2 Rüden= Stress pur

      2 Rüden= Stress pur

      Hallo Leudde,

      ich habe 2 Rüden (10 J. u. 2 Jahre). Leider sind die beiden spinnefeind. Da es schon zu Beissereien kam, haben wir die beiden seit ca. 4 Monaten räumlich getrennt. Nun ist es aber so, das selbst diese räumliche Trennung nicht mehr funzt. Mittlerweile ist es so schlimm, das sich beide "anprollen", wenn sie sich im Haus nur riechen. Der eine ist im Wohnkeller, der andere in der ersten Etage. Beide Etagen sind durch eine Treppe verbunden, an deren jeweiligen Ende eine Geländertür eingebaut ist. Somit können sich beide zwar sehr schlecht sehen, aber eben gut riechen und hören. Im Prinzip sind sie im Moment dabei sich fast ununterbrochen anzumachen. Dieser Zustand ist für uns mehr als nervig. So weit so gut. Da wir weder den einen noch den anderen weggeben wollen, suche ich nun nach einer Lösung. Vor kurzem habe ich von einem "Hundeguru" gehört, der unverträgliche Hunde wie folgt terapiert hat. Er band beiden einen Maulkorb um und ließ sie aufeinander los. Bei "Prollereien" hat er an beide "Backpfeifen" verteilt. Angeblich soll das funktioniert haben. Was haltet ihr davon?? Dazu muß ich sagen, meine Hunde wiegen 75kg und 54kg. Ich bin nicht der Schwächste, aber die zu trennen trau ich mir nicht zu. Gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Wie gesagt, weder der eine noch der andere sollen weg.
      Ich bin für jeden Tipp dankbar.

      Bullpower
      Hallo,
      von so einem "Guru" halte ich nichts, sie die beiden kastriert?Kann manchmal sehr hilfreich sein, wenn nicht dann wäre es ne möglichkeit den jüngeren zu kastrieren, denn beim alten bringt es nichts mehr...
      Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
      Die Methode dieses "Gurus" ist sicherlich nicht zu empfehlen, Gewalt gegen die Hunde führt nur dazu, dass sie sich noch mehr wehren bzw. evtl. auch gegen den Menschen gehen. Such dir einen kompetenten Trainer in deiner Nähe, der auch Hausbesuche macht und das Problem langsam angeht. Bei so großen Hunden (75 Kg ist ja der Hammer :eek:) könnte das allerdings wirklich schwierig werden.
      Falls es trotzdem nicht geht, wird wohl einer weg müssen, der momentane Zustand ist für beide sicherlich nicht angenehm :sad:
      Lg, Aly mit Golden Retriever Milo, Copper und Theo, Aussie Boris, Dsungare Adrian und Goldhamster Wesley

      RE: 2 Rüden= Stress pur

      ich denke mal, das ist nicht nur für euch nervig, sondern für die Hunde Stress pur.
      Wie lange geht das denn schon so ? d.h. wie lange "leben" denn die Hunde schon bei euch zusammen? Und wie verhalten sie sich, wenn sie sich ausserhalb ihres Reviers, sprich beim Spazierengehen, begegnen?

      Auf Dauer könnt ihr das den Tieren nicht zumuten. Müsst dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

      Gruss Monika
      Lasst den Katzen ihre Freiheit!
      ein Hund ist ein Hund, ein Vogel ist ein Vogel,
      eine Katze ist eine Persönlichkeit!

      RE: 2 Rüden= Stress pur

      Original von maximuma
      ich denke mal, das ist nicht nur für euch nervig, sondern für die Hunde Stress pur.
      Wie lange geht das denn schon so ? d.h. wie lange "leben" denn die Hunde schon bei euch zusammen? Und wie verhalten sie sich, wenn sie sich ausserhalb ihres Reviers, sprich beim Spazierengehen, begegnen?

      Auf Dauer könnt ihr das den Tieren nicht zumuten. Müsst dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

      Gruss Monika


      Ja also, der Kleine kam als Welpe zu uns. Am Anfang lief alles wunderbar. Als der Kleine 8 Monate war, kam es zu einer Rangelei wegen Futter, bei der der Kleine eine Bisswunde davon trug. Als er dann 1 Jahr 3 Monate war, kam es aus dem Spiel zu einer Keilerei. Hier hatten beide Bissverletzungen der nach harmlosen Art. Danach haben sich beide stets belauert und die "Luft brannte". Ich hatten keinen Bock auf eine neue Beisserei und habe die beiden nun vor 4 Monaten getrennt.
      Wie sich beide außerhalb des Reviers verhalten weiß ich nicht, da wir das noch nicht probiert haben. Allerdings weiß ich, das sich beide nicht mit anderen Rüden vertragen, also wird es untereinander genau so sein.
      Hundetrainer haben wir schon genug konsultiert. Keiner wußte eine Lösung. Nun wissen wir nicht weiter. Wie gesagt, weg soll keiner von beiden.

