Border Collie - Eine ganz besondere Rasse

  • Diese schlaue und beeindruckende Hunderasse stammt ursprünglich aus der Grenzregion zwischen England und Schottland und hat dieser Herkunfts-Region ihren Namen zu verdanken: Border Collie. Sie wurden dort hauptsächlich als Hütte- und Herdenschutzhunde für Schafe und Rinder eingesetzt. Border Collies gehören zu den schlausten Hunden überhaupt. Sie haben eine enorm schnelle Auffassungsgabe und können viele Kommandos und Tricks lernen. Ein Border Collie wird zwischen 46 – 54 cm hoch und erreicht ein Gewicht von 14 – 22 kg. Oft fällt diese Rasse eher klein aus und häufig sind die Hunde zierlich. Der Border Collie kommt zudem in den unterschiedlichsten Fellfarben vor, häufig allerdings in schwarz-weiß. Bei einer artgerechten Haltung werden Border Collies gerne bis zu 14 Jahren alt.

    Allgemeine Informationen zu einem Border Collie Welpen

    Wie bei allen anderen Hunderassen auch, sollte der Border Collie frühestens mit acht Wochen von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt werden. Diese erste Lebensphase ist sehr wichtig für den Border Collie. Werden Welpen zu früh von ihrer Familie getrennt, können Verhaltensstörungen auftreten und ein echtes Problem für zukünftige Besitzer werden. Ein vernünftiger Züchter weiß darüber allerdings Bescheid und wird die Welpen nicht zu früh abgeben. Idel ist ein alter von 12 Wochen. Die Hundemutter fängt ab diesem Zeitpunkt an, die Welpen wegzustoßen. So sind die kleinen Fellnasen nun meist auch schon an feste Nahrung gewöhnt und haben die erste Prägungsphase durchlebt.

    In der Regel kostet ein Border Collie Welpe zwischen 1000 und 1500 Euro. Die Preise sind vom Züchter, den Merkmalen und Eigenschaften im Stammbaum und auch vom Aussehen des Border Collies abhängig. Besonders beliebt sind Welpen mit blauen Augen. Diese Farbvariation ist für die Hunderasse durchaus möglich, allerdings neigen die Hunde mit dem sogenannten Merle-Gen häufiger zu Krankheiten, zum Beispiel am Auge. Bei der Anschaffung eines Border Collies sollte auf einen erfahrenen und verantwortungsbewussten Züchter zurückgegriffen werden. Auf günstige Internetangebote sollte unbedingt verzichtet werden. Hinter diesen Anzeigen stecken leider oft illegale Hundetransporte und schreckliche Lebenszustände für die armen Vierbeiner. Dieses Geschäft sollten zukünftige Hundebesitzer in keinem Fall unterstützen. Zudem sind diese Welpen meist krankheitsanfälliger und verursachen im Laufe ihres Lebens weitaus höhere Kosten, als die Hunde eines vernünftigen Züchters. Natürlich gibt es auch bestimmte Tierschutzvereine, die Border Collie Welpen vermitteln und die Erfahrung mitbringen und über die Herkunft der Hunde berichten können.

    Der Charakter eines Border Collie Welpen

    Border Collies sind in erster Linie intelligent und möchten entsprechend gefördert werden. Auch ein kleiner Welpe braucht sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung um zu einem ausgeglichenen und ruhigen Hund heranzuwachsen. Nach etwa 1,5 Jahren sind die Welpen ausgewachsen und die Welpen- und Junghundphase ist abgeschlossen. Bis zu diesem Alter lernen die Hunde am schnellsten. Allerdings sind Border Collies ihr ganzes Leben lang darauf bedacht, geistig ausgelastet zu sein und ihre ihnen zugeteilte Aufgabe sorgsam und zur Zufriedenheit des Besitzers durchzuführen.

    Vor dem Kauf eines Border Collie Welpen sollten sich die zukünftigen Besitzer darüber im Klaren sein, dass dieser Hund nicht einfach zu erziehen ist und sehr viel Zeit und Aufwendung benötigt um geistig und körperlich ausgelastet zu werden. Anfänger sollten sich vielleicht besser für eine andere Rasse entscheiden.

