Lieblingsgedicht?

      Lieblingsgedicht?

      Habt ihr ein Lieblingsgedicht? Ich habe dieses mal zufällig in einer Programmzeitschrift entdeckt und war total fasziniert davon. Bestimmt kennt es der Eine oder Andere von euch:


      Der Panther


      Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe
      so müd' geworden, dass er nicht mehr hält.
      Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
      und hinter tausend Stäben keine Welt.

      Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
      der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
      ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
      in der betäubt ein großer Wille steht.

      Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
      sich lautlos auf. - Dann geht ein Bild hinein,
      geht durch der Glieder angespannte Stille -
      und hört um Herzen auf zu sein.


      Rainer Maria Rilke



      Jedes Mal, wenn ich es lese, bekomme ich einen dicken Kloß im Hals.
      Der Verstand vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null und das nennen sie ihren Standpunkt.
      Ja, das habe ich mal auswendig lernen müssen. es ist total schön, aber auch so traurig... Rilke hat das doch über einen Panther im biologischen Garten in Paris geschrieben, oder? Ich liebe Panther und diese Käfighaltung ist einfach zum :sick: ... :(
      Aber von der Wortwahl finde ich das gedicht echt schön und es zeigt den Menschen mal, zumindest ein wenig, wie sich so ein Tier fühlt. Wenn dann noch manche leute hingehen und an die scheibe klopfen oder blöde Sachen rufen. Da kann man ausrasten :angry:
      LG Hermine
      ________________________________________________________
      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

      Timmy, Annie, Stups, Piri, Chamba, Appie, Sue, Hexe, Räuber: Ich hab euch lieb!!!
      Billy, Lisa, Paul, Max, Kira: Ich werde euch niemals vergessen!!! :sad:
      Der Weihnachtsstern
      Wieder glänzt der Abendstern

      und entzündet all die andern
      Himmelslichter nah und fern.

      Und er mahnt auch mich zu wandern,
      durch das riesengroße All

      eine Reise anzutreten,
      um in einem kleinen Stall

      hinzuknien und anzubeten,
      wo ein Kindlein diese Welt,

      diese unermesslich weite,
      große, dunkle, tiefe, breite,

      in den kleinen Händen hält.

      G. Thurmair
      Heute ist der Tag um glücklich zu sein! Gestern: Schon vorbei. Morgen: Kommt erst noch.