Streik im öffentlichen Dienst

      Original von fandaghiro
      @Klaus:
      Mit seiner eigenen Meinung kann man nie falsch liegen. :wink: :D

      Warum ich nicht in den öffentlichen Dienst gegangen bin? Ganz einfach... jetzt gibt es gleich wieder ein paar hinter die Ohren für mich.... :whistle: :D...aber nachdem ich ein großes Mädel bin, halte ich das aus:

      Als ich mich für "meinen Weg" entschieden hab, stand das nie zur Diskussion, weil ich für die meisten - und bitte dieses "meisten" nicht wieder überlesen :wink: dort angebotenen Jobs einfach nicht gemacht bin. Das hat mich auch nie interessiert! Ich bin nicht der Typ, der alles vorgemacht bekommen muss und immer gesagt bekommen muss, was es als nächstes zu tun gibt.
      Man kann das Kind auch anders nennen - ohne jetzt bitte als arrogant verstanden zu werden - nämlich überqualifiziert... :whistle: :D Sprich, ich hab was Ordentliches gelernt. :D

      Also durfte ich die Vorteile nicht geniessen und hab jetzt eben auch nicht die Nachteile zu tragen. Nicht die des öffentlichen Dienstes... aber die der freien Marktwirtschaft... und das ist das Gleiche in grün. Das sollten diese Streithähne mal kapieren!

      AEG etc. kann meinetwegen streiken soviel sie wollen. Damit ist die breite Öffentlichkeit schliesslich nicht betroffen. ..und was noch viel viel wichtiger ist, es wird der breiten Masse nicht geschadet. Für die bezahle ich auch nicht... für die Öffetlichen schon. Also kann ich mich hier auch aufregen!

      Mein Verständnis für die Streikenden wird nach wie vor nicht größer.... :whistle: Nach wie vor bin ich der Meinung, dass sie nun endlich mal die Konsequenzen ihres - unsinnigen - Handelns zu spüren bekommen sollen.

      Das mit dem "Rechtsanspruch für Jedermann" hört sich ja schön an.... aber probier das mal aus in der freien Marktwirtschaft.... :whistle: Irgendwie haben wir schon genug Arbeitslose...oder?

      Das war nun meine Meinung... ob schief oder nicht. Die gehört ganz alleine mir. :D



      eben, und gerade weil wir genug Arbeitslose haben, sollten nicht auch noch Stellen im öffentlichen Deinst abgebaut werden.
      Ich arbeite im Moment im Jugendamt und entgegen deiner Meinung bekommt man dort nicht alles vorgesetzt, sondern ist zu selbstständigewr Arbeit genauso gezwungen wie überall sonst auch.
      Und die Stellen da reichen hinten und vorne nicht.
      das ist Knochenarbeit und geht an die Substanz.
      Einfach sagen, dass man fast nur Vorteile davon hat und kaumn Nachteile ist einfach unfair.
      Manchen Berufsgruppen wird gerne unterstellt, dass sie faul sind. Dazu gehört auch der öffentliche Dienst. Aber einen wirklichen Einblick in die Arbeit haben Wenige. Wer denkt, das Amt hat immer nur dann zu tun, wenn es für den Bürger offen ist, denkt falsch.

      Und das mit dem öffentlichen Betreffen ist doch kein Argument: Wenn jemand etwas betrifft, darf nicht gestreikt werden, aber bei AEG sieht stört es nicht? Darf jetzt nur noch streiken, wer nicht das tägliche Leben betrifft mit seiner Tätigkeit?

      Erzieherinnen in Kitas haben eine enorme Arbeit, immer mehr Aufgaben zu bewältigen. Und ein mikriges Gehalt. Solche Leute haben das Recht zu streiken, genau wie jeder andere.

      Und nicht jeder im öffentlichen Dienst ist Beamter. Müllmänner z.B. nicht.
      Äh ja, sagt mal, wird hier eigentlich absichtlich alles überlesen???????

      Nochmals, ich hab hier von den "meisten" Berufen gesprochen nicht von allen!!!! ...und wenn ich mir oftmals so anschaue, was teilweise von den Öffentlichen geleistet wird... :whistle:

      ...und wieder wird nur dargelegt, wie "arm" die doch dran sind, die im öffentlichen Dienst arbeiten und wieder kann uns keiner sagen, wie sich die in der freien Wirtschaft wehren sollen, die keine Möglichkeit zum Streiken haben und denen es ganz genauso geht. Hallo wacht mal auf, ihr seid nicht alleine auf der Welt. Ich hab manchmal das Gefühl, hier werden ganz fest die Augen geschlossen, Die Kacke dampft für alle und nicht nur für euch "Öffentlichen". Schaut einfach mal über euren Tellerrand ein bisschen drüber hinaus. Aua, da draussen ist die große böse Welt... und zwar für alle!

      Warum ist das "öffentlichen Betreffen" kein Argument? Genau das ist das Argument, weil die Öffentlichkeit euch bezahlt und dafür Leistung erwartet, die den Zahlenden daher zusteht! Eigentlich doch nicht wirklich schwer zu verstehen... :think: :whistle:


      ...und das Beamter nicht gleich öffentlicher Dienst ist, hat sich tatsächlich schon rumgesprochen. :whistle: :wink: Hat ja auch noch keiner behauptet.
      Original von Feivel78
      Es müssten alle die Streiken einen Button oder Abzeichen bekommen das sie Streiken und wenn diese dann auch was Kaufen wollen sollte man ihnen das auch verweigern .

      Ich war am Letzte Woche in HH und da liegen die Müllsäcke auf der Strasse und das kann nicht sein.

      Zu mal das auch Ärtze und so nicht die Versorgung über nehmen. und das kann nicht sein.



      Original von Feivel78
      Was du hier reininterpretierst ist einfach nicht ganz richtig , was hat das mit der Juden verfolgung zu tun.

      Aber damals haben die Juden nichts verweigert sondern sollten ausgelöscht werden hingt etwas dein vergleich und ich frage mich was das eine mit dem anderen zu tun hat .

      Das die Streikenden anderen Leuten das Geschäft kaputt machen da wie in HH Müll auf der Strasse liegt und nicht abgeholt werden und dadurch Restaurants und andere Läden Geld einbusen haben ,

      Was ist mit den Krankenhäuser die nur noch Notversorgung machen ? daran denkt der nette Herr von Verdi nicht.

      Aber leider sitzt der Herr ja auf seinen 10000Euro monatlich und lacht sich ins Fäustchen


      die mich für diese Aussagen belächt haben vieleicht weil ich in manchen sachen eine andere Meinung habe als viel von euch kann ich euch nur mitteilen das in Düsseldorf gerade weil die Diakonie also so was wie die Uniklinik wegen dem Streik nur notversorgeung macht zwei Kinder gestorben sind da die Notaufnahme zu voll waren. Schüler aus der 7ten und 5ten Klasse sind wegen dem Scheiß streik tot.

      Bei allen Verständniss das leute zu wenig Geld für ihre arbeit bekommen aber sowas geht meiner meinung garnicht. Sorry echt.
      Moin auch,

      ich lese hier schon ne ganze Weile mit und denke mir immerzu:

      Wie würden sich hier einige verhalten ,wenn sie für etwas beim sagen wir Gaslieferanten bezahlen ,schön brav monatlich...und trotzdem nen kalten Hintern haben ,weil ...die streiken grad mal ,für bessere Bedingungen ,höhere Löhne etc. ...

      Ok nicht so passend das Beispiel ,aber ...WER von euch würde sagen ,ok ... macht mal ...steht euch ja zu ,friere ich halt ein bissel und geh kalt duschen :clap: :clap:

      Oder man geht wegen Schmerzen am We ins KH und die sagen Dir:"Holen sie sich bitte Tabletten aus der nächsten Apotheke,hier werden nur akute Notfälle behandelt,sie sehen nicht so aus ..."