    Neben seiner Intelligent ist ein Border Collie Welpe sehr verspielt, verschmust und ein treuer Begleiter. Sie neigen weder zu aggressivem Verhalten noch zu übermäßigem Bellen. Ein Border Collie ist sehr flink und bewegungsfreudig. Neben dem geistigen Training sollten auch lange uns ausgiebige Spaziergänge auf dem Tagesplan stehen. Der Border Collie eignet sich für viele verschiedene Bereiche. Ob Agility oder Dog Dancing, Hauptsache dem Border Collie wird es nicht langweilig und er kann sein Köpfchen anstrengen. Die Hundebesitzer sollten aber auch darauf achten, dass der Hund nicht überfordert wird. Oft deuten unerfahrene Besitzer die Anzeichen falsch. Überforderte Hunde neigen zu überdrehtem Verhalten, möchten rund um die Uhr spielen und toben und immer beschäftigt sein. Häufig stehen diese Hunde immer unter Stress und sind sehr nervös. Nun deuten einige Besitzer die Anzeichen in die falsche Richtung. Der Hund ist nicht unausgelastet und möchte noch mehr beschäftigt werden, sondern auch mal zur Ruhe kommen, was er allerdings nicht kann, wenn er immer unter Strom steht, weil seine Aufgaben ihn überlasten. Hunde schlafen in der Regel 18 – 20 Stunden am Tag. Das gilt auch für Border Collies. Viele Besitzer übertreiben es mit der Beschäftigung ihres Vierbeines. Wer morgens schon drei Stunden laufen geht, benötigt am Vormittag nicht noch eine Stunde Dog Dancing. Auch kein Border Collie. Hundebesitzer sollten ihren Hund also immer beobachten und auf Verhaltensveränderungen reagieren. Unterforderte Hunde suchen sich meist eine eigene Aufgaben, zum Beispiel das Bewachen von Haus und Besitzer. Auch ständige Müdigkeit und Trägheit können auf eine Unterforderung hinweisen.

    Grundlegende Kommandos

    Der Border Collie ist natürlich für weitaus schwierigere Kommandos wie Sitz oder Platz in der Lage, allerdings sollte jeder Welpe auch die wichtigen Grundkommandos lernen. Nachdem der Welpe im neuen Zuhause angekommen ist und sich einige Tage eingelebt hat, kann mit dem Training der Grundkommandos begonnen werden. Hundebesitzer sollen selber entscheiden, ob sie mit dem Welpen eine Hundeschule besuchen möchten. Für Anfänger ist der Besuch sicher empfehlenswert, erfahrene Hundehalter sollten allerdings bereits über die notwendigen Kenntnisse in der Grunderziehung eines Welpen verfügen und eine Hundeschule ist nicht zwingend erforderlich.

    Allerdings sollte dem Border Collie Welpen auch früh der Kontakt zu anderen Hunden ermöglicht werden. Wenn Hunde untereinander spielen, dann sind sie auch in einem bestimmten Maße körperlich und geistig gefordert. Nur einige Minuten toben und raufen mit einem Hundekumpel können einen ganzen Spaziergang ersetzen und gerade den Welpen schon entsprechend auslasten. Zudem stärken Hundekontakte das Sozialverhalten der kleinen Fellnase.

    Neben den Grundkommandos können Hundehalter aber auch früh andere Tricks und Übungen mit dem Border Collie angehen. In Hundebüchern oder im Internet gibt es zahlreiche Kommandos, Spiele und Tricks, die den Border Collie herausfordern und zu seiner geistigen Auslastung beitragen. Wichtig ist bei einem Welpen auch das Rückruftraining im Freien. Ganz besonders bei einem Border Collie. Der Ursprung des Hundes als Hütte- und Herdenhund machen den Border Collie sehr empfindlich für ferne Bewegungen. Auf große Entfernungen kann er Herden aber auch Wild ausfindig machen und in einer Hetzjagd versuchen, die anderen Tiere zusammen zutreiben. Der Border Collie Welpe sollte unbedingt erst von der Leine gelassen werden, wenn sichergestellt ist, dass er in jeder Situation abrufbar ist. Eine Schleppleine empfiehlt sich für das anfängliche und auch fortgeschrittene Training.

