13jährige Katze mit Leberkrankheit umsiedeln?

      13jährige Katze mit Leberkrankheit umsiedeln?

      Hallo zusammen,

      da eine Katze meiner Eltern in letzter Zeit stark abgemagert ist, bin ich mit ihr zum Tierarzt gegangen und habe eine Blutuntersuchung machen lassen. Das Ergebnis ist, das sämtliche Leberwerte der Katze stark erhöht sind und nun ein Medikament nehmen muss. Was das sein wird, erfahre ich erst morgen. Ich hoffe, dass die Katze darauf anspricht. sie ist halt schon 13 Jahre alt...

      Nun aber zu meinem eigentlichen Problem. Da die Katze nun seit einem halben Jahr in's Haus meiner Eltern macht, meine Eltern sich aber geweigert haben, dem Problem auf den Grund zu gehen und die Katze nur ausgeschimpft und ausgesperrt haben, habe ich mich dazu entschlossen, die Katze in meine Wohnung mitzunehmen.
      Ich habe meinen Eltern schon seit Anfang an geraten, die Katze mal untersuchen zu lassen, da es ja durchaus was Organisches sein konnte. Die waren aber immer der Meinung, dass das eine Unart sei, ein Protestverhalten, da sie sich einer anderen Katze unterordnen muss usw. Ich weiß nicht, wie oft ich schon auf sie eingeredet habe, es mit anderen Methoden als ausschimpfen und aussperren zu versuchen. Heute erfahre ich, dass die Katze wohl schon länger krank sei und das Kack- und Pieselproblem mit ihrer Krankheit zu tun habe, da sie es nicht zurückhalten kann. Die Katze wiegt mittlerweile nur noch 4 Kilo. Ich könnt echt ausrasten...
      Ich will die Katze keinen Tag länger bei meinen Eltern lassen. Grundsätzlich könnte ich die Katze problemlos zu mir mitnehmen. Das Problem ist nur, kann ich eine 13jährige Katze einfach so aus ihrer Umgebung reißen? Selbst wenn, ich wohne gerade mal 2 Straßen von meinen Eltern entfernt. Sobald ich sie rauslasse - was auch kein Problem wäre - würde sie sich wieder ab nach hause machen. Ich habe das in der Vergangenheit schon mal probiert. Habe sie ca. 2 Wochen nur in der Wohnung gehalten und dann rausgelassen. Hat nicht lange gedauert, da hat sie den Weg zu meinen Eltern wieder gefunden.
      Vielleicht bleibt sie ja jetzt freiwillig bei mir, da die Situation nun eine ganz andere ist?
      Alternativen gibt es keine. In's TH kommt nicht in Frage.

      Was meint ihr?

      RE: 13jährige Katze mit Leberkrankheit umsiedeln?

      Die Frage ist, was es der Katze bringt? Da ihr so nah beieinander wohnt könntest Du sie doch warscheinlich auch bei Deinen Eltern versorgen, oder? Du müsstest Dich halt kontinuierlich durchsetzen, daß sie sie behandeln lassen.

      Wenn Du aber meinst, daß die arme Miez mit den anderen Katzen ein Problem hat oder Deine Eltern nicht auf sie eingehen, sprich, wenn Du den Eindruck hast die Katze hätte es bei Dir besser und mehr Ruhe, dann würde ich es versuchen. Zwei Wochen drinlassen wird aber warscheinlich nicht reichen, das reicht in fremder Umgebung meistens schon nicht, in bekannten Gebiet ist es natürlich noch einfacher zurück zu gehen.

      Was natürlich arg traurig ist - und das solltest Du Deinen Eltern auch mal kräftig unter den Latz schmieren - wären sie gleich zum Tierarzt gegangen hätte man die Sache vielelicht behandeln können bevor sie chronisch wird. Ich weiß ja nicht wie man sich hinterher fühlt, wenn man eine kranke Katze so behandelt, ich würde mich jedenfalls schrecklich schuldig fühlen.

      Schön, daß Du Dich da einmischst, gerade innerhalb der Familie ist das ja meistens dreimal so schwer. :clap:

      Grüße
      Tina
      Hi,

      die Katze hat nun ein Medikament bekommen, das sie 2 Mal wöchentlich einnehmen muss.
      Entgegen meinen Erwartungen hat sich meine Mutter nun selber um die medizinische Versorgung der Katze bemüht. Allerdings sagte die Tierärztin diesmal, dass das Piesel- und Kackproblem wohl eher mit ihrem Revierverhalten zusammenhängt - sie macht das nähmlich nur an bestimmte Stellen.
      Fazit ist nun, dass die Katze zwar bei meinen Eltern bleiben kann aber nur Zugang zu den Kellerräumen hat. In's Haus will meine Mutter sie nicht mehr lassen. Ich werde schauen wie die Katze nun in der nächsten Zeit auf das Medikament anspricht. Im Moment macht sie einen guten Eindruck. Und ich bin auch der Meinung, dass sie in den letzten Tagen wieder etwas zugenommen hat. Sollte sich der Zustand allerdings verschlechtern, werde ich sie wohl mit zu mir nehmen.
      Das ist zwar, wie bereits geschildert, nicht ganz unproblematisch, aber bei mir kann ich mich besser um sie kümmern und ihr Zuneigung geben, was ja auch förderlich für ihren Gesundheitszustand sein kann.