      HALLO???


      Ne ,ich meine es ist ok für einiges zu kämpfen ,nur sollte dies nicht auf dem Rücken der Allgemeinheit ausgetragen werden.

      Ist meiner Meinung nach alles so geplant,weil die Bürger natürlich wettern ,wenn die Müllberge in den Himmel stinken ,da muss ja auf die Forderungen eingegangen werden...Das hat weniger mit "Für meine Rechte eintreten" zu tun ,ich nenne das "geplante Erpressung" .
      Mit diesen Todesfällen wäre ich vorsichtig.
      Ich glaube da wird auch viel aufgebauscht und jetzt eben für Negativpropaganda genutzt.
      wer weiß was da los war.

      Warum hat man in der freien Wirtschaft keine Möglichkeit zu streiken?
      In jedem soundsogroßen Betrieb gibt es auch die Möglichkeit, es wird doch dauernd hier und da gestreikt, nur eben nicht so medienwirsam
      und so im öffentlichen Interesse.

      Ich beziehe mich gar nicht unbedingtauf dich, fandaghiro, aber ich glaube auch nicht, dass man sich als Beamter so ausruhen kann wie das vielleicht früher mal war (kann ich nicht beurteilen). Ich finde es immer zweifelhaft, zu sagen, dass die meisten soundso sind.
      Bei uns im Jugendamt hängt so ein indianischer Spruch, den ich da sehr passend finde: Beurteile einen Menschen erst, wenn du zwei Wochen in seinen Mokkasins gelaufen bist.

      Müllmänner, Erzieher, Ärzte, alle die jetzt streiken leisten genauso wertvolle, harte Arbeit wie in der freien Wirtschaft auch.
      Und die Gehäter sind nicht so prall, die Renten später auch nicht...wo sind denn da die vielzitierten Vorteile, die diese Berufsgruppen angeblich haben?

      Keinem geht es um 18min mehr Arbeit am Tag.
      Faktisch ist in diesen Berufen die 40Stunden Woche einfach Realität, da geht es auch zum Teil bis 10 Uhr abends.
      aber darüber braucht man gar nicht diskutieren, ich finde es einfach nur veraltet, hier immer noch das Klischee des faulen Beamten zu bedienen.

      Ich wohne in Mannheim und bei mir vor der Tür stapelt sich auch der Müll. Aber man kann sich in so einer Situation doch auch mal denken: Bin ich froh, dass das normalerweise jemand wegräumt, anstatt sich drüber aufzuregen, dass es nicht gemacht wird.
      Ich wollte nie Müllmann/frau sein, ich bin froh, dass es Leute gibt, die diesen Job machen.
      Und wenn diese Leute auf Missstände in ihrem Berufsstand hinweisen wollen, dann ist das einfach ihr Recht!
      Sollen sie nur weil sie von öffentlichen Gelder bezahlt werden, jegliche Form der Kritik abgesprochen bekommen?
      Ich bekomme es täglich mit, die Arbeit wird immer mehr, der Bedarf immer größer, die Gelder immer weniger, man weiß nicht mehr, wo einem der Kopf steht vor Menschen, denen man gerne helfen möchte, aber es fehlt schlichtweg die Zeit! Wenn jetzt noch Arbeitsplätze gestrichen werden, sind noch weniger Leute da, die die immer größer werdenen Anforderungen bewältigen sollen, das kann so nicht weiter gehen.

      Man muß sich einfach vollkommen darüber im klaren sein: Bei diesen Streiks geht es um Arbeitsplätze! Um nichts anderes. Und für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die dringend gebraucht werden, sollte man sich einsetzen , auch mit dem Mittel Streik.

      Öffentlicher Dienst: Das heißt, dienste für Menschen. Sie räumen den Dreck weg, erziehen die Kinder, behandeln die Kranken...also steht es auch im öffentlichen Interesse, dass in diesen Bereichen Qualität der Massstab ist, das kommt uns allen zugute, wenn hier gegen Missstände angegangen wird.

      Beispiel Kita: Wenn jetzt noch Stellen gestrichen werden, leidet die Qualität. Immer mehr Erzieher müssen sich um immer mehr Kinder kümmern. Und die Arbeit wird immer anspruchsvoller, Kitas sind längst keine Kinderaufbewahrungsanstalten mehr, sie leisten immer mehr Erziehungsarbeit, übernehmen immer mehr Aufgaben der Eltern.
      Wenn jetzt eine Kita streikt und geschlossen hat, dann ist das sicher für die Betroffenen schlecht. Aber genausoschlecht, oder langfristig noch schlimmer ist, wenn die Qualität der Erziehung in Kitas abnimmt, und zwar genau für die, die jetzt über den Steik maulen.
      Letztendlich geht es bei ÖFFENTLICHEN Arbeiten auch immer um öffentliches Interesse.
      wenn bei Ford ein Auto schlechter gebaut wird als bei BMW, kauf ich eben keinen Ford. Da habe ich die Wahl.
      Bei öffentlichen Diensten nicht, ich muß als Normalversicherter in ein normales Krankenhaus wenn ich krank bin, ich komme nicht drumherum.
      Deshalb muß es doch jedem daran gelegen sein, dass diese Arbeit hochwertig ist und die Rahmenbedingungen für hochwertige Arbeit gegeben sein müssen.

      Umgekehrt ist dann das Geschrei groß, wenn ein Kind verhungert heißt es, warum hat denn keiner was gemerkt, Kita, Jugendamt, warum war keiner da?
      Fehler bei einer Operation, dann werden Ärzte und Kliniken angegriffen.
      Aber es ist doch kein Wunder, dass solche Dinge passieren, wenn ein Arzt nach 36harter Arbeit noch einen Notfall operieren soll!
      Oder die Erzieherin gar nicht mehr die Zait hat, auf jedes Kind einzeln einzugehen!

      Es ist einfach unfair, den jetzt Streikenden Faulheit oder Bereicherung oder Berechnung vorzuwerfen, nur weil uns jetzt ein Müllberg nervt.
      Sie handeln letztlich in unserem Interesse.
      Original von Dageggen
      eben, und gerade weil wir genug Arbeitslose haben, sollten nicht auch noch Stellen im öffentlichen Deinst abgebaut werden.

      Ach... Stellen im öffentlichen Dienst sind wertvoller als die auf dem freien Markt? Wieso denn das?

      An alle Streik-Sympathisanten:
      Erklärt mir mal bitte was daran gerecht ist, daß öffentlicher Dienst immerhin leichtes Lohnplus hatte in den letzten Jahren, der freie Markt aber Lohnminus (weswegen auch Nullrunden in den Renten eingeläutet werden!).

      Erklärt mir bitte warum Ihr es gerecht findet, daß ein Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bis zu 40% mehr Lohn als ein Mitarbeiter in der freien Wirtschaft bekommt - für die gleiche Arbeit(!)? Urlaubstage, 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Überstunden, bezahlte Pausen usw. lassen wir gleich weg. Haben die in der freien Wirtschaft auch weniger.

      Erklärt mir, warum Gewerkschaften sich nicht um die Arbeiter kümmern, die 40% weniger verdienen als der öffentliche Dienst und sozial schlechter behandelt werden. Warum schlagen sich Gewerkschaften für die in die Bresche, denen es noch viel besser geht als den meisten normalen Arbeitnehmern? Und warum findet der öffentliche Dienst das selbst so überaus korrekt? Fühlen sie sich gleicher als alle gleichen?

      Und nochwas: Wenn eine Firma (AEG) konkret gegen den eigenen Arbeitgeber streikt, dann ist das eine interne Geschichte die die unter sich ausmachen. Das geht Politik und Öffentlichkeit herzlich wenig an, es betrifft schlicht keinen Dritten.

