der Bindung von sekundärer Bedeutung. Primär regelt die Folgsamkeit - allgemein formuliert - wiederum das Statusgefälle und nicht zu vergessen das aktuelle Motivationsgeflecht.

      @ Mimi
      Richtig. Man muss nicht Chef sein, um Bindungen aufzubauen / zu ermöglichen. Bindungen entstehen innerhalb der Hund-Mensch-Gruppe ebenso zwischen den Individuen untereinander. In allen Etagen. Wenn auch zumeist eine gute Bindung zum erkennbaren "Chef der Gruppe" bevorzugt angestrebt wird. Wobei der Hund weit weniger eine auf den Alpha fixierte und agonistischen Gruppenstruktur lebt, als sein Vorfahr, der Wolf. Er dennoch an die hedonistische Gruppe der Menschen nicht heranreicht, sich dieser aber in den letzten Jahrtausenden bis fast hin zum Erreichen angenähert hat. Was der Bindung an den Alpha ein wenig die Bedeutung raubte.

      Die stärkste Bindung muss demnach beim Hund nicht mehr zum "Alpha" der Gruppe geknüpft sein. Papi kann der unangefochten akzeptierte Chef für den Hund sein. Dennoch mag er - messtechnisch erfassbar - deutlich stärker an die Tochter gebunden sein. Die "Güte" / Stärke der Bindung lässt sich damit also nicht durch Folgsamkeit und Unterordnungsbereitschaft abschätzen!

      Bindung und fremde Hunde.
      Richtig erkannt. Der Hund ist ein lebenslang bindungsfähiges Wesen, bei dem auch im hohen Alter geknüpfte Bindungen nahezu genauso intensiv ausfallen können, wie Bindungen, die im Welpenalter in den Sozialisations- und anderen sensiblen Phasen etabliert wurden.

      @ all
      Um Bindung zu beurteilen muss man sie zunächst einmal von anderen sozialen Mechanismen streng trennen. Dann sollte man hinterfragen, wozu Bindung eigentlich dient. Nicht zuletzt: Welchen Mechanismen unterliegt eine "Bindung"?

      Bindung ist nötig, da gruppenbildende Wesen die Gruppe als Schutz (z.B. vor dem Feind oder dem Verhungern) benötigen. Diese Bindungswilligkeit hemmend wirkt jedoch die gleichfalls vorhandene Furcht vor den Gruppenmitgliedern als Konkurrenten um die Ressourcen (agonistische Gruppenstruktur).

      Zur Definition von Bindungen zieht man im allgemeinen (für den Menschen, Primaten, aber auch andere Säugetiere) vier Faktoren heran:
      -> gemeinsame Aktion
      -> moralische Unterstützung
      -> altruistische Tendenzen
      -> "Umwandlung" (die Gruppe bildet in der Aktion nach außen hin fast ein neues Individuum)

      Alle vier Faktoren treffen auf das Bindungsverhalten des Haushundes und die daraus entstehende Gruppe zu. Die gemeinsamen Unternehmungen und das Anstreben solcher durch den Hund sind für jeden Halter klar erkennbar und erlebbar. Die "moralische Unterstützung der Gruppe" spiegelt sich im Regelverhalten des Hundes z.B. ggü. nicht personifizierter Autorität bestehender Gruppenregelungen wider. Der Hund unterstützt teils ohne Rücksicht auf die eigenen Interessen die Interessen des Halters und die der Gruppe - manchmal gegen den eigenen Vorteil handelnd. Dieser Altruismus wird vom Hund aus eigenem Antrieb in die Gruppe eingebracht. Unbelehrt. Genetisch determiniert. Und jeder weiß, wie stark Hund und Halter, die sich miteinander beschäftigen, zu einer neugeschaffenen Einheit zusammenwachsen, teils wie EIN Organismus agieren können.

      Die Betrachtung dieser Faktoren, deren Vorhandensein und deren Ausprägung in der betrachteten Gruppe gestattet letztlich eine Beurteilung der Qualität der Bindung.