    Die richtige Ernährung und Pflege

    Neben der anspruchsvollen und aufwendigen Erziehung benötigt ein Border Collie Welpe allerdings keine besondere Pflege. Wird das Fell regelmäßig gebürstet, ist die kleine Fellnase schon zufrieden. Waschen und trimmen sind nicht notwendig und nur zu empfehlen, wenn der Welpe sich sehr schmutzig gemacht hat. Allerdings ist die richtige Ernährung ein wichtiger Punkt für jeden Hundehalter. Es kursieren viele Halbwahrheiten und Lügen über die richtige Ernährung von Hunden. Grundlegend ist es immer richtig, sich an der Ernährung des Wolfes zu orientieren. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten: Wölfe ernähren sich zu 85 – 90 % von Fleisch. In dem frei lebenden Wild, welches die Wölfe jagen und fressen sind allerdings ganz andere Nährstoffe enthalten, als in dem Fleisch, was es in den Läden zu kaufen gibt. Vor allem beim Barfen von Vierbeinern sollte auf Mangelerscheinungen geachtet werden. Zahlreiche natürliche Öle, die nicht nur für den Hund, sondern auch für den Besitzer positive Auswirkungen haben, können als Ergänzungsmittel gefüttert werden. Bei der Fütterung eines Alleinfutters von Produkten, die als Vollkost bezeichnet werden, ist es nicht notwendig die Ernährung durch bestimmte Öle oder Ähnliches zu ergänzen, da in den Futtermitteln alle wichtigen Nährstoffe enthalten sein sollten. Ein Border Collie stellt keine bestimmten Anforderungen an ein Futter, allerdings erkennt man ein gutes Hundefutter daran, dass der Fleischanteil sehr hoch ist und der Anteil an Kohlenhydraten eher gering. Optimal ist es, wenn das Futter durch Beeren oder Gemüse ergänzt wird. An folgenden Inhaltswerten können sich Hundebesitzer bei der Futterauswahl orientieren: 70 – 80 % Fleisch 15 – 25 % Kohlenhydrate Ca. 5 % Obst und Gemüse

    Ein weiterer großer Irrtum ist es, dass Getreide für Hunde schädlich ist. Diese Annahme ist schlicht und einfach falsch. Hunde benötigen Kohlenhydrate zum Überleben. Sie gewinnen daraus die notwendige Energie um gesund und aktiv zu leben. Kohlenhydrate können zum Beispiel aus Getreide gewonnen werden. Es ist für Hunde nicht schädlich und ein Trockenfutter mit einem Getreideanteil von ca. 20 – 25 % ist nicht direkt ein schlechtes Hundefutter. Beim Kauf von Hundefutter, egal ob Nass- oder Trockenfutter, sollte lediglich darauf geachtet werden, dass der Anteil an Getreide nicht zu hoch ist. Die Annahme, dass Getreide generell schädlich für Hunde ist, stammt daher, dass Fellnasen mit einem sensiblen Magen die Kohlenhydrate aus dem Getreide schwerer gewinnen und verdauen können. Daher empfiehlt sich für Hunderassen oder einzelne Vierbeiner mit einem sensiblen Magen oder Magenerkrankungen ein Futter, ohne Getreide. In diesem Fall können die Kohlenhydrate aus enthaltenen Kartoffeln oder Kürbissen gewonnen werden. Border Collies neigen allerdings nicht zu Magenproblemen. Hundebesitzer können mit einem guten Gewissen also auch Hundefutter verfüttern, welches Getreide enthält. Getreidehaltige Futterprodukte sind oft wesentlich günstiger als Alternativen ohne die Zugabe von Getreide. Allerdings nur aus dem Grund, dass Getreide in der Produktion wesentlich günstiger ist, als Kartoffeln oder Kürbisse.

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