geklonte Haustiere

      So, dann lasst mal die Biologin sprechen :D
      Also, zum ursprünglichen Thema des Threads: Das Klonen von Haustieren ist vollkommen sinnlos und damit überflüssig. Der Grundgedanke ist ja, eine "Kopie" des geliebten Tieres zu bekommen, falls das Tier stirbt. Aber gerade das Verhalten und auch andere Eigenschaften - wie oben schon erwähnt, zB die Fellfarbe - hängen ganz entscheidend auch von Umweltfaktoren ab und man kann einfach davon ausgehen, dass eine geklonte Katze mit ihrem "Original" wenig Ähnlichkeit hat. Natürlich ist es möglich, Katzen zu klonen, und solange es Menschen gibt, die an die "exakte Kopie" glauben, wird man diesen Unfug auch vermarkten können. Dass zusätzlich noch unklar ist, inwiefern das Klonen die Gesundheit und Lebenserwartung des geklonten Tiers beeinträchtigt (man denke nur an Dolly - sie wurde, glaube ich, nur sechs Jahre alt), macht das Ganze nur noch sinnloser. Eine weitere Masche, um leichtgläubigen Menschen für nichts und wieder nichts das Geld aus der Tasche zu ziehen... :evil:
      So, und jetzt zum Klonen generell. Alle Argumente, die ich oben angeführt habe, gelten natürlich auch für Menschen. Daher lehne ich das sogenannte reproduktive Klonen (das "Herstellen" menschlicher "Kopien") ganz klar als sinnlos, überflüssig und gefährlich ab. Die Idee eines wandelnden Ersatzteillagers ist meiner Meinung nach ethisch verwerflich und nicht durchführbar. Außerdem weiß bis heute wie gesagt niemand, welche gesundheitlichen Probleme auf Klone zukommen.
      Von der Idee des partiellen Ersatzteillagers (von wegen menschliches Ohr auf Maus) könnt ihr euch getrost verabschieden, so funktioniert Klonen nicht. Es ist auch bisher nicht möglich, aus Zellen ganze Ersatzorgane zu züchten. Die Wissenschaftler kämpfen bis heute noch schwer damit, überhaupt Zellen dazu zu bringen, sich in einen bestimmten Zelltyp - etwa Herzmuskelzellen - zu verwandeln. Von ganzen Herzen kann hier noch keine Rede sein!
      Bleibt noch der zweite Weg des Klonens, das sogenannte therapeutische Klonen. Das dient nur dazu, Embryonen zu züchten, denen man dann embryonale Stammzellen entnehmen kann. Diese könnte man dann - wenn die Forscher irgendwann einmal Mittel und Wege gefunden haben, den Entwicklungsweg von Stammzellen zu steuern - zu Ersatzgewebe heranzüchten. Der Vorteil wäre, dass dieses Ersatzgewebe aus einem geklonten Embryo theoretisch die gleichen Merkmale haben sollte wie das Gewebe des "Originals"; damit könnten Abstoßungsreaktionen verhindert werden.
      Das Problem ist, dass diese Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Keiner kann absehen, ob es einmal solche Möglichkeiten geben wird. Und ob man nicht mit "adulten" Stammzellen - also Stammzellen aus dem "erwachsenen" Körper selbst - zu den gleichen Ergebnissen kommen kann. Somit ist es ein Problem und eine fast unlösbare Frage, ob Forschung mit embryonalen Stammzellen und Experimente zum Klonen erlaub werden sollten. Einerseits könnte das einmal in ferner Zukunft die Chance für viele kranke Menschen sein. Andererseits - wer klonen kann, kann damit auch Schindluder treiben. Und ich muß euch ehrlich sagen: ich könnte diese Frage nicht entscheiden!
      Zerrissene Grüße
      tinki


      Bei aller Tierliebe: aber ich hatte noch nie den Gedanken, ein Tier klonen zu müssen, nachdem es gestorben ist. Für mich wäre das grauenhaft, immer wieder das geklonte Tier anschauen zu müssen, und an das erste Tier (Spender) erinnert zu werden!

      Dann lieber doch wieder ein anderes, individuelles Tier holen, mit dem man neue, andere Erfahrungen machen kann.
      Eine neue Mieze ist zu uns gestoßen, Tommytom.
      http://silverincu.zweipage.de
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      unsere Schöne - Luna - geboren am 9.4.2005

      unsere kleine Maus - Jerry - geboren am 25.05.2005

      unser Tommytom - der kleine Mann im Haus - geboren am 10.06.2007