      Streiks von Metallern oder Grubenarbeitern finde ich genauso daneben, nur moralisch nicht so verwerflich wie die im öffentlichen Dienst. Die gehen gegen die Wirtschaft, nicht gegen die Allgemeinheit.

      Gewerkschaften haben ausgedient. Zu der Zeit als sie entstanden waren sie richtig und wichtig, in den heutigen Zeiten sind sie Gift für die Gesellschaft und für die Wirtschaft.

      Grüße
      Tina
      @ TinaFÜ:

      :clap: :clap: ich denk es --- du schreibst es!

      Wenn nun die AEG streikt, dann wendet sich das in erster Linie gegen den eigenen AG und die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Was bedeutet es gehen Arbeitsplätze hier verloren. Das ist somit auch vollkommen in Ordnung, weil es unserer Wirtschaft dient, den Standort aufrecht zu erhalten.
      Weniger dient es unserer Wirtschaft wenn die Öffentlichen eine Streikwelle aufschwappen lassen. Die nächsten Gewerkschaften stehen schon in den Startlöchern um ebenfalls zu streiken. Jo, ok, legen wir alles lahm, und zum Schluß geht keiner mehr seiner Arbeit nach. Mal sehen wie lange es dauert bis auch mal die aktiven Streikbefürworter merken, wie es ist, mit den Ausswirkungen zu leben. Dann gibt es kein Strom, kein Gas, keine Post, keine Lebensmittel und keine Notversorgung mehr.
      Es wird sich ja hier immer nur dran hochgezogen, das auf den Öffentlichen rumgehackt wird. Das ist so nicht richtig. Es geht allein um die Tatsache, das ja irgendwer die Arbeit machen muß. Und wenn es nicht die sind, die das gelernt oder dafür verantwortlich sind, wer denn dann? Diese Menschen haben sich für ihren Job entschieden, und wenn es ihnen zuviel wird sollen sie eben was anders machen, anstatt immer nur kontraproduktiv vor sich hin zu jammern. Dann nützt es nix, nach so und so vielen Jahren Mißstand in einer Berufssparte, auf einmal alles lahm zu legen!!!
      Meiner Meinung nach grenzt das tatsächlich an Erpressung.
      Original von Dageggen
      Beurteile einen Menschen erst, wenn du zwei Wochen in seinen Mokkasins gelaufen bist.

      :think:
      Wenn ich nach zwei Wochen Fußpilz habe hab ich sie mir in seinem Schuhen geholt, weil er sich zu selten wäscht?

      Müllmänner, Erzieher, Ärzte, alle die jetzt streiken leisten genauso wertvolle, harte Arbeit wie in der freien Wirtschaft auch.
      Und die Gehäter sind nicht so prall, die Renten später auch nicht...wo sind denn da die vielzitierten Vorteile, die diese Berufsgruppen angeblich haben?

      Sie leisten genauso gute Arbeit - kriegen aber weniger dafür! Weniger Geld, weniger Pausen, weniger soziale Annehmlichkeiten wie Zuschläge, Lohnfortzahlung, usw.

      Aber man kann sich in so einer Situation doch auch mal denken: Bin ich froh, dass das normalerweise jemand wegräumt, anstatt sich drüber aufzuregen, dass es nicht gemacht wird.

      Tschuldige mal... ich zahle für die Entfernung des Mülls und das nicht zu knapp! So selbstlos ist leider keiner mir den Müll aus reiner Nächstensliebe zu entsorgen.

      Ich wollte nie Müllmann/frau sein, ich bin froh, dass es Leute gibt, die diesen Job machen.

      Gibts Du den Müllmännern zum Jahresanfang dann auch ihre verdiente Anerkennung?

      Sollen sie nur weil sie von öffentlichen Gelder bezahlt werden, jegliche Form der Kritik abgesprochen bekommen?

      Nein.
      Aber sie müssen auch nicht an ihren Sesseln kleben auf derer, die deswegen den Job verlieren und auf Kosten der Allgemeinheit!
      Ganz Deutschland lebt in der Rezession und muss sich anpassen - bloß Politiker und der öffentliche Dienst nicht?

      Ich bekomme es täglich mit, die Arbeit wird immer mehr, der Bedarf immer größer, die Gelder immer weniger, man weiß nicht mehr, wo einem der Kopf steht vor Menschen, denen man gerne helfen möchte, aber es fehlt schlichtweg die Zeit! Wenn jetzt noch Arbeitsplätze gestrichen werden, sind noch weniger Leute da, die die immer größer werdenen Anforderungen bewältigen sollen, das kann so nicht weiter gehen.

      Willkommen in der Realität.

      Und für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die dringend gebraucht werden, sollte man sich einsetzen , auch mit dem Mittel Streik.

      Schon mal auf die Idee gekommen, daß die Arbeit eines öffentlichen Dienstlers von zwei normalen Mitarbeitern erledigt werden kann? Nimmt sich finanziell fast nix.

      Beispiel Kita: Wenn jetzt noch Stellen gestrichen werden, leidet die Qualität.

      Nö. Dann käme endlich gescheiter Wettbewerb zustande weil mehr private auf den Markt gehen (können).

      Die "Aufbewahrungsanstalt" meiner Tochter kostet mit Mittagessen weniger, als ein öffentlicher Platz mit Mittagspause. Und sie könnten noch knapper kalkulieren, werden aber von "oben" dazu gezwungen sich dem Niveau anzupassen. Da hau ich mir ans Hirn.

      Stellt sich mir die Frage - warum kann ein privates Unternehmen so viel besser bei absolut gleicher oder gar besserer Qualität agieren bei weniger Kosten?

      Wenn jetzt eine Kita streikt und geschlossen hat, dann ist das sicher für die Betroffenen schlecht. Aber genausoschlecht, oder langfristig noch schlimmer ist, wenn die Qualität der Erziehung in Kitas abnimmt, und zwar genau für die, die jetzt über den Steik maulen.

      Wenn die Kita geschlossen hat und Mütter sich a) teuer Alternativen beschaffen müssen oder b) wegen so einem Mist den Job verlieren, dann ist das ganz sicher nicht besser als irgendwelche Zukunftsprobleme, die schon jetzt von viel schwerwiegenderen überwogen werden.

      Und warum sind die, die heute maulen davon betroffen wenn KiTas Qulitativ abnehmen?

      Bei öffentlichen Diensten nicht, ich muß als Normalversicherter in ein normales Krankenhaus wenn ich krank bin, ich komme nicht drumherum.
      Deshalb muß es doch jedem daran gelegen sein, dass diese Arbeit hochwertig ist und die Rahmenbedingungen für hochwertige Arbeit gegeben sein müssen.

      Haaaah! Jetzt hab ichs geschnallt...

      Öffentlicher Dienst denkt, seine Leistung sei hochwertiger als die der freien Wiurtschaft...

      Wenns nicht so traurig wär würden mich jetzt Lachkrämpfe schütteln.

      So ein Geschmarre kann nur jemand von sich geben, der keinen blassem Schimmer vom freien Arbeitsmarkt hat.

      Würde eine Privatfirma den Müll nicht gescheit entsorgen, tät man sich eine andere suchen. Öffentlicher Dienst reagiert auf das Vorhaben überheblich mit Drohungen.

      Umgekehrt ist dann das Geschrei groß, wenn ein Kind verhungert heißt es, warum hat denn keiner was gemerkt, Kita, Jugendamt, warum war keiner da?

      Ähhh... wenn ein privater Pflegdienst alte Menschen verkommen läßt ist das Geschrei genauso groß.