      Bullpower
      Hallo!

      Also von Aussagen wie "vielleicht hilft eine Kastration" halte ich absolut nichts, denn mit ziemlicher Sicherheit, wird die ganz und gar NICHTS helfen.

      Eigentlich ist das Verhalten der beiden Hunde ganz normal. Der junge Hund wird langsam erwachsen und er möchte jetzt die Führung in dem Hundeduo übernehmen. Der alte Hund fühlt sich mit seinen 10 Jahren aber noch nicht bereit, seine Position kampflos zu räumen.

      Da jeder Hund bestrebt ist (auch ein kastrierter) eine erhöhte Rangposition zu erreichen wird eine Kastration nichts daran ändern, dass die Rüden sich weiter kloppen wollen.

      Als er dann 1 Jahr 3 Monate war, kam es aus dem Spiel zu einer Keilerei. Hier hatten beide Bissverletzungen der nach harmlosen Art. Danach haben sich beide stets belauert und die "Luft brannte". Ich hatten keinen Bock auf eine neue Beisserei und habe die beiden nun vor 4 Monaten getrennt.


      Das Alter der ersten Auseinandersetzung passt genau und wenn die "Bissverletzungen" harmlos waren, dann war es auch KEIN Ernstkampf. Ich denke der größte Fehler war es, die Hunde zu trennen, das macht die Situation nur viel schlimmer, denn das Rangverhältnis ist nun schon über mehrere Monate ungeklärt und die "Wut" der Hunde steigt mit jedem Tag, wo sie es nicht klären können, aber ständig die gegenseitige Anwesenheit spüren.

      Die beste Möglichkeit wäre, auch wenns schwer fällt und nicht einfach wird, mit der Hilfe einiger kräftiger Freunde, die Hunde zusammen zu lassen und zu beobachten was passiert, wird es sehr schlimm, die Hund trennen, aber bleibt es bei einer lauten, kaum blutigen Show, die Hunde das klären lassen.

      Der alte Hund kennt den jungen von klein an, die sind ein Rudel und ein normal sozialisierter Hund, gerade ein Rüde, legt es normalerweise nicht darauf an, einen Rudelgefährten ernsthaft zu verletzen.

      Ihr müsst auf jeden Fall so bald wie möglich was tun, sonst kann es wirklich gefährlich werden, entweder die Hunde regeln das JETZT untereinander oder NIE.

      Ciao Mimi
      ..........
      genau was Mimi meint, so sehe ich das auch. es war und ist der grösste Fehler, die Hunde zu trennen, da sie sich der Anwesenheit des anderen ja bewusst sind. So steigt die Wut der Hunde.

      ich kann euch nur raten, geht mit beiden Hunden zunaechst mal in "neutrales" Gebiet. Am besten natürlich zu zweit und mit gebührendem Abstand.
      Das ganze wird jetzt natürlich sehr viel Geduld und Zeit kosten, die ihr aber meiner Meinung nach unbedingt aufbringen solltet, da diese Situation kein gutes soziales Umfeld für Hunde ist.
      irgendwann wird sich der ihre Wut vielleicht auch auf euch ausbreiten.

      Ehrlich gesagt, kann ich nicht verstehen oder nachvollziehen, warum ihr nicht wisst, wie sie sich "ausserhalb" zueinander verhalten. Geht ihr mit den Hunden nie raus?

      Gruss Monika
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      Hallo,

      kenne auch so einen Fall von 2 weißen Schäferhundrüden. Am Anfang wie der Welpe noch jung war gings gut aber später wollte der Rüde auch die 1. Position einnehmen. Hier kam es sogar zu schweren Bißverletzungen. Also der normale Streit um Machtverhältnisse war überschritten.

      Was ist zu tun, nicht so einfach, halte die Kastration für eine Lösung, wenn auch vielleicht nicht die Beste oder hilfreiche. Eine andere Möglichkeit Homeopatisch was zu machen. Vielleicht kann auch ein Hundeflüsterer weiter helfen.

      Da ihr eure Hunde nicht verlieren wollt, müßt ihr eben viele Infos sammeln und ausprobieren.

      Viel Glück und LG Charly