      Die Bindungsfähigkeit folgt den sensiblen Phasen des Welpenalters nach. Das Erkennen eines Gruppenmitglieds als Artgenossen erzwingt nicht automatisch den Aufbau einer Bindung (wie dies bei Formen der "klassischen Prägung" geschieht). Ermöglicht / begünstigt diesen jedoch (im späteren Leben). Die artübergreifende Bindung des Hundes an den Menschen ist eigentlich ein Sonderfall. Für den Hund jedoch genauso selbstverständlich, wie die Bindung an einen Artgenossen. Wölfe hingegen binden sich NICHT an den Menschen, auch wenn sie in den Sozialisationsphasen buchstäblich mit Kontakten zu Menschen überschüttet wurden. Wieder stecken hier beim Hund genetische Determinismen dahinter (Scott / Martson 1950(!)), die sich aus jahrtausendelanger Selektion durch den Menschen entwickelt haben.

      Bindung darf niemals als ein "Kleben am Halter" missverstanden werden. Sicher hat Bindung auch etwas mit Nähe zu tun, mit "sich hingezogen fühlen", mit dem Anstreben von Nähe. Die stärkste Bindung verhindert jedoch nicht eigenständiges Agieren auch in Abwesenheit des Halters. Lediglich wenn eine solche Trennung aufgrund der Umstände vom Hund als Verlust (vorübergehend oder endgültig) "entschlüsselt" werden kann (oftmals wird hier auch vorschnell und deshalb falsch entschlüsselt), entsteht massiver, teils lebensbedrohlicher Stress für den gebundenen Hund.

      Ebenso darf man nicht vorschnell aus sichtbarem Verhalten auf vermeintlich bestehende Bindung schließen. Begrüßung und Spiel mit einem fremden Menschen, selbst wenn darüber der eigentliche Halter, zu dem nachweislich eine starke Bindung besteht, kurzzeitig ins Abseits gerät, deutet nicht auf eine schlechte Bindung zum Halter oder auf Bindungswilligkeit / bestehende Bindung nach außen hin. Der Hund lernt "seine Gruppe" rasch kennen, sie nach außen hin abzugrenzen. Und wenn sie ihm buchstäblich "genug gibt", bindet er sich nicht weiter nach außen. Entstehende Bindungen nach außen - erkennbar z.B. durch ein Anschließen des Hundes an Außenstehende; Streunerei ohne Rückkehrwilligkeit; ... - deuten auf Defizite in der Gruppe hin. Die Bindungswilligkeit / -suche wird dabei aus dem Agonismus Furcht vor Verlassenheit / Furcht vor dem Gruppenmitglied bestimmt. Übersetzt: Ist das Verhältnis in der derzeitigen Gruppe zwischen Vorteil und Nachteil im richtigen Lot? Falls der Hund "meint", dies sei nicht der Fall, versucht er sich nach außen zu binden.

      *** Grundkurs Püschologie des Hundes / Bindungsverhalten --- ENDE --- :D ***

      Servus
      age
      Hallo!

      @Liz

      Bei vielen ist das garnicht nötig! Hat man ein Dominanzproblem mit seinem Hund, sollte man ziemlich konsequent sein mit allsowas.Doch!!!


      Ich habe mir schon gedacht, dass Du darauf in Deinem ersten Post abgezielt hast, aber da liegt halt auch schon der "Hund begraben".

      Es ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis für einen Menschen, wenn es denn erst zu "Dominanzproblemen" kommen muss, bis man dann über Konsequenz, vielleicht sogar Strenge und Gewalt, seinen Hund einigermaßen wieder "runterdrückt".
      Natürlich hat auch Zorro, als er ein Jungspund war, versucht sich durchzusetzen, aber man hat einzeln entstehende Probleme GLEICH gelöst und nicht gewartet bis sich sich zum vielzitierten "Rangordnungsproblem" ausgebaut haben.

      Daher ist für mich Bindung eher, das von Anfang an gemeinsame Zusammenspiel und nicht die Anstrengung einen vermuksten Köter wieder gerade zu biegen.