      Fehler bei einer Operation, dann werden Ärzte und Kliniken angegriffen.
      Aber es ist doch kein Wunder, dass solche Dinge passieren, wenn ein Arzt nach 36harter Arbeit noch einen Notfall operieren soll!

      Ärzte sind in meinen Augen ein Sonderfall, ganz unabhängig von dieser Debatte. Ich finde dieses System auch nicht in Ordnung, das hat aber andere Gründe als öffentlicher Dienst.
      Angegriffen werden alle, egal ob Privat oder Öffentlich.

      Oder die Erzieherin gar nicht mehr die Zait hat, auf jedes Kind einzeln einzugehen!

      Ach ja ich vergaß - die KiTa meiner Tochter, kostet weniger und hat zwei Erzieherinnen auf 15 Kinder. Wesentlich bessere Betreuung also.

      Sie handeln letztlich in unserem Interesse.

      Häääää?
      Es ist nicht mein Interesse zwei Menschen für die selbe Arbeit völlig unterschiedlich zu bezahlen.
      Es ist nicht mein Interesse einen Posten teuer besetzt zu halten wenn ihn zwei andere fürs gleiche Geld besetzen können die dann auch mehr leisten können.
      Es ist nicht mein Interesse für Leistungen doppelt zu bezahlen, die nicht zuverlässig erfüllt werden.
      Es ist nicht mein Interesse die freie Marktwirtschaft mit aniquierten Systemen zu blockieren.
      Es ist nicht mein Interesse eine Neutralität und Qualität teuer zu erhalten die gar keine ist, bzw. die auf dem freien Markt genauso selbstverständlich ist.

      Also bitte - in meinem Intresse wird ganz sicher nicht gestreikt.

      Grüße
      Tina
      Ärzte und das Kassentheater sind wirklich eine andere Sache....

      der öffentliche Dienst wird von der Allgemeinheit bezahlt, von Gebühren, Steuern etc. - und die sind mittlerweile hoch genug, danke schön!

      Und Rente?! Wenn der Öffentliche schon wenig bekommt, was ist dann ibbte z. B. mit mir? Ich werde noch mind. 35 Jahre arbeiten müssen, und werde (nach heutiger Rechnung, und die geht mit den Jahren weiter in den Keller!) knapp 800,00 € ausgezahlt bekommen - und das für eine 40-Stunden-Woche (jetzt schon seit über 10 Jahren...)

      Danke, dann weiß ich, wofür ich gearbeitet habe - und den meisten im öffentlichen Dienst geht es mit sicherheit besser!
      "Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde"
      (Autorin unbekannt)


      Petra und ihre Kuscheltiger



      Wenn ich im Forum bin, bin ich im Forum - wenn nicht, denn nicht :D
      Original von petra

      Danke, dann weiß ich, wofür ich gearbeitet habe - und den meisten im öffentlichen Dienst geht es mit sicherheit besser!


      Ganz meine Rede!

      War gestern ein sehr interessanter Bericht im Fernsehen. Nannte sich "Arbeiter 1. und 2. Klasse" Dort ging es um AN, die beim gleichen AG beschäftigt waren. Nur die einen zählten noch zum öffentlichen Dienst und die anderen eben nicht mehr. Dort gab es Gehaltsunterschiede - für den gleichen Job, die gleiche Arbeit - von 20 % bis über 30 %. ...und jetzt ratet mal, wer die wesnetlich besser gestellten waren? :wink:

      Ich versteht das Gejammere nicht und kann es auch nimmer hören... :doh:
      TinaFÜ: Kannst du dich bei deiner Argumentation bitte mal n bißchen zusammenreißen und aufhören, mich so persönlich anzugreifen?
      Sorry, aber auf so ein Niveau hab ich kein Bock.
      Ich hab ganz sachlich dargelegt, was ich denke.
      Und dann kannst du von mir aus gerne meine Argumente widerlegen, aber irgendwie sachlich und nicht so....aggressiv.
      Ich muß mich hier nicht dumm anmachen lassen.
      @dageggen: :clap: :clap: :wink: Bin ganz Deiner Meinung, was Deinen Beitrag oben angeht.

      Übrigens: mein Mann hat im öffentlichen Dienst deutlich weniger Urlaubstage als ich - er hat 25, ich habe 30.

      Ich verdiene pro Stunde einen höheren Lohn, obwohl auch ich "nur" eine normale Ausbildung zur KfB hingelegt habe. Seine Arbeitswoche ist 40 Stunden lang, meine nur 38.5. Dafür darf er dann auch am Wochenende arbeiten, das ist zwar in vielen anderen Berufen der freien Wirtschaft auch so, aber er hat dafür eine Doppelschicht. Und trotz der Zuschläge steht bei mir deutlich mehr auf dem Lohnzettel. Dafür macht er aber einen Beruf, den er sehr gerne ausübt und wo er eben im öffentlichen Dienst Arbeit findet, genau viele andere Leute. Wer bewertet denn nun bitte, wessen Arbeit hier anstrengender, hochwertiger oder wichtiger ist und daher höheren Lohn oder weniger Lohn verdient?

      Ich werde mich jetzt aus der Diskussion rausziehen, ich kann auch immer nur von meinen eigenen Erfahrungen ausgehen. Gleiches Recht für alle und auch trotzdem mal eine Portion Verständnis für manche Dinge, die einem vielleicht nicht gefallen - scheinbar ist das nicht drin.
      "A reader lives a thousand lives before he dies.
      The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kobold“ ()

      Original von TinaFÜ
      Original von Dageggen
      Beurteile einen Menschen erst, wenn du zwei Wochen in seinen Mokkasins gelaufen bist.

      :think:
      Wenn ich nach zwei Wochen Fußpilz habe hab ich sie mir in seinem Schuhen geholt, weil er sich zu selten wäscht?


      wenn du den Sinn dieses Zitates nicht verstanden hast, kann ich es dir gerne erklären, wenn du willst.

      Müllmänner, Erzieher, Ärzte, alle die jetzt streiken leisten genauso wertvolle, harte Arbeit wie in der freien Wirtschaft auch.
      Und die Gehäter sind nicht so prall, die Renten später auch nicht...wo sind denn da die vielzitierten Vorteile, die diese Berufsgruppen angeblich haben?

      Sie leisten genauso gute Arbeit - kriegen aber weniger dafür! Weniger Geld, weniger Pausen, weniger soziale Annehmlichkeiten wie Zuschläge, Lohnfortzahlung, usw.


      Ich persönlich habe keine bezahlten Pausen und bekomme keine Zuschläge. Was vergleichst du da überhaupt, wo sind deine Bezugspunkte? Wer verdient mehr als wer? Nach deinen Angaben leben Angestellte im öffentlichen Dienst ja im Paradies, und du sagst zu mir "Willkommen in der Realität"? zum Lachen.
      Nebenbei kann ich nur einen Beitrag von der letzten Seite zitieren: Wenns im öffentlichen Dienst so toll ist, dann geh doch hin, hält dich keiner davon ab, auch diese paradiesischen Zustände zu genießen.

      Aber man kann sich in so einer Situation doch auch mal denken: Bin ich froh, dass das normalerweise jemand wegräumt, anstatt sich drüber aufzuregen, dass es nicht gemacht wird.


      Tschuldige mal... ich zahle für die Entfernung des Mülls und das nicht zu knapp! So selbstlos ist leider keiner mir den Müll aus reiner Nächstensliebe zu entsorgen.


      Klar bezahlst du dafür, hier sind es gigantsiche 5€ im Monat! Aber ich bin froh, dass das hier so geregelt ist, dass unser Müll entsorgt wird.
      Ist die klar, wie gut du es hast? Das Zeug wird weggebracht, entsorgt, und du hast nichts mehr damit zu schaffen, ist nicht selbstverständlich.
      Ich hab nie behauptet, dass die das aus Nächstenliebe tun, was ein Blödsinn, ich hab nur gesagt, dass ich das nicht machen wollte.

