2 Fragen

      Ich habe heute gleich mal mehrere Fragen und hoffe einige unter euch können mir vielleicht weiterhelfen.

      1. Meine 11 Wochen alte Beagle Dame hat die Angewohnheit immer gleich zu beissen, egal ob man sie streichelt, mit ihr spielt etc, entweder sie hängt am Hosenbein oder an anderen Klamotten. Ist das normal und gibt sich nach gewisser Zeit oder sollte ich etwas unternehmen? Wenn dem so ist, wie bringe ich sie davon ab immer gleich zu zwicken?

      2. Da ich kurzfristig einen Arbeitsplatz gefunden habe, muss sich die Kurze nun ans alleinsein gewöhnen. Heute war sie erstmals 1h allein, als ich nach Hause kam hat sie immernoch gebellt. Wie kann ich sie am günstigsten (für sie und mich) ans alleinsein gewöhnen?

      LG und schonmal Danke für alle guten Tipps.

      Kira
      "Grenzen? Ich habe niemals eine Grenze gesehen. Aber ich hörte, dass sie im Geist vieler Menschen existieren."

      Thor Heyerdahl (1914-2002)
      Hallöchen Kira!

      Also zu deiner ersten Frage... Will sie denn richtig zu beißen oder nur spielen? Hat deine Kira Kontakt zu anderen Welpen, besuchst du eine Hundeschule?
      Da deine Hündin erst 11 Wochen alt ist, gehe ich mal ganz stark von aus, dass sie nur spielen möchte. Wenn sie dir zu dolle spielt, dann musst du das ganze schon unterbinden. Sie muss lernen, dass es nicht immer nur nach ihrer Nase geht. Mit einem kräftigen AUS oder NEIN müsste es klappen. Natürlich darfst du jetzt das spielen (und dazu gehört bei Hunden nun mal das Zwicken) komplett unterbinden.

      Zu deiner 2. Frage: Wie lange muss denn dein Hund jetzt alleine bleiben? Gibt es nicht die Möglichkeit, dass jemand noch nach ihr schaut? Zum Thema alleine bleiben und wie daran gewöhnen gibt es hier schon einige Themen nutze doch einfach mal die Boardsuche!

      Hier z.B. eines der Themen die du unter der Boardsuche findest :wink::
      Wie schaffe ich es, dass Bobby alleine bleibt?

      Stöbere einfach mal nen bißchen durchs Forum! Dort findest du ne Menge Tips!
      I'll be watching you!
      ich zitiere mich mal hier selber? :wink: :biggrin:
      Original von peccata
      Aber vielleicht mal zur Sachklärung! Was verstehst du unter beissen?

      Beissen bedeutet für mich, er geht mit seinen Zähnen so tief in dein Fleisch bis du richtig blutest und den Notarzt aufsuchen mußt.

      Oder meinst du etwas zwicken und schnappen, dass hieße für mich, der Hund springt an dir hoch und kneift dir quasi ins fleisch, es ist unangenehm, ziept etwas, aber blutet nicht!
      So Leute ab zu meiner Userpage! Hab es endlich geschafft Fotos reinzustellen. Avatar bietet kleinen Vorgeschmack! :wink:
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      Ja gut, es ist dann doch eher ein Zwicken, denn geblutet habe ich noch nicht. Sie geht auch eher an die Sachen als ans "Fleisch". Das ist halt das unangenehme. Ein deutliches Nein oder Aus hilft leider nicht. Ich denke auch, dass sie spielt aber das geht nun mal nicht immer und ständig und mit jeder Begrüssung, oder?
      Kann sie denn in diesem Alter schon in die Hundeschule?
      "Grenzen? Ich habe niemals eine Grenze gesehen. Aber ich hörte, dass sie im Geist vieler Menschen existieren."

      Thor Heyerdahl (1914-2002)
      Wie verhaltet ihr euch denn wenn er zwickt? Ausser "Aus" und "Nein"? Was macht ihr in dem moment in dem er "beist"? Zieht ihr die Hände hoch oder die beine weg?
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      Rocky hatte diese Angewohnheit auch. Sogar noch viel schlimmer. Er saß 14 Tage ohne Spielzeug im Tierheim-Zwinger und alle vorbeilaufenden hielten ihre Finger rein. Er kannte quasi nix anderes als in Hände zu beißen. "Spielzeug? Nö!" Wir haben ihm dann immer ganz locker mit einer Hand die Schnauze zu gehalten und kräftig "Nein" gesagt. Er hats auch ziemlich schnell kapiert! :clap:
      "Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm, gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."
      Ich denke mirt 11 Wochen ist es auf jeden Fall zu fürh dafür, dass sie mehrere Stunden allein sein kann, es handelt sich hier ja noch um ein Baby.
      Welpenspiestunde ist auf jeden Fall eine gute Idee, da kann sie sich auch bißchen abreagieren :wink:

      Aber das mit dem Alleinbleiben geht finde ich wirklich nicht und dann auch noch in kurzer Zeit? Ein so junger Hund bedarf im Moment soviel Zuwendung, dass man ihn höchstens mal eine halbe Stunde alleine lassen kann, bzw. anfangen kann dies zu üben.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      Hallo!

      Also da muss ich mich Peanut anschließen. 11 Wochen ist viel zu früh um alleine zu bleiben. Vor allem gleich mit 1 Stunde anzufangen. Das kann jetzt schon sehr problematisch werden, da Dein Hund jetzt quasi schon "vorgeschädigt" ist, normalerweise fängt man im "Minutentakt" an, das alleine sein zu üben.

      Was die ganze Sache noch erschwert, dazu muss man nunmal die Rasse beachten. Beagle sind ausgesprochene Meutehunde, sie sind zum alleine sein nicht geschaffen.

      Am besten wäre, wenn die Möglichkeit besteht den Hund mit in die Arbeit zu nehmen, wenn das nicht geht, den Hund zu einem Bekannten geben, wenn es da niemanden gibt, dann eine professionelle Tagesbetreuung für den Hund suchen, kostet dann zwar Geld, aber ich glaube nicht, dass die Sache sonst so schnell "aus der Welt" geschafft wird.

      Zu dem Zwicken kann ich nur sagen, dass es so eine richtige Eigenart der Beagle ist, sich an irgendwas dranzuhängen und nicht mehr loszulassen.
      Das habe ich schon bei zwei verschiedenen Beaglen auf unserem Hundeplatz beobachtet, die hingen den anderen Junghunden an den Lefzen und ließen ne ganze Zeit lang nicht los (haben nicht gebissen).

      Das zwicken in Kleider würde ich daher sofort unterbinden und dem Hund ein Spielzeug anbieten, in das er beißen kann. Das wird dann zur Begrüßung verwendet, wenn es ihr soviel Spaß macht, die Klamotten sind aber Tabu.

      Ciao Mimi
      ..........
      Da habe ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt. Die eine Stunde war nicht das erste Mal. Mit einigen Minuten hat das angefangen, z.B. wenn ich im keller war oder ähnliches. Ich würde kaum sagen, dass sie 'vorgeschädigt' ist. Wenn ich da bin, dann beschäftige ichmich ausgiebig mit ihr und der Rest der Familie auch. Außerdem sind hier noch zwei Kätzchen im Haus, mit denen sie sich inzwischen ganz gut versteht. Es ist ja nicht so, dass ich sie von heute auf morgen alleinlassen will, deshalb ja die Frage, wie ich sie daran gewöhnen kann :wink:

      Der Tipp mit dem Maul zuhalten ist nicht schlecht, danke!

      LG
      Kira
      "Grenzen? Ich habe niemals eine Grenze gesehen. Aber ich hörte, dass sie im Geist vieler Menschen existieren."

      Thor Heyerdahl (1914-2002)
      Also mit elf Wochen war Rocky höchstens 20 minuten allein. Haben ihn überall mit hin genommen. Ich hab das Glück ihn mit auf Arbeit nehmen zu können. Aber länger als drei, vier stunden ist er jetzt mit Fünf Monaten nicht allein.
      "Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm, gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."
      Allen, die sich schon Sorgen um die kleine Orla gemacht haben kann ich Entwarnung geben, mit der Arbeit hat es nun doch nicht geklappt. Ehrlicherweise bin ich fast froh darüber, da die Kurze nun erstmal nicht allein bleiben muss.

      Da hab ich gleich noch eine Frage. Mit de Rausgehen hat sie an sich keine Probleme, sie hat nur panische Angst vor Autos. Es ist so, dass wir zwar in einem Dorf leben, wo es viele Äcker ringsherum gibt, wo man sich austoben kann, nur leben wir an der Hauptstrasse (klingt schlimmer als es ist). Um also in die Natur zu kommen müssen wir da erst vorbei. Im Moment wird da gebaut, also nochmehr Lärm, durch die Transporter. Wie kann ich sie dazu bringen, dass sie nicht bei jede PKW, Bus oder LKW in Panik gerät? Bis jetzt tobt sie sich immer auf dem Grundstück aus.

      Danke schonmal.

      GLG
      Kira
      "Grenzen? Ich habe niemals eine Grenze gesehen. Aber ich hörte, dass sie im Geist vieler Menschen existieren."

      Thor Heyerdahl (1914-2002)
      Hallo,
      Original von Kira81
      Wenn dem so ist, wie bringe ich sie davon ab immer gleich zu zwicken?

      Das spielerische Zwicken gehört zum artgerechten Verhalten eines Welpen, denn kein Hund kommt mit einem weichen Fang auf die Welt. Eine Beisshemmung muss, wie viele andere Sachen auch, erlernt werden. Beobachtet man einen Wurf, so werden auch unter den Wurfgeschwistern öfters die Zähne eingesetzt. Setzt ein Welpe dabei seine Zähne zu stark ein, dann wird laut gequieckt und gegebenenfalls zurück gezwickt. Der Welpe erhält somit Rückmeldungen, seinen Fang sanft bzw. weich einzusetzen. Ist der Welpe nun bei uns eingezogen, dann müssen wir den Part der Wurfgeschwister übernehmen. Der Welpe muss einfach lernen, dass die Haut des Menschen sehr empfindlich ist und dazu bedarf es Rückmeldungen von seinen Menschen und zunächst keine Abbruchsignale wie "AUS" oder "NEIN". Setzt der Welpe seinen Fang seinen Menschen gegenüber zur ruppig ein, so wird laut "AUA" gerufen und das momentane Spiel für einen Moment unterbrochen.
      Haben wir so eine Übereinkunft mit unserem Hund getroffen, so wird er auch später seinen Fang immer mit Bedacht einsetzen z.B. beim gemeinsamen Raufen zwischen Mensch und Hund.

      Gruss
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)