      @sass

      Du hast recht, das mit den unterschiedlichen Aufgabengebieten oder den verschieden ausgeprägten Charakteren der Rassen, ist auch ein interessanter Aspekt.

      Das ein verwöhnter Schoßhund eher eine schlechte Bindung zum Besitzer hat, weil er seinen Hund ja als solchen gar nicht ernst nimmt ist verständlich, hat dann aber wieder mehr mit dem Umgang des Halters, als mit einer Rasseeigenart zu tun.

      und die frage ist auch: was ist eine gute beziehung und was eine schlechte ? ist es wirklich gut, wenn der hund ohne den menschen nicht mehr kann ? ist es schlecht, wenn der hund nicht darauf wartet, dass endlich ein (erlösender) klick kommt ?


      :clap: :clap:

      @Marly

      Das heißt jetzt für mich das die Erziehung an die "Erziehung des Wolfes"(ich weiß nicht wie ich es sonst nennen sollte) angelehnt sein sollte aber sowohl die Rasse und sein Verhalten immer in die Erziehungsmethode mit ein fließen muss.


      Dein Ansatz ist gar nicht übel, so bist Du auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. :zustimm:

      Ciao Mimi
      ..........
      Ich sage es jetzt mal ganz einfach ohne Mechanismen usw.

      Für mich heißt das Wörtchen Bindung jetzt einfach mal, das mein Hund und ich Freunde sind. Diese Bindung entstand einfach im täglichen Miteinander und das wir Sachen zusammen spielerisch erarbeiten, zusammen spazierengehen, "gemeinsam" essen, usw. Einfach dadurch, dass wir zusammenleben, uns aufeinander einstellen, kuscheln, schlafengehen, usw.

      Ich muss mir eigentlich nicht groß überlegen, wie ein Bindung entsteht, es kommt einfach automatisch, wenn man "gemeinsam den Alltag erlebt"

      Hört sich jetzt irgendwie menschlich an, natürlich ist Mona ein Hund, aber im Prinzip ist es für mich nicht soviel anders, außer dass ich eben das Futter kaufe oder sowas.
      Wir haben eine Bindung, weil wir "freunde" sind.

      Achso und eine schlechte Bindung ist für mich an sich garkeine wirkliche Bindung, sie ist ein schlichtes Unter- Überordnungsverhältnis und hat wenig mit Bindung zu tun.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peanut“ ()

      @ age
      Du meinst also das Bindung unabhänig von der Hirarchie in der Gruppe ist, oder?
      Die Autorität oder der auf den der Hund hört hat aber der der in der Hirarchie höher steht in der Gruppe also sollte man bei der Erziehung auf die Rangfolge sowohl als auch auf die Bindung achten?
      @ Peanut
      Sicher ist Dein Verständnis von Bindung ... äh ... "volksnäher" ... Doch lässt sich mit Deiner "Definition" nicht arbeiten. Du unterscheidest nicht zwischen Ursache und Wirkung uvm. Für den gewöhnlichen Hundehalter ist das, was ich weiter oben schrieb sicher kein unabdingbares Wissen. Wenn er Dinge wie Bindung, aber auch Dominanzprobleme, Status und Hierarchie "aus dem Bauch heraus behandelt", ist er meist erfolgreicher, als wenn er verbissen versucht aus solcher Theorie eine Strategie des Zusammenlebens zu basteln. Doch bei Problemen, die nicht mehr mit "Bauch", sondern nur noch mit Verstand zu lösen sind, ist der Fachmann angehalten, sich mit obiger Theorie (und noch weitaus tiefergehenderen Aspekten) zu beschäftigen.

      Für die meisten Fälle reicht Dein Verständnis von Bindung völlig aus. Weshalb sich selbst der "informierte Hundehalter" eigentlich keinerlei Gedanken über meinen obigen Science-Babble zu machen braucht.

      @ Marly
      Du meinst also das Bindung unabhänig von der Hirarchie in der Gruppe ist, oder?