      Ich wollte nie Müllmann/frau sein, ich bin froh, dass es Leute gibt, die diesen Job machen.


      Gibts Du den Müllmännern zum Jahresanfang dann auch ihre verdiente Anerkennung?


      Blöder Zynismus: Stell dir vor, ich behandele Müllmänner nicht wie Menschen zweiter Klasse, ich weiß nicht wie du das machst. Aber wenn es viel Müll ist, irgendwas besonderes war und sie hier viel zu entsorgen haben, dann gibts auch mal n paar Flaschen Bier dafür.
      Bitte, versuch es doch mal, steh mal 12 Stunden am Tag im Sommer bei brütender Hitze auf so nem Wagen, heb die schweren Dinger da rum (z.T. müssen die die Treppe rauf und runter getragen werden) und steh auf dem stinkenden Fahrzeug. Und die fangen nicht schön um neun an oder so, da gehts viel früher los.
      Und findest du es dann nicht unfair, solchen Leuten vorzuhalten, sie seien faul oder zu gut bezahlt und hätten nur Vorteile?
      Fang doch morgen da an, wenn der öffentliche Dienst so toll ist, werd Müllmann. Mal schauen ob du dann noch so redest.

      Sollen sie nur weil sie von öffentlichen Gelder bezahlt werden, jegliche Form der Kritik abgesprochen bekommen?


      Nein.
      Aber sie müssen auch nicht an ihren Sesseln kleben auf derer, die deswegen den Job verlieren und auf Kosten der Allgemeinheit!
      Ganz Deutschland lebt in der Rezession und muss sich anpassen - bloß Politiker und der öffentliche Dienst nicht?


      Den ersten Satz versteh ich nicht, wer da mit wem und was gemeint ist.
      Wer klebt auf seinen Sesseln? Ich glaub ne Krankenschwester, die ihren Job nicht macht, fliegt genauso wie jemand, der in der freien Wirtschaft tätig ist.
      Und Politiker und den öffentlichen Dienst vergleichen- daran finde ich sieht man, wie entfernt von der Realität du bist bei deiner Auffassung.


      Ich bekomme es täglich mit, die Arbeit wird immer mehr, der Bedarf immer größer, die Gelder immer weniger, man weiß nicht mehr, wo einem der Kopf steht vor Menschen, denen man gerne helfen möchte, aber es fehlt schlichtweg die Zeit! Wenn jetzt noch Arbeitsplätze gestrichen werden, sind noch weniger Leute da, die die immer größer werdenen Anforderungen bewältigen sollen, das kann so nicht weiter gehen.


      Willkommen in der Realität.


      danke. Soll ich dir helfen, damit du da auch noch ankommst?
      Nee, echt, hier wird von faulen Beamten oder öffentlichen Angestellten geredet - das diente nur der Verdeutlichung für die, die immer noch denken, in Ämtern wird nur Kaffee getrunken.

      Und für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die dringend gebraucht werden, sollte man sich einsetzen , auch mit dem Mittel Streik.


      Schon mal auf die Idee gekommen, daß die Arbeit eines öffentlichen Dienstlers von zwei normalen Mitarbeitern erledigt werden kann? Nimmt sich finanziell fast nix.


      Was? Wie? Ich weiß nicht was du für Vorstellungen hast von den Gehältern, aber so stimmt das auf keinen Fall. Und was sind normale Mitarbeiter?
      Ämter sind staatliche Organe, die zur Regelung bestimmter öffentlicher Aufgaben eingesetzt werden. Und wo kann man da jetzt normale und unnormale Mitarbeiter einsetzen?

      Beispiel Kita: Wenn jetzt noch Stellen gestrichen werden, leidet die Qualität.


      Nö. Dann käme endlich gescheiter Wettbewerb zustande weil mehr private auf den Markt gehen (können).


      Seh ich das also richtig, dass du für eine Stellenstreichung bist? Also scheißegal mit Arbeitsplätzen und so? Ganz schön fiese Ansicht, unten schreibst du dann, dass es unfair ist, wenn Mütter ihre Arbeit verlieren wegen geschlossenen Kitas, aber eine Erzieherin in nem staatlcihen Kiga darf arbeitslos werden, das findest du dann gut, weil mehr Wettbewerb und so? Ganz schön merkwürdig, um den einen Arbeitsplatz ists schade, um den anderen nicht. Ahja.
      Und das mit dem Wettbewerb, der dann angeblich entstehen würde, ist auch Quatsch. Meinst du, dann werden mehr Kigas freier Träger geöffnet? Illusorisch und naiv.
      Die 40std Woche ist doch genau dazu da, um das zu verhindern! Auf dem Papier hat sich ja nicht geändert, es sind zwei drei Arbeitskräfte weniger, aber die Stunden bleiben die gleichen. Deshalb wird dann niemand niergendwo neu eingestellt, die Stellen fallen einfach weg und in der realität zu lasten der kinder.

      Gibt es bei euch so viele staatliche Kindergärten? Das wäre dann ne Ausnahme. Die meisten Kindergärten sind konfessionell oder von freien Trägern, mit denen öffentliche Träger zusammenarbeiten. Ein Wettbewerb auf diesem Sektor ähnlich der freien Wirtschaft wäre das aus für den Pluralismus.
      Ich hatte gerade an der FH ne Prüfung zu genau dem Thema Subsidiarität, hab mich also eingelesen in Fachliteratur, etc.
      Im Gesetz steht: Der Staat greift nur dann ein, wenn ein Angebot von freien Trägern nicht ausgefüllt werden kann.
      wenn wir nur noch nach dem Faktor Geld an die Sache herangehen, welche Kita bestehen bleibt, welche nicht, hätte das katastrophale Folgen für das Bildungssystem in Deutschland.
      Der Staat soll die Vielfalt überwachen und garantieren. Und ich denke das ist auch wichtig so.
      Wenn staatliche Einrichtungen teurer sind, dann leigt das oft an der extremen Überbürokratisierung. Staatliche Organe sind träge, wohlgemerkt, nicht ihre Mitarbeiter.
      Ich bin Eindeutig für einen Bürokratieabbau, über den man wieder viel Geld sparen könnte, aber nicht für einen Stellenabbau auf dem öffentlichen Sektor.





      [
      Die "Aufbewahrungsanstalt" meiner Tochter kostet mit Mittagessen weniger, als ein öffentlicher Platz mit Mittagspause. Und sie könnten noch knapper kalkulieren, werden aber von "oben" dazu gezwungen sich dem Niveau anzupassen. Da hau ich mir ans Hirn.


      Dann gratulier ich dir hiermit, dass du so einen tollen Kitaplatz hast.
      Und knapp knapper am knappesten- ich bin ganz klar gegen diesen Billigwahn. Alles soll billig werden, glaubst du nicht, dass dann irgendwann auch die Qualität leiden wird?
      Zu was deine Kita von oben, von wem auch immer gezwungen wird, sich anzupassen, weiß ich nicht, weißt du sicher besser.
      Aber was hat das mit den Mitarbeitern der öffentlichen Einrichtung zu tun? Was können die dafür?
      Das ist genau so eine Folge der extremen Bürokratie, aber dafür kann kein Mitarbeiter was.
      Und die von oben, über die du dich da so aufregst, sind genau die, die diese Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst abschaffen wollen, denen die 40Stunden Woche zugute kommen würde!
      Der Arbeiter, der jetzt streikt, ich sicher auch nicht dafür, dass stattliche Einrichtungen teurer sind, davon hat er nichts.
      Du vertauschst da ganz klar zuständigkeiten, wenn du denen da oben eins auswischen willst, dann solltest du besser mitstrieken anstatt es zu verurteilen.