      Das ist abhängig davon, wie Du diese Frage genau meinst.
      Im Wolfsrudel beispielsweise gibt es hauptsächlich und an erster Stelle die Bindung an den Alpha (wenn auch gewisse Bindungen zwischen den anderen Rudelmitgliedern beschrieben werden). Er ist das ein und alles. Ihm dient alles. Und wenn die anderen Mitglieder der Gruppe Glück haben, bleibt auch für sie etwas zu fressen übrig, eine Schlafstatt, ... und andere Ressourcenreste. Diese Haltung hat der Hund nahezu völlig aufgegeben. Ihm ist der Alpha selbst ebenso wie ein Aufsteigen in diese Position nicht mehr so wichtig. Wie schon geschrieben, lebt er beinahe schon hedonistische Strukturen.

      Bindung ist in so fern unabhängig von Hierarchie, als sie in Hundegruppen und ebenso Hund-Mensch-Gruppen in allen Schichten sehr ausgeprägt zu finden ist, den Alpha nicht einbeziehen muss, die Einzelbindung zwischen Individuen der "unteren Schichten" stärker ausgeprägt sein kann, als die an den Alpha selbst. Insofern ist Hierarchie nicht Voraussetzung für Bindung. Der soziale Status bestimmt nicht die Stärke der Bindung. In so fern könnte man sagen, ja, Bindung ist unabhängig von Hierarchie.

      Wie geschrieben, ist jedoch auch beim Hund die Tendenz festzustellen, lieber zum Chef eine Bindung aufzubauen, als zu "irgend jemandem". In so fern ist das Bindungsverhalten doch auch wieder tendenziell von Hierarchie bestimmt.

      Zum zweiten Teil Deiner Frage.
      In Anbetracht dieser anerkannten Tatsachen, möchte ich sagen, es ist beinahe wichtiger, auf eine starke Bindung zu achten, als übergroßen Wert auf eine - nur scheinbar doch so natürliche und vom Hund gewünschte - Hierarchie zu legen. Unter starker Bindung ist der Hund genauso verlässlich handelbar - wie ich Gutachtern beweisen konnte, sogar BESSER handelbar - als der einer Beziehung, die hauptsächlich Wert auf Status und Rangordnung legt.

      Wobei man den Begriff "Autorität" beim Hund nicht unbedacht / undifferenziert bemühen sollte. Ich riss weiter oben das hundliche Regelverhalten an. Man spricht hier von einer Achtung nichtpersonifizierter Autorität durch den Hund. Dies kann im Einzelfall die Autorität des höher- oder gar des an der Spitze der Rangordnung stehenden Individuums selbst in stark rangordnungsbetonten Mensch-Hund-Gruppen ausschalten. Eine erlernte Regel kann für den Hund bindender sein, als der massiv einschreitende Alpha. Da diese Fähigkeit des Hundes auch als starker Bindungsfaktor betrachtet wird, könnte man wertend festhalten: Bindungselemente stehen teils über Rangordnungselementen, neutralisieren ggf. hierarchische, personifizierte Autorität. Ergo: Bindung ist wichtiger als Status.

      Meine persönlichen Erfahrungen dazu zeigen, eine Bindung, die schon einer Fixierung gleichkommt, erhält einen im Wesen und Charakter vollständigen, nahezu unbearbeiteten Hund, unter Erhalt einer den Standard weit übertreffenden Lenkbarkeit. Selbst wenn man zeitgleich die Hierarchie in der Beziehung beinahe vollständig aufgelöst hat. Allein über das Bindungsstreben des Hundes lässt sich ein Lenkungspotential durch den Halter aufbauen (ich spreche nicht gerne von "Kontrolle" oder "Kommandogewalt"), auf das mancher "säbelschwingende Hierarchist" nur neidisch sein kann. Wieder gilt offenbar: Bindung schlägt Status. Welche Strategie für den Hund letztlich die "angenehmere" ist, mit der der Mensch die Ressourcenkontrolle an sich reißt, möchte ich hier einmal offen lassen ...

      Servus
      age
      @ age

      :D

      das wollte ich auch damit sagen, mein Beitrag sollte nicht heißen, dass alles andere falsch ist.

      Oft wird alles so theoretisiert und analysiert, dass der stinknormale Menschenverstand, der ab und an mal ausreicht, auf der Strecke bleibt.
      Oder der Hund gerade wegen dem mechanischen, theoresierten herangehen an die Sache verhaltensauffällig wird.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      Noch ein Nachtrag

      Verschränkung von Bindung & Hierarchie
      Bindung und Hierarchie sind beim Haushund in so weit sehr eng miteinander verknüpft, als allein das Bindungsverhalten schon Hierarchie aufbaut. Die Bindungswilligkeit des Hundes gesteht dem, an den er sich binden möchte automatisch einen gewissen Status zu. Er möchte ihn nicht verlieren, sucht dessen Nähe. Der Hund nimmt deshalb unangenehme Impulse hin. So auch Beschneidung der eigenen sozialen Freiheiten ("Folgsamkeit"), indem der Hund dem Halter eine gewisse Befehlsgewalt zuerkennt. Der Hund möchte sich binden. Duldet deshalb diesen Zwang zur Unterordnung - und schon hat man eine Gruppenstruktur mit dem Menschen an der Spitze.

      Die gleiche Struktur könnte man sicher auch mit der althergebrachten Hau-rein-Methode erzeugen. Man drangsaliert den Hund so weit, bis er um sein (körperliches) Wohlergehen / seine Unversehrtheit fürchtet und - wiederum vom Bindungsstreben gefesselt - die (erdrückende) Kontrolle des Menschen anerkennt. Ein Unterschied in der Form der Folgsamkeit ist auf den ersten (oberflächlichen) Blick kaum erkennbar. Wer den Hund liest, sieht die gravierend unterschiedlichen Signale. Erkennt, auf welcher Basis der Status des Menschen etabliert wurde.

      In dieser Hinsicht ist also Bindung erneut mit Gruppenstruktur / Hierarchie untrennbar verknüpft. Wenn auch diesmal aus der anderen Richtung. Nicht die Struktur der Gruppe erzeugt einen bevorzugten Bindungsvektor. Sondern die Bindungswilligkeit erzeugt eine Struktur.

      Unterschied & Gratwanderung
      Der gravierende Unterschied: Hierarchie allein kann man erzwingen. Mit Gewalt. Gegen den Willen / die Wünsche des Hundes. Aufgrund des kleinen Bindungsvorschusses, den der Hund immer in die neue Gruppe, in die er integriert werden soll, einbringt.

      Bindungsbasierte Hierarchie ist hingegen gewachsen und besteht aus vom Hund freiwillig ggf. aus (positiver) Überzeugung zugestandenem Status. Bindung kann man nur erwerben. Durch geschicktes Verhalten erwirken, verstärken. Bindungswillen auf Seiten des Hundes kann man lediglich fördern. Etwa dadurch, dass der Hund alle ihm wichtigen Ressourcen (auch die sozial-interaktiver Art!) in der Gruppe findet. Diese Ressourcen zu gewähren, stellt jedoch letztlich wiederum eine Gratwanderung dar. Da dieses zur-Verfügung-stellen vom Hund rasch als Möglichkeit des Kontrollerwerbs über den Menschen gebraucht werden kann. Soziale Interaktion jedweder Art ist für eine starke Bindung nötig. Nach falschem Muster gewährt, erkennt der Hund Manipulationsmöglichkeit oder gar Führungsschwäche. Was ihn selbst in höheren Rang zwingt. Was wiederum die Lenkbarkeit durch den Halter einschränkt. Bis hin zum totalen Kontrollverlust. Bindung ist ein wirksameres Instrument, als isolierte Hierarchie. Hierarchie "funktioniert" jedoch weitaus "kopfloser".

      Bildlich gesprochen: Die auf Bindung basierte Gruppe gehorcht mehr magnetischen Mechanismen gegenseitiger Anziehung. Die ausschließlich hierarchisch etablierte Gruppe kommt einer Fesselung, sich womöglich abstoßender Pole gleich. Was massive Auswirkungen auf den Gruppenzusammenhalt, sowie alle Interaktionsmöglichkeiten zwischen Hund und Halter zeitigt.

      Der Allmächtige provoziert Bindung
      Der Hund erkennt - nebst dem genetischen Auftrag, sich umgehend in eine Gruppe zu binden - nach kurzer Orientierung in einer neuen Hund-Mensch-Gruppe rasch die Sinnhaftigkeit einer Bindung an diesen komischen Menschen. Verfügt dieser doch ganz offenbar über unbegrenzte Ressourcen aller Art. Und er lässt den Hund sogar ohne Kampf daran teilhaben.

      Allein diese materiellen Faktoren reichen jedoch kaum für eine wirklich sinnvoll nutzbare Bindung aus. Hinzukommen müssen auf den Hund zugeschnittene soziale Interaktionen. Spiel. Spaß. Sport. Spannung. Interaktive Kommunikation. Körperkontakt - aber auch gewisse räumliche Distanz. Das Spiel mit sozialen Freiheiten und Freiheitsbegrenzung. Je mehr der Hund erkennen kann, der Halter ist - aus Hundesicht wohlgemerkt! - wirklich rundherum tauglicher Sozialpartner, desto intensiver wird er sich an ihn binden.

      Liebe auf den ersten Blick - entzaubert
      Spontane Effekte sind bei alledem nicht auszuschließen - und von der Wissenschaft beschrieben. Manchmal stellt spontane Sympathie des Hundes zu einer Person alle noch so perfekten Bemühungen des Halters um Bindungsverstärkung in den Schatten. Quasi eine Art Liebe auf den ersten Blick, die alle bisher geknüpften Bindungen übertrifft. Eine spontane Entscheidung für einen bestimmten Menschen, die meiner Erfahrung nach meist gar nicht so unerklärlich spontan ist. Vielmehr wird sie oft allein durch die Korrektheit der von einem Menschen ausgehenden Signale provoziert. Von der Stimmigkeit seines Verhaltens. Was der Hund innerhalb weniger Sekunden des Kontaktes entschlüsselt. Und sich deshalb umgehend Zuhause fühlt unter den ganzen anderen, sich ihm meist unverständlich, zweideutig und widersprüchlich zeigenden Menschen. Sich deshalb beinahe fluchtartig an diesen erkannten Zufluchtspunkt bindet.

      Aufgrund all dieser Fakten betrachte ich die auf Bindung aufgebaute Gruppe als erstrebenswertere Form des Zusammenlebens. Wobei man niemals vergessen darf, dass sich ein Hund ohne für ihn erkennbare Hierarchie ebenfalls nicht wohl fühlt. Er in der Gruppenstruktur gar nicht an der Spitze als Entscheidungsträger stehen möchte. Nur wird diese Hierarchie-Willigkeit des Hundes, zusammen mit der ihm eigenen Unterordnungswilligkeit, allzuoft falsch verstanden und in eine Form von Unterdrückung und Kontrolle / Beschneidung aller hundlicher Freiheiten, ein Zerbrechen des hundlichen Willens, seines Charakters verzerrt umgesetzt.

      *** Fortsetzung folgt ... falls erwünscht ... :sick: ***

      Servus
      age
      Wie habt ihr eine gute Bindung zu eurem Hund aufgebaut?

      - mit viel Liebe,Geduld,Nachsicht und konsequentem Handeln

      Wie erkennt man eine gute bzw. schleche Bindung?

      - wurde schon beantwortet. einige beispiel von mir: wenn hundi kommt und sein kopf in meinen schoß legt; wenn wir zusammen auf dem fußboden liegen,ich seine Nase knutsche :biggrin: und er es genießt; wenn er sich auf seinen rücken wälzt und seine bärenartigen geräusche von sich gibt,während ich ihm den bauch kraule :angel:

      Vielleicht habt ihr Büchertipps die eure Meinung dazu vertreten und die ihr empfehlen könnt?

      -lese über hunde nur im Internet


      LG sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      @ Marly

      ja mach ruhig weiter,wär aber sehr nett wenn du die Fremdwörter erklären könntest


      Ich werde mich hüten! Dann versteht man das ja ... und man könnte mir widersprechen ... :whistle:

      @ WhiteLady

      wie erkennt man schlechte bindung??


      Durch das Fehlen der Aspekte guter Bindung. Kaum Kooperation, Zusammenarbeit, Koordination, Kommunikation, wenig gegenseitiges Interesse, schlechtes Regelverhalten des Hundes, erkennbare Bedeutungslosigkeit des Halters für den Hund, ...
      Meiner Meinung nach ist es so, das Hund und Mensch die Bindung am besten damit aufbauen, wenn sie viel miteinander machen und erlleben. Man dem Hund viele Sachen zeigt und am wichtigsten: gegenseitiges Vertrauen. Denn ohne das gehts gar nciht. Meine Amy hat schon auf der Fahrt zu ihrem neuen zu Hause, sprich bei uns, eine Beziehung zu mir aufgebaut. Und zwar war es so, das dieser Hund ein wahres Nervenbündel war und zum Teil ncoh ist. Meine Mutter und cih konnten sie zuerst, also bei der Pflegestelle wo wir sie hergeholt haben, gar nciht anfassen und sie hat uns und vorallem meine Mutter total angekläfft. Doc ich hatte mich in diesen Hund schon verliebt bevor cih sie überhaupt gesehen hatte - einfach nur von dem Text her, der im Internet über sie stand - und so haben wir den langen Weg auf uns genommen und sind zu Bekannten nach Holland gefahren(Amy war in der Nähe der holländischen Grenze und bei Dortmud in der Nähe auf einer Pflegestelle), wo wir eine nacht geschlafen haben und am nächsten Vormittag eben zu ihr gefahren sind. Amy und ich saßen auf der rÜCkbank, zuerst hatte sie sich zieemlcih weiz von mir weggesetzt, aber wähernd der Fahrt lag sie immer wieder teilweise auf meinem Schoß und sie hat so gezitter und ich hab total viel mit ihr geredet und schon da war klar das wir super miteinadner klarkommmen würden. Ich bin ihre Bezugsperson und sie liebt cmih über alles und cih sie. Wir haben eine super beziehun aufeinander, klar bin cih der Ranghöhere, aber es ist eben ein geben und nehmen und basiert sehr auf Vertrauen, Respekt und Liebe. Sie freut sich immer cmih zu sehen und hat estra für mcih ihree Angst vorm Wasser überwunden und ich helfe ihr auch dabei, weniger Angst zu haben und mache ihr Mut und gebe ihr Unterstützung - und sie mir! wenn ich traurig bin kann sie mcih immer trösten und vorallem wieder aufbaue und aufmntern und ich sie genauso... Sie ist superlieb und hört klasse auf mich - jedenfalls meistens. Am Anfang hatte cih große Zweifel, weil sie zuerst kein bzw wenig Vertrauen fassen konnte. Männer mag sie überhaupt nicht, das heißt eigentlich hat sie Angst davor, aber auch das wird immer besser. Unsere Beziehung läuft eigentlich sehr gut und das hat nciht etwas mit Unterdrückung oder ähnlichem zu tun. Sie beschützt mcih und ich sie. Sie liebt mcih und cih sie. Sie braucht mich und cih brauche sie. Und so weiter... Ich finde das es das wichitgste ist, einander zu vertrauen und aufeinander zu achten.


      Sorry wegen den ganzen Rechtschreibfehlern, bin in Deutsch eigentlcih super, vorallem in der Rechtschreibung, aber ich schreib so schnell, da passiert mir das andauernd... :confused:
      Die Welt ist voller Tierleid.
      Warum?