      Stellt sich mir die Frage - warum kann ein privates Unternehmen so viel besser bei absolut gleicher oder gar besserer Qualität agieren bei weniger Kosten?


      Hab ich oben schon erwähnt. Eine Kita ist kein Unternehmen! und jeder freie Träger wird in einem gewissen Umfangh auch staatlich gewfördert, das sind nicht nur die Elternbeiträge, dei das finanzieren!

      Wenn jetzt eine Kita streikt und geschlossen hat, dann ist das sicher für die Betroffenen schlecht. Aber genausoschlecht, oder langfristig noch schlimmer ist, wenn die Qualität der Erziehung in Kitas abnimmt, und zwar genau für die, die jetzt über den Steik maulen.


      Wenn die Kita geschlossen hat und Mütter sich a) teuer Alternativen beschaffen müssen oder b) wegen so einem Mist den Job verlieren, dann ist das ganz sicher nicht besser als irgendwelche Zukunftsprobleme, die schon jetzt von viel schwerwiegenderen überwogen werden.


      Der Steik dauert nicht ewig und ich kann mir nicht vorstellen, dass du entlassen wirst, dann solltest du dich mal fragen, ob mit der tollen freien Wirtschaft nicht was nicht stimmt, wenn eine Mutter rausgeschmissen wird, weil sie sich um ihr Kind kümmern muß.
      Und das was du da sagst, ist schön kurzsichtiges Denken, und hinterher ist das Gejammer groß, wenn die Folgen, von denen du jetzt noch sagst, dass sie weniger schlimm sind, dann eintreten.
      Kindererziehung ist so eine elementare Sache, dass daran nicht gespart werden sollte, auch nicht an Mitarbeitern.

      Und warum sind die, die heute maulen davon betroffen wenn KiTas Qulitativ abnehmen?


      Ganz einfach: Du maulst über den Streik, dir wäre lieber, sie würden nicht streiken. Gut, dann lassen sie es dir zu liebe eben, es werden Stellen gestrichen und die Erzieherinnen die noch übrig bleiben, haben weniger Zeit für dein Kind. Ist das dann besser, als den Streik mal auszuhalten? dass dein Kind dann schlechter versorgt ist?
      Bei öffentlichen Diensten nicht, ich muß als Normalversicherter in ein normales Krankenhaus wenn ich krank bin, ich komme nicht drumherum.
      Deshalb muß es doch jedem daran gelegen sein, dass diese Arbeit hochwertig ist und die Rahmenbedingungen für hochwertige Arbeit gegeben sein müssen.

      Haaaah! Jetzt hab ichs geschnallt...

      Öffentlicher Dienst denkt, seine Leistung sei hochwertiger als die der freien Wiurtschaft...


      Schwachsinn, das habe ich nie gesagt, du solltest lesen und verstehen bevor du sowas behauptest.
      Es ging darum, dass die die jetzt streiken uns alle angehen, in Form beispielsweise eines Arztes, der uns behandelt. Deshalb ist es auch für dich gut, wenn ein Arzt ausgeschlafen ist und seine Arbeit gut machen kann und nicht aufgrund neuer Regelungen noch länger arbeiten muß.
      Was du da gelesen haben willst kann ich mir beim besten Willen nicht erklären.

      Wenns nicht so traurig wär würden mich jetzt Lachkrämpfe schütteln.

      So ein Geschmarre kann nur jemand von sich geben, der keinen blassem Schimmer vom freien Arbeitsmarkt hat.


      dann lach mal ,vielleicht entspannt dich das etwas. Du hast doch keine Ahnung, über was ich bescheid weiß oder nicht. Das was nicht deiner Meinung entspricht, ist also Geschmarre. Ganz schön arrogant, finde ich.
      Und: dito. Du redest dir deine Realität auch ganz schön zurecht.

      Würde eine Privatfirma den Müll nicht gescheit entsorgen, tät man sich eine andere suchen. Öffentlicher Dienst reagiert auf das Vorhaben überheblich mit Drohungen.


      Umgekehrt ist dann das Geschrei groß, wenn ein Kind verhungert heißt es, warum hat denn keiner was gemerkt, Kita, Jugendamt, warum war keiner da?


      Ähhh... wenn ein privater Pflegdienst alte Menschen verkommen läßt ist das Geschrei genauso groß.


      Von mir aus, ändert nichts an der Aussage: Gute Arbeit braucht Mitarbeiter, nicht noch mehr Kürzungen.

      Fehler bei einer Operation, dann werden Ärzte und Kliniken angegriffen.
      Aber es ist doch kein Wunder, dass solche Dinge passieren, wenn ein Arzt nach 36harter Arbeit noch einen Notfall operieren soll!


      Ärzte sind in meinen Augen ein Sonderfall, ganz unabhängig von dieser Debatte. Ich finde dieses System auch nicht in Ordnung, das hat aber andere Gründe als öffentlicher Dienst.
      Angegriffen werden alle, egal ob Privat oder Öffentlich.


      Ärzte gehören aber genauso zu den Streikenden. Dann solltest du vielleicht ,wenn die für dich ein Sonderfall sind, aufhören zu pauschalisieren und alle Streikenden nicht mehr über einen Kammscheren.

      Oder die Erzieherin gar nicht mehr die Zait hat, auf jedes Kind einzeln einzugehen!


      Ach ja ich vergaß - die KiTa meiner Tochter, kostet weniger und hat zwei Erzieherinnen auf 15 Kinder. Wesentlich bessere Betreuung also.


      Ich sagte ja schon, glückwunsch dazu. Und das sie winiger kostet, leigt nicht nur daran, dass sie billiger ist, die weinigsten freien Träger finanzieren sich völlig unabhängig.

      Sie handeln letztlich in unserem Interesse.


      Häääää?
      Es ist nicht mein Interesse zwei Menschen für die selbe Arbeit völlig unterschiedlich zu bezahlen.


      Nebenbei gibt es im öffentlichen Dienst auch die Bereiche, die sich gar nicht privatisieren lassen würden.
      Woher weißt du, was die selbe Arbeit ist und was nicht? Wie gesagt, wenns imöffentlichen Dienst so toll ist, dann hin mit dir, du wirst dich wundern.

      Es ist nicht mein Interesse einen Posten teuer besetzt zu halten wenn ihn zwei andere fürs gleiche Geld besetzen können die dann auch mehr leisten können.


      Wieso können andere mehr leisten, das ist alles so aus der Luft gegriffen was du schreibst!

      Es ist nicht mein Interesse für Leistungen doppelt zu bezahlen, die nicht zuverlässig erfüllt werden.


      Für welche Leistung bezalhst du denn doppelt?

      Es ist nicht mein Interesse die freie Marktwirtschaft mit aniquierten Systemen zu blockieren.


      Das ach so tolle Allheilmittel freie Marktwirtschaft. Als ob da alles besser wäre. Wie gesagt, du kannst die freie Marktwirtschaft nicht auf soziale Arbeitsfelder anwenden.

      Es ist nicht mein Interesse eine Neutralität und Qualität teuer zu erhalten die gar keine ist, bzw. die auf dem freien Markt genauso selbstverständlich ist.


      Du vergleichst Äpfel mit Birnen, merkst du das nicht?

      Also bitte - in meinem Intresse wird ganz sicher nicht gestreikt.

      Grüße
      Tina


      Doch, du merkst es nur nicht.
      Original von fellini
      @ TinaFÜ:

      :clap: :clap: ich denk es --- du schreibst es!

      Wenn nun die AEG streikt, dann wendet sich das in erster Linie gegen den eigenen AG und die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Was bedeutet es gehen Arbeitsplätze hier verloren. Das ist somit auch vollkommen in Ordnung, weil es unserer Wirtschaft dient, den Standort aufrecht zu erhalten.


      Also das ist gut, weil Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft erhalten bleiben sollen?
      Die im öffentlichen Dienst nicht? Sind die es nicht Wert, bestehen zu bleiben?
      Unfair, finde ich.

      Weniger dient es unserer Wirtschaft wenn die Öffentlichen eine Streikwelle aufschwappen lassen. Die nächsten Gewerkschaften stehen schon in den Startlöchern um ebenfalls zu streiken. Jo, ok, legen wir alles lahm, und zum Schluß geht keiner mehr seiner Arbeit nach. Mal sehen wie lange es dauert bis auch mal die aktiven Streikbefürworter merken, wie es ist, mit den Ausswirkungen zu leben. Dann gibt es kein Strom, kein Gas, keine Post, keine Lebensmittel und keine Notversorgung mehr.


      ach, und wenn andere streiken, dann sind daran auch die die jetzt streiken Schuld, so nach dem Motto: Die haben angefangen, wir haben nur mitgemacht! Jeder streikt für sich selbst, wenn andere mitziehen, ist das ihre Verantwortung, das ist ja wie im Kindergarten, der hat angefangen, der ist schuld!
      Und das "Horrorszenario dass du da beschreibst, darüber kannst du dich ja dann aufregen, wenns soweit ist. Was hier alles angeführt wird, um den Streik jetzt schlecht zu machen, dass ist doch vollkommen fiktiv, du kannst doch nicht sagen: Ihr dürft nicht streiken, dann haben wir bald keine Lebensmittel mehr!

      Es wird sich ja hier immer nur dran hochgezogen, das auf den Öffentlichen rumgehackt wird. Das ist so nicht richtig. Es geht allein um die Tatsache, das ja irgendwer die Arbeit machen muß. Und wenn es nicht die sind, die das gelernt oder dafür verantwortlich sind, wer denn dann? Diese Menschen haben sich für ihren Job entschieden, und wenn es ihnen zuviel wird sollen sie eben was anders machen, anstatt immer nur kontraproduktiv vor sich hin zu jammern. Dann nützt es nix, nach so und so vielen Jahren Mißstand in einer Berufssparte, auf einmal alles lahm zu legen!!!
      Meiner Meinung nach grenzt das tatsächlich an Erpressung.


      Wenn ich mich für meinen Job entscheide, dann kann ich trotzdem alles dafür tun, damit die Bedingungen unter denen ich meinen Job ausführen muß, nicht schlechter werden. Die Leute beschweren sich nicht über ihre Arbeit, sondern über den Stellenabbau.




      Danke, Kobold!

      Und ich hab jetzt genug geschireben und mir die Zeit vertrieben bis meine Klkeine aus der Arkose aufwacht.
      Original von Dageggen
      Der Steik dauert nicht ewig und ich kann mir nicht vorstellen, dass du entlassen wirst, dann solltest du dich mal fragen, ob mit der tollen freien Wirtschaft nicht was nicht stimmt, wenn eine Mutter rausgeschmissen wird, weil sie sich um ihr Kind kümmern muß.

      Boah... Du kochst Irish Stew vom feinsten.
      Muss die Wirtschaft insgesamt Streiks abfangen??? Mein Arbeitgeber soll ausbaden was die verdi anzettelt?

      Kindererziehung ist so eine elementare Sache, dass daran nicht gespart werden sollte, auch nicht an Mitarbeitern.

      Wenn der private Träger es bei gleicher Leistung billiger schafft, dann wird jeder normale Mensch das günstigere Angebot nehmen.

      Ganz einfach: Du maulst über den Streik, dir wäre lieber, sie würden nicht streiken. Gut, dann lassen sie es dir zu liebe eben, es werden Stellen gestrichen

      Von mir aus... und andere entstehen.

      Deshalb ist es auch für dich gut, wenn ein Arzt ausgeschlafen ist und seine Arbeit gut machen kann

      Alle Ärzte haben miese Bedingungen, egal wer Arbeitgeber ist. Deswegen Sonderfall.

      Gute Arbeit braucht Mitarbeiter, nicht noch mehr Kürzungen.

      Das Problem ist: die freie Wirtschaft ist schon zusammengekürzt, der öffentliche Dienst wehrt sich nur noch dagegen sich anzupassen.

      Nebenbei gibt es im öffentlichen Dienst auch die Bereiche, die sich gar nicht privatisieren lassen würden.

      Welche?

      Wieso können andere mehr leisten, das ist alles so aus der Luft gegriffen was du schreibst!

      Ist es nicht.
      Nur als Beispiel:
      Müllmann ÖD (Öffentlicher Dienst) kriegt 2.000 EUR.
      Müllmann FW (Freie Wirtschaft) kriegt 1.500 EUR.

      Das heißt, ich kann drei ÖD durch 4 FW ersetzen, habe finanziell keinen Schaden und einen Mitarbeiter mehr. Kapiert?

      Für welche Leistung bezalhst du denn doppelt?

      Indirekt den Lohn des ÖD und die Gebühren bzw. Versicherungen.

      Wie gesagt, du kannst die freie Marktwirtschaft nicht auf soziale Arbeitsfelder anwenden.

      Auf welche nicht und wieso nicht?

      Es geht darum, daß der öffentliche Dienst in den letzten Jahre bei weitem nicht solche Einschnitte hinnehmen musste wie der normale Bürger auf dem Arbeitsmarkt. Das ist "uns" gegenüber ungerecht. Sich hin zu stellen und weiterhin seine Vorrechtsposition zu verteidigen ist arrogant und mehr nicht.

      Grüße
      Tina
      Auf das Elemantare was ich sage gehst du gar nicht ein.
      Du hängst dich nur noch an Kleinigkeiten auf.

      Es geht nicht darum, dass jemand weniger Geld bekommen soll, die Streiken nicht um ihren Lohn zu erhalten, sondern um Arbeitsplätze zu erhalten! darum geht es.
      wenn das mit den Müllmännern so ist, gut.
      Siehe mal das was Kobold schreibt, da ist es umgekehrt.
      Ich denke du wirst immer jemand finden, der weinger verdient als du und einen der mehr verdient.

      Wie Kobold schon sagte: Du sprichst immer von Leistungen die billiger geschaffen werden können. Und da ist es ebenso: Es gibt teurere offentliche Kitas und billigere. Wenn du eben das Beispiel hast, dass es so rum ist gut, ich kann dir versichern, dass es das auch umgekehrt gibt.

      so, jetzt sind es bei den Müllmännern nur noch drei die vier ersetzen, vorhin waren es noch zwei, die einen ersetzen. Deine Rechnung hält sich ja genau einen Post lang und wenn man nachbohrt, stellt es sich als übertrieben heraus.

      Das mit dem doppelt bezahlen ist immer noch nicht klar, du bezahlst den Lohn und dann noch Versicherung ung Gebühren für wen?
      Sorry, bitte genauer erklären.

      Ich sage es nochmal, ich bin dagegen das Arbeitplätze abgebaut werden.
      Die freie Wirtschaft, die du da nennst gibt es so als Komplex gar nicht.
      Es gibt immer Branchen in denen es besser läuft und in anderen schlechter. Dem ist man immer ausgesetzt, es gibt auch Unternehmen die Gewinne fahren. Sicher haben wir viele Arbeitslose, das ist unbestritten. Und deshalb sollte es und leid tun um jeden Arbeitsplatz, sei er, wo er will.

      Beispiel Telefonmarkt: Nach der Privatisierung vollkommen unübersichtlich. So ähnlich würde es laufen, wenn man bestimmte Ämter privatisieren würde.
      Staatliche Kontrolle ist nicht immer schlecht.
      Polizei, Jugendamt, usw. für sowas wäre Privatisierung Gift.

      Und wie gesagt: Freie Träger werden auch staatlich unterstützt.
      deine Kita existiert nicht total staatsunabhängig.

      Es ist arrogant um seinen Arbeitsplatz zu kämpfen? Ich finde es arrogant sich hinzustellen und Leuten das zu verübeln.
      Keiner möchte gerne auf der Straße stehen, unabhängig wo er arbeitet.

      Außerdem, von wegen Gewerkschaften engagieren sich nicht genug für freie Wirtschaft: Ich denke das geht größtenteils unter, weil eben jetzt geballt von diesen Streiks berichtet wird.
      Das muß man auch sehen. Gesamt kann ich das aber nicht beurteilen.

      Wie gesagt, viel mehr Geld ließe sich sparen, indem man Bürokratie abbaut. Nicht Arbeitsplätze, das ist der falsche Weg.
      Original von Dageggen
      Es geht nicht darum, dass jemand weniger Geld bekommen soll, die Streiken nicht um ihren Lohn zu erhalten, sondern um Arbeitsplätze zu erhalten! darum geht es.

      Ich versteh übrigens nicht wirklich, wieso es Arbeitsplätze erhalten soll wenn man 18 Minuten am Tag mehr arbeitet... vielleicht erklärst Du es mir.

      Ich denke du wirst immer jemand finden, der weinger verdient als du und einen der mehr verdient.

      Tschuldige mal.
      Es ist ein Fakt, daß die Durchschnittslöhne im Öffentlichen Dienst leicht gestiegen sind, während die normalen Arbeitsplätze gefallen sind. Das Nivau ist schon immer im ÖD höher.

      so, jetzt sind es bei den Müllmännern nur noch drei die vier ersetzen, vorhin waren es noch zwei, die einen ersetzen. Deine Rechnung hält sich ja genau einen Post lang und wenn man nachbohrt, stellt es sich als übertrieben heraus.

      Ich hatte im ersten Post ein anders beispiel vor Augen. Jetzt habe ich die 30-40% zu grund egelegt, die weiter vorn aus der Reportage heraus gepostet wurden. Aber findest Du das jetzt nicht Erbsenzählerei?

      Das mit dem doppelt bezahlen ist immer noch nicht klar, du bezahlst den Lohn und dann noch Versicherung ung Gebühren für wen?
      Sorry, bitte genauer erklären.

      Ich zahle Müllgebühren, ich zahle mit meinen Steuergeldern die Stadtreinigung, ich bezahle mit Steurgeldern den städtischen Strom, Wasser, Leitungen, Infrastruktur, Straßen. Über die Versicherung indirekt die Leistungen von Ärzten und Pflegekräften. KiTa bezahle ich ganz direkt (die meisten zumindest den größten Teil).
      Und über meine Steuern zahle ich auch die Gehälter des öffentlcihen Dienstes und die Beamtenbesoldung.

      Die freie Wirtschaft, die du da nennst gibt es so als Komplex gar nicht.
      Es gibt immer Branchen in denen es besser läuft und in anderen schlechter.

      Ja, nur reguliert sich das durch Angebot und Nachfrage in einer gesunden Wirtschaft selbst. Haben wir aber nicht.

      Beispiel Telefonmarkt: Nach der Privatisierung vollkommen unübersichtlich.

      Unübersichtlich? Mag sein, dafür günstiger!

      Bei Strom und Gas gibt es keinen echten Wettbewerb und alle stöhnen unter den Kosten.

      Polizei, Jugendamt, usw. für sowas wäre Privatisierung Gift.

      Polizei sehe ich ein. Aber Jugendamt? An einigen wenigen Stellen vielleicht.

      Und wie gesagt: Freie Träger werden auch staatlich unterstützt.
      deine Kita existiert nicht total staatsunabhängig.

      Fast.

      Es ist arrogant um seinen Arbeitsplatz zu kämpfen? Ich finde es arrogant sich hinzustellen und Leuten das zu verübeln.

      Wenn man auf derart hohem Niveau quengelt ist das der blanke Hohn für jeden, der für einen kleinen Lohn arbeitet oder schon gar keinen Job mehr hat.

      Außerdem, von wegen Gewerkschaften engagieren sich nicht genug für freie Wirtschaft: Ich denke das geht größtenteils unter, weil eben jetzt geballt von diesen Streiks berichtet wird.

      Man setzt sich für Mitglieder ein, für angeschlossene Tarifpartner. der Rest geht den Herrschaften glatt irgendwo vorbei. Kein Hahn kräht nach Schulzes Schreinerei mit 5 Gesellen oder dem Metzger ums Eck, der sich seit Jahren keinen Azubi leisten kann usw.

      Dem Bürokratieabbau stimme ich unbesehen zu.

      Grüße
      Tina
      Ich möchte nur mal kurz auf den Vergleich Öffentliche=Freie Marktwirtschaft eingehen.
      Ich nehm jetzt mal ein Beispiel:
      Wenn nun die Post (die ja lange Zeit das Monopol hatte) anfängt Stellen abzubauen, liegt das einzig und allein da dran, das sie a) jahrelange unverschämte Preispolitik betrieben hat und b) weil endlich der Markt für private Unternehmen freigegeben wurde.
      Und da Konkurrenz bekanntlich ja den Markt belebt ist das auch gut so. Es werden zwar Stellen bei der DPAG abgebaut (was bedauerlich für die Briefträger ist) aber auch gleichzeitig gibt es eine neue Plattform für Privatisierten; sprich neue Arbeitsplätze!!! Und diese Märkte unterliegen genauso einer Qualitätskontrolle durch die Regulierungsbehörde (wenn nicht sogar strenger) wie die althergebrachte DPAG. Im Gegenteil, die Arbeit ist sogar qualitativ höherwertiger!!!
      Also seh ich da überhaupt nichts falsches dran, ruhig mal die "verstaubten" Öffentlichen oder die Monopolisten in die Knie zu zwingen. Die Zeiten, in denen die sich alles rausnehmen dürfen, nur weil sie am längeren Hebel sitzen sind vorbei. Jetzt in Bezug auf den Streik mit der ver.di fände ich es gerecht auch mal die Privaten ranzulassen. Aber das "stinkt" den Öffentlichen, weil sie merken, wei ihnen die Felle wegschwimmen. Bei uns wird in den ländlichen Gegenden die Versorgung aufrecht erhalten, nur in der Stadt ist fast alles lahmgelegt. Als die Privaten kommen wollten um dem Müll zu entsorgen, haben die Öffentlichen einen Riegel vorgeschoben. Und das kann ich nicht damit entschuldigen, das nun mal auch in unserem Interesse gestreikt wird. Denn in meinen Interesse liegt es mit Sicherheit nicht, und ich brauche um das beurteilen zu können auch nicht irgendwers Mokkasins zu tragen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „fellini“ ()

      Boah, was geht den hier ab????? :think:

      Ich bin ja nun wirklich keine Symphatisantin des Streikes... ganz im Gegenteil. Ich denke, dass ich das auch schon mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht habe.... :evil: :wink: Ich könnte nur immer wieder :sick:, wenn ich die neuen Berichte über diese Hohlköppe seh.... aber sagt mal, muss man sich deswegen gleich "zerfleischen"? :think:

      @fellini:
      Ich denke, dass du da recht hast. Sollen mal die Privaten ran, dass die Öffentlichen mal sehen, dass es auch ohne sie und ihre -teilweise - abgehobenen Vorstellungen geht.
      ....noch immer haben wir ncht beantwortet bekommen... was macht "der kleine Mann" in der Privatwirtschaft